Am Eschenheimer Turm beginnen Bauarbeiten

Frankfurt (ach). Die Neugestaltung der Zeil ist Teil des Gesamtkonzeptes zur Aufwertung der Innenstadt. Mit ihrem Beschluss vom 5. Juli vergangenen Jahres haben die Stadtverordneten die längere kontroverse Suche nach einem konsensfähigen Gestaltungskonzept für die Zeil beendet.

Die in die Jahre gekommene Fußgängerzone soll optisch und funktional aufgewertet und darüber hinaus rund um die Hauptwache und bis zum Eschenheimer Turm erweitert werden.

Mit dem Umbau der Straßen rund um den Eschenheimer Turm ist zu Beginn dieser Woche begonnen worden. Allerdings ist derzeit davon noch nicht allzuviel zu sehen, da erst die Strom- und Telefonleitungen umverlegt werden müssen. Erst Ende Mai sollen dann die Bagger kommen. Dann dürfte auch mit verkehrlichen Behinderungen zu rechnen sein. Künftig soll es laut Verkehrsdezernent Lutz Sikorski möglich sein, von Norden in die Große Eschenheimer Straße zu fahren, die derzeit nur in einer Fahrtrichtung geöffnet ist. Diese dann geänderte Verkehrsführung ist die Voraussetzung für die Sperrung der Hauptwache. Denn im Mai nächsten Jahres soll der Abschnitt zwischen Katharinenpforte und Biebergasse zur Fußgängerzone werden.

Außerdem soll auch die Tiefgarage des neuen Projektes "Frankfurt Hoch Vier" über den Zweirichtungsverkehr in der Großen Eschenheimer Straße erreicht werden können.

Der Umbau des Knotens am Eschenheimer Turm dauert voraussichtlich bis Oktober dieses Jahres. Danach soll der Platz neu gestaltet werden – das wird allerdings nicht vor dem Frühjahr 2009 geschehen.

Auf der Zeil wurden unterdessen neue Lampen montiert. Das Gestaltungselement "Baumzug" soll erhalten bleiben, allerdings soll die Aufenthaltsqualität auf der Haupteinkaufsmeile verbessert werden. Als Mittel hierzu hat man sich auf die Schaffung von freien Flächen, die Erneuerung von Bodenbelägen (die WZ berichtete) und Möblierung sowie auf ein neues Lichtkonzept geeinigt. Gleichzeitig sollen sich die Fortbewegungs- und Ruhezonen deutlicher als bisher voneinander unterscheiden und als solche genutzt werden. Deshalb werden Sondernutzugen stark eingeschränkt. Freiflächen sollen an der Einmündung der Liebfrauenstraße, dem Eingang zur neuen Passage des "Frankfurt-Hoch-Vier"-Gebäudekomplexes, am Brockhausbrunnen sowie an der Einmündung Schäfergasse entstehen. Deshalb müssen 80 der 364 Platanen entfernt werden. Abgerundet wird das Konzept durch neue Gastronomie-Pavillons und Fahrradabstellmöglichkeiten. Der Baubeginn soll im Sommer dieses Jahres sein. Das Konzept beinhaltet außer der Neugestaltung der Zeil auch die Aufwertung ihrer erneuerungsbedürftigen Seitenstraßen. Der gesamte Platz um die Hauptwache soll neu gegliedert werden und sich optisch sowie funktional bis zur Liebfrauenstraße erstrecken. Über die Gesamtdauer der Baumaßnahmen kann die Stadt noch keine genauen Angaben machen, da das Projekt in mehreren Bauabschnitten angegangen wird.

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