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Auf Probefahrt mit dem E-Scooter. In Frankfurt sollen die E-Scooter von Samstag an auf die Straße kommen.

Mobilität

Am Samstagmorgen startet der Verleih von E-Scootern in Frankfurt

Die kleinen Tretroller mit elektrischem Antrieb sind nun auch in Deutschland erlaubt. Die Stadt Frankfurt rechnet mit Konfliktpotenzial.

Update, 21. Juni, 16.50: Morgen früh startet in Frankfurt der Verleih von E-Scootern. Daniel Horn vom Anbieter Tier Mobility sagte am Freitag, sein Unternehmen habe die Betriebserlaubnis vom Kraftfahrt-Bundesamt bekommen und werde ab 7 Uhr an mehreren Punkten der City die elektrischen Tretroller zum Verleih anbieten. 

Man werde zunächst mit einer Zahl im unteren dreistelligen Bereich beginnen und dies nach und nach ausbauen. Pro Stellplatz seien maximal fünf Roller geplant. In Deutschland müssen die Roller auf Radwegen oder der Straße bleiben und dürfen höchstens mit 20 Stundenkilometern unterwegs sein. 

Käufer und Vermieter müssen zudem die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung ausstellen lassen. Die Stadt Frankfurt berichtete zuletzt von bis zu zehn Anfragen von Verleih-Anbietern. Die Stadt rechnete im Vorfeld mit erheblichem Konfliktpotenzial mit anderen Verkehrsteilnehmern. (dpa)

Erstmeldung, 12. Juni, 7.46 Uhr: Frankfurt - Sie flitzen vereinzelt schon über Straßen und Wege, bald dürfen E-Tretroller auch offiziell im Straßenverkehr unterwegs sein. Voraussichtlich am 15. Juni soll die Verordnung in Kraft treten, die den Betrieb regelt. Die mit einem Elektromotor ausgestatteten Scooter gehören mittlerweile an zahlreichen Orten in Europa zum Stadtbild. Hierzulande müssen sie auf Radwegen oder der Straße bleiben und dürfen höchstens mit 20 Stundenkilometern unterwegs sein. In mindestens drei hessischen Städten liegen inzwischen Anfragen von Unternehmen vor, die Leihsysteme anbieten wollen.

E-Scooter: Mietroller erst ab Juli

Die Scooter werden allerdings nicht sofort mit Veröffentlichung der Regelungen im Bundesgesetzblatt massenhaft durch die Gegend fahren, denn die Hersteller müssen zunächst eine Betriebserlaubnis beim Kraftfahrt-Bundesamt beantragen. Die Bearbeitung wird dann "in der Regel zwei Wochen dauern", wie ein Sprecher sagte. Käufer und Vermieter müssen zudem die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung ausstellen lassen. Es wird deshalb nicht erwartet, dass Mietroller vor Anfang Juli in den Großstädten auftauchen.

E-Scooter: Alternative zum Auto

Die Stadt Frankfurt berichtete zuletzt von bis zu zehn Anfragen von Verleih-Anbietern. Ob alle tatsächlich starten, ist aber unklar. In Wiesbaden liegen aktuell sechs Anfragen von Unternehmen vor, mit denen Gespräche laufen. Einen konkreten Startzeitpunkt gebe es aber noch nicht, erklärte eine Sprecherin der Verkehrsgesellschaft ESWE. Die Stadt Kassel berichtet von einer unverbindlichen Anfrage. Einige der Unternehmen kündigten nach Angaben des Frankfurter Verkehrsdezernats an, mit bis zu 3000 Tretrollern starten zu wollen. Mehrere Unternehmen hatten auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur Interesse bekundet, in Frankfurt ein Verleihsystem aufzubauen - darunter das Berliner Unternehmen Tier und die Firma Lime, die in Frankfurt bisher Fahrräder verleiht.

Der ADFC rechnet zwar mit volleren Radwegen, begrüßt aber dennoch die Zulassung der Scooter. Sie seien eine weitere Alternative zum Auto, sagte der Landesgeschäftsführer des Radverbands, Norbert Sanden. "Es wird aber Enttäuschungen geben." Denn die Radwege seien teilweise in einem so schlechten Zustand, dass sie mit E-Scootern gar nicht befahrbar sein dürften.

Der Druck zum Bau von mehr und besserer Radinfrastruktur werde zunehmen, je mehr Menschen sie benutzten, sagte Sanden. lhe

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