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Soll der Hauptbahnhof in Frankfurt am Main untertunnelt werden?

Entlastung für Hauptbahnhof

Milliardenprojekt Tiefbahnhof: Eine Studie soll Machbarkeit prüfen

Eine Studie soll zeigen, ob Tunnel und Tiefbahnhof in Frankfurt machbar sind. Der Bau würde Milliarden kosten.

Frankfurt/Main - Für den milliardenschweren Bau eines neuen unterirdischen Fernbahnhofs in Frankfurt ist eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht worden. 

Der Hauptbahnhof als einer der wichtigsten Eisenbahnknoten Deutschlands solle damit entlastet werden, teilten die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium in der Mainmetropole mit. Das Konzept sieht den Bau eines neuen Tunnels vor, der den Hauptbahnhof von West nach Ost unterqueren und dort an vier neue, unterirdische Gleise angeschlossen werden soll. Diese sind als Ergänzung der bisherigen oberirdischen Gleise gedacht. 

Frankfurt: Ergebnisse werden 2021 erwartet

Mit Ergebnissen der Studie wird im Frühjahr 2021 gerechnet. Sie soll zeigen, ob Tunnel und Tiefbahnhof machbar sind. Auch die Streckenführung für den zweigleisigen Tunnel soll erarbeitet werden, der mögliche Bereich hierfür erstreckt sich von der Niederräder Brücke in Richtung Osten bis Oberrad und Fechenheim. 

Zudem geht es den Angaben zufolge um die Kosten sowie Auswirkungen des Projekts auf den Bahnverkehr. Bislang ist der Frankfurter Hauptbahnhof ein Kopfbahnhof, bei dem die Züge nach dem Halt die Richtung wechseln müssen. Dies könnte für die Fernzüge mit dem neuen Tunnel entfallen.

Den Hauptbahnhof Frankfurt passieren täglich über 450.000 Reisende. Damit ist er nach dem Hauptbahnhof Hamburg der am zweitstärksten frequentierte Fernbahnhof Deutschlands. Der Kopfbahnhof wurde im Jahr 1888 als "Centralbahnhof Frankfurt" eröffnet. An Spitzentagen passieren den Bahnhof bis zu 1170 Züge. Frankfurt hat mit dem Flughafen-Fernbahnhof, dem Südbahnhof und dem Westbahnhof noch drei weitere Fernbahnhöfe.

Hauptbahnhof Frankfurt soll größer werden

Eine Erweiterung des Hauptbahnhofs ist aber auch wesentlich einfacher erreichbar. Zuletzt waren am Hauptbahnhof Frankfurt Maßnahmen für mehr Sicherheit beschlossen worden. 

Auslöser dafür war eine tödliche Attacke, bei der ein achtjähriger Junge vor einen einfahrenden ICE geschubst worden war. Die Stadt Frankfurt stand anschließend unter Schock. Tatverdächtig in dem Fall ist ein Mann aus Eritrea, der seit mehreren Jahren in der Schweiz lebt. Darum zeigte sich auch die eritreische Gemeinde in Frankfurt tief betroffen.

Wegen einer Großsperrung am Hauptbahnhof Frankfurt werden bald etliche Züge ausfallen oder umgeleitet werden. Zum Flughafen Frankfurt fahren keine Züge.

dpa/tom

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