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Urlaubsflieger der Lufthansa muss notlanden – 271 Passagiere werden von Militär empfangen

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Von: Florian Dörr

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In Angola muss ein Flieger der Lufthansa notlanden. An Bord: zahlreiche Urlaubsrückkehrer aus Deutschland. Nach der Notlandung bleibt es chaotisch.

Luanda/München – Notlandung einer Lufthansa-Maschine in der angolanischen Hauptstadt Luanda: Beim Flug LH575 von Kapstadt nach München war es am Samstag (3. Dezember) zu Problemen gekommen. An Bord: 271 Passagiere, überwiegend Urlauber, darunter viele Familien.

Die Airline mit Sitz am Flughafen Frankfurt sprach gegenüber dem Stern von einer technischen „Unregelmäßigkeit in einer Triebwerksanzeige des Airbus A350-900“. Medien in Angola hatten zuvor berichtet, ein Feuer sei in einem der Triebwerke ausgebrochen. Das bestätigte die Lufthansa nicht. „Die Sicherheit an Bord war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt.“

Lufthansa-Flieger muss notlanden: 271 Passagiere an Bord - vor allem Urlauber

Flugdaten zeigen, dass der Airbus A350-900 vor der Landung in Luanda zunächst einige Zeit in der Luft kreiste, um Kerosin zu verbrauchen. Damit wird das Gewicht des Fliegers soweit reduziert, dass es das Aufsetzen auf dem Boden unbeschadet überstehen kann. Zur Notlandung wurde eines der Triebwerke abgeschaltet.

Eine Lufthansa-Maschine musste in Afrika notlanden. (Symbolbild)
Eine Lufthansa-Maschine, die eigentlich nach München fliegen sollte, musste in Angola notlanden. Dort blieb es für die Passagiere aufregend. (Symbolbild) © Norbert SCHMIDT via www.imago-images.de

Doch auch nach der geglückten Notlandung wurde es für die 271 Passagiere an Bord des Lufthansa-Flugs von Kapstadt nach München nicht viel entspannter: Wie ein Augenzeuge gegenüber dem Stern berichtet, durften die Passagiere den Airbus A350-900 erst nach Stunden verlassen - um dann vom angolanischen Militär empfangen zu werden.

Lufthansa-Flieger muss notlanden: Militär nimmt Passagieren Pässe ab

Die Pässe der Reisenden seien eingezogen worden, was in Angola zum Standardvorgehen gehören dürfte für Personen, die keine gültigen Einreisepapiere haben. Und diese hatte freilich keiner der Passagiere, schließlich sollte es ja nach München gehen. Zwar organisierte die Lufthansa nach Angaben des zitierten Passagiers, eines 44-Jährigen aus Hamburg, zwar Hotels für die Gestrandeten. Um die Weiterreise kümmerten sich die meisten von ihnen dann aber offenbar selbst.

Wie es nach der Notlandung in Luanda für den Airbus 350-900 weitergeht, das ist unklar. Nach Informationen von The Aviation Herald blieb die Maschine, die eigentlich 271 Passagiere sicher von Kapstadt nach München hätte transportieren sollen, zunächst über 20 Stunden in der angolanischen Hauptstadt auf dem Boden. (fd)

Zuletzt berichtete die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Langen von einem Vorfall am Flughafen Frankfurt: Der Co-Pilot einer Boeing 737-800 war mitten im Flug nicht mehr in der Lage, seinen Job zu machen.

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