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Viele Eltern von Grundschülern haben sehr konkrete Vorstellungen, wo ihr Kind weiterhin zur Schule gehen soll (Symbolbild).

Weiterführende Schulen in Frankfurt

Mehr als 500 Schulwünsche bleiben in Frankfurt unerfüllt

Jeder zehnte Viertklässler kommt in diesem Jahr nicht auf die gewünschte weiterführende Schule.

Nach den ersten Prognosen des Staatlichen Schulamts werden in diesem Jahr etwa 530 Schülerinnen und Schüler nicht auf ihre Wunschschule gehen können. Somit wird etwa jedes zehnte Kind einer anderen Schule zugewiesen, als es ursprünglich bei der Schulwahl als Erst- und Zweitwunsch angegeben hatte. Zirka 5900 Kinder werden in diesem Jahr von der vierten in die fünfte Klasse und damit die Schulform wechseln.

Schulamtsleiterin Evelin Spyra sagte der Frankfurter Rundschau auf Nachfrage, im Umkehrschluss bedeute dies, dass 91 Prozent der Erst- und Zweitwünsche erfüllt worden seien. Zuvor hatte die FAZ über die Zahlen der Schulzuweisungen berichtet.  

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Benachrichtigungen sind verschickt 

Mit zehn Prozent Lenkungen, wie das Schulamt die Zuweisungen nennt, lägen diese auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Abgenommen habe hingegen die Zahl der Kinder, deren Wunschgymnasium nicht angenommen wurde. Waren es 2018 noch rund 360, so sind es in diesem Jahr 100 weniger. Umgekehrt sieht die Tendenz bei den Integrierten Gesamtschulen aus. Dort sei die Zahl der unerfüllten Wünsche gestiegen. Genaue Zahlen wurden noch nicht genannt. 

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Die Briefe mit den positiven oder negativen Nachrichten der Schulen seien derzeit auf dem Postweg. Bis jede Familie die Mitteilungen im Briefkasten habe, könne es Samstag werden. Drei Briefe bedeuten vermutlich zwei Absagen der Wunschschulen und die Zuweisung an eine dritte Schule.

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Wer nur einen Brief vorfindet, kann vermutlich mit der Erfüllung des Erstwunsches rechnen. „Die dritte Schule wurden danach ausgewählt, was den Eltern wichtig war“, sagt Spyra. Wer auf eine bestimmte Schulform setzte, werde auch diese bekommen. Wem der kurze Schulweg wichtiger war, könne auch an eine andere Art der weiterführenden Schulen kommen.   

Das Staatliche Schulamt hat ein Servicetelefon für Nachfragen zum Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen eingerichtet. Es ist von Montag, 3. Juni, bis Freitag, 7. Juni, jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr freigeschaltet. Die Telefonnummer ist 069/38 98 91 28.

Wer mit der Zuweisung nicht einverstanden ist, kann sich auf die Warteliste der präferierten Schulen setzen lassen. Dazu rät auch der Stadtelternbeirat. Immer wieder würden Plätze frei werden. Eine Reihenfolge auf der Warteliste gebe es allerdings nicht. Die Plätze werden nach gesetzlich vorgegeben Kriterien, wie etwa der ersten Fremdsprache vergeben.

Wer das alles nicht möchte, könnte auch den juristischen Weg einschlagen und Widerspruch gegen die Zuweisung einlegen. In der Vergangenheit seien solche Widersprüche aber erfolglos gewesen, teilt der Stadtelternbeirat mit. Weitere Infos dazu im Internet unter www.steb-ffm.de

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