Kriseninterventionsteam mit Notarzt und Feuerwehrleuten nach Haiti

Frankfurt (pm/ach). Das Kriseninterventionsteam (KIT) Deutschland-Mitte stellt auf Anfrage des Auswärtigen Amtes ein Team für den Einsatz in Haiti auf Abruf bereit. Das Team besteht aus einem Notarzt der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) sowie drei Mitarbeitern der Frankfurter Berufsfeuerwehr.

Frankfurt (pm/ach). Das Kriseninterventionsteam (KIT) Deutschland-Mitte stellt auf Anfrage des Auswärtigen Amtes ein Team für den Einsatz in Haiti auf Abruf bereit. Das Team besteht aus einem Notarzt der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) sowie drei Mitarbeitern der Frankfurter Berufsfeuerwehr.

Das Zentrum des schweren Erdbebens am Dienstag lag nur 15 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince, die in weiten Teilen zerstört oder stark beschädigt wurde. Das Beben galt als eines der stärksten der letzten 70 Jahre in der Karibik und war bis auf Kuba zu spüren. Die rasche Einsatzbereitschaft eines KIT mit Entsendung nach drei bis vier Stunden für überregionale Schadens- und Krisengebiete ermöglicht nach Angaben der BGU eine schnelle medizinische Hilfe für deutsche Staatsbürger im Ausland, deren etwaige Zurückholung sowie eine medizinisch/technische und logistische Unterstützung von örtlichen Behörden und Botschaften. Das KIT Deutschland-Mitte sei ein in Frankfurt etabliertes Team aus erfahrenen Notärzten, Rettungsassistenten, Feuerwehrleuten und psychosozialen Unterstützungskräften (Notfallseelsorger), heißt es in der Mitteilung vom Donnerstag. Der Einsatz des Teams erfolge im Auftrag des Auswärtigen Amts, welches mit den jeweiligen Krisenstäben den Einsatz koordiniere.

Es sei durch seine gute Anbindung an den Rhein-Main-Flughafen und die "hervorragende medizinische Infrastruktur der Rhein-Main-Region" in der Lage, in kürzester Zeit überregionale Hilfe zu leisten, "ohne dass es zu einer Schwächung der Versorgung in der Region kommt".

Hilfseinsätze anlässlich der Tsunamikatastrophe 2004 und während der Libanonkrise im Juli und August 2006 hätten die Leistungsfähigkeit des KIT aus Frankfurt gezeigt. Ähnliche Kooperationen zwischen dem Auswärtigen Amt und Kriseninterventionsteams bestehen im Süden und Norden der Bundesrepublik Deutschland. Die KITs stellten keine Konkurrenz zu den großen etablierten Hilfsorganisationen und dem THW dar, sondern seien in der Funktion eines "First Responders" tätig, um vor Ort schnelle medizinische und logistische Hilfe zu leisten, so die Mitteilung aus dem BGU abschließend.

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