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Polizeiladen in Offenbach wird Rathauskantine: Der Pavillon Stadthof 16 und 17. 

Pavillon auch als Restaurant nutzen

Aus Polizeiladen wird Rathauskantine: Weitere Gaststätte geplant

Aus dem Polizeiladen in Offenbach soll Rathauskantine und Restaurant werden. Auch eine weitere Gaststätte ist dort in Planung. 

Offenbach – Die Polizei soll raus aus dem westlichen der beiden Pavillons vorm Rathaus, rein soll stattdessen ein Restaurant, das dann auch als Kantine für die Verwaltung dient. Wenn die Stadtverordneten einer Vorlage des Magistrats zustimmen, löst die Stadt vorzeitig den Mietvertrag mit der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Offenbach (GBO) auf, die einen Untermietvertrag mit dem Land Hessen geschlossen hat. Der Polizeiladen zieht 250 Meter Luftlinie weiter gen Osten.

Wie aus dem Polizeipräsidium Südosthessen zu erfahren ist, wird eine weiterhin innerstädtische, bürgernahe, Präsenz bevorzugt. Die ursprünglich nicht ausgeschlossene Alternative, den Polizeiladen im neuen Polizeipräsidium an der Peripherie des Buchhügels unterzubringen, ist aus dem Rennen. So soll die Beratungsstelle ab 2021 in der Berliner Straße 60 anzutreffen sein.

Offenbach: Polizeiladen wird Rathauskantine - Belebung der Innenstadt

Im „Stadthaus“ wird wohl die derzeitige Fläche des Baubüros, das auf den Hugenottenplatz umzieht, genutzt werden. Es entstünde dort „ein neuer Anlaufpunkt für Sicherheit und Ordnung“, wenn die Landespolizei ihre Vorprüfung positiv abschließt und im Erd- und 1. Obergeschoss der Berliner 60 einen gemeinsamen Posten mit der Stadtpolizei etabliert.

Den Pavillon zwischen Stadthof und Platz der deutschen Einheit will das Hauptamt in sein „Konzept zur bedarfsgerechten Anpassung des Raumangebots der städtischen Dienststellen“ einbinden, das laut Magistrat auch „strategische Anmietungen zur Belebung der Innenstadt“ vorsieht.

Offenbach: Neue Gastronimieszene - Neue Gaststätte in unmittelbarer Nähe

Dazu gehören die Restaurant-/Kantinenpläne. In der Vorlage für die Stadtverordneten ist sogar schon von der „Schaffung einer neuen Gastronomieszene“ die Rede, weil in unmittelbare Nähe eine weitere Gaststätte entstehen soll: Einrichten will diese die Firma Geisheimer, die momentan den früheren Sitz von IHK und Staatlichem Schulamt umbaut. Der zweite, westliche, Pavillon beherbergt schon seit Jahrzehnten das „Stadtcafé“.

Für die Zwecke des künftigen Restaurants hat der andere Rathauspavillon allerdings, wie der Vorlage zu entnehmen ist, eine zu geringe Grundfläche und keine Möglichkeit, Kühl- und Trockenlager einzurichten. Deswegen hat die Stadt eine schon vollausgestattete Küchenfläche von 387 Quadratmetern im Haus der Wirtschaft angemietet. Die bisherige, nicht sehr beliebte, Kantine im 15. Obergeschoss des Rathauses wird in Konferenzräume umgewandelt.

Den vorzeitigen Ausstieg aus dem 2004 auf 30 Jahre abgeschlossenen Mietvertrag mit ihrer Tochter GBO bekommt die Stadt nun nicht umsonst. Zwar war lediglich ein symbolischer Mietzins von einem Euro pro Jahr vereinbart worden, doch ist noch eine Restsumme der GBO-Investition in die Sanierung des Pavillonbetons auszugleichen. Diese beläuft sich auf 171 000 Euro.

VON THOMAS KIRSTEIN

104 Wohnungen sind für die Mehrgenerationenanlage auf dem Gelände der ehemaligen Matthäusgemeinde in Offenbach vorgesehen. Von Bauarbeiten ist jedoch nichts zu sehen. 

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