Die Hoffnung ist weiblich

Frankfurt (pia). Im Jahr 2014 feiert Africa Alive ein rundes Jubiläum: Bereits zum 20. Mal bringt das Festival afrikanische Filme und Kultur nach Frankfurt. Der diesjährige Schwerpunkt ist den Frauen gewidmet, sowohl in Afrika als auch in der Diaspora.

Bis zum 27. Februar werden im Deutschen Filmmuseum und im Filmforum Höchst (Emmerich-Josef-Straße 46 a) Filme gezeigt und Vorträge gehalten, Konzerte gegeben und Diskussionen geführt.

Frauen gelten zunehmend als Hoffnungsträgerinnen des afrikanischen Kontinents. Diese Tendenz ist auch in der kulturellen Produktion deutlich zu bemerken, in der Literatur wie im Film. Aus dem reichhaltigen Spektrum aktueller Produktionen von engagierten Filmemacherinnen zeigt das Africa Alive-Festival unter anderem den ausgezeichneten Film "Yema" (Algerien 2012) von Djamila Sahraoui. Der Streifen handelt von eine Frau, deren Söhne im algerischen Bürgerkrieg der 1990er Jahre auf verschiedenen Seiten kämpften. Der Film "Por Aqui Tudo Bem" zeigt zwei Schwestern, die vor dem Bürgerkrieg in Angola nach Lissabon fliehen und sich dort allein zurechtfinden müssen. Die Filmemacherin Pocas Pascoal wird heute im Filmforum und morgen im Filmmuseum zu Gast sein.

Auch mutige Dokumentarfilme stehen auf dem Programm, darunter der neue Film von Nadia El Fani mit dem Titel "Meme pas mal" (Tunesien/Frankreich 2012). Die Regisseurin setzt sich in diesem Werk mit dem Islamismus in ihrer Heimat auseinander. Gezeigt wird auch "Nore ici, blanche la-bas" von Claude Haffner, die ihren Film am kommenden Dienstag im Filmforum und am Mittwoch im Filmmuseum vorstellen wird. Das Schwerpunktthema bietet zugleich einen Rückblick auf 20 Jahre Africa Alive aus der Perspektive der Frauen. Zu sehen sind im Filmforum die Filme "Sama – die Spur" aus den Jahren 1982 bis 1988 von Nejia Ben Mabrouk und "Mossane" aus dem Jahr 1996 von Safi Faye, der großen Damen des senegalesischen Films, die am kommenden Dienstag im Filmmuseum und am Mittwoch im Filmforum anwesend sein wird.

Einen Rückblick auf die Geschichte des afrikanischen Kinos bietet auch die Ausstellung "Große Persönlichkeiten des afrikanischen und karibischen Kinos", die anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Cinémathèque Afrique in Paris zusammengestellt wurde und in Zusammenarbeit mit dem Institut Français im Filmforum Höchst gezeigt wird.

Das Festivalprogramm findet sich im Internet unter www.africa-alive.de .

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