Bei eisigen Temperaturen nachts im Freien

Frankfurt (lhe). Der "Kältebus" versorgt derzeit nachts in Hessens größter Stadt Obdachlose, die im Freien übernachten. Von 21 bis 5 Uhr morgens bringt der Bus Decken oder warme Getränke.

Frankfurt (lhe). Der "Kältebus" versorgt derzeit nachts in Hessens größter Stadt Obdachlose, die im Freien übernachten. Von 21 bis 5 Uhr morgens bringt der Bus Decken oder warme Getränke. "Es sind rund 50 Menschen, die nicht in Notunterkünfte gehen wollen. Aber wir haben sie im Blick", sagt Manuela Skotnik vom Sozialdezernat der Stadt.

Die Gründe, wieso Obdachlose trotz klirrender Kälte nicht in beheizte Räume gehen wollen, sind unterschiedlich. Manche haben psychische Probleme, andere verweisen auf schlechte Erfahrungen mit den Behörden, wie Skotnik berichtet.

Generell stünden in Frankfurt für die etwa 1800 Menschen ohne festen Wohnsitz rund 2100 Plätze in Heimen oder Notunterkünften zur Verfügung. "Es gibt also genug Platz", sagte Skotnik. Außerdem ist für Obdachlose in den Wintermonaten - wie in den Vorjahren - die unterirdische Zwischenebene (B-Ebene) zur U-Bahn an der Hauptwache geöffnet.

Der von einem Verein in Zusammenarbeit mit der Stadt betriebene "Kältebus" wird in Frankfurt noch bis Ende März unterwegs sein. Bisher haben die im Freien campierenden Obdachlosen die Kälte in Frankfurt nach den Worten Skotniks schadlos überstanden. Viele von ihnen wärmten sich jedoch in den Tagestreffs auf.

In Frankfurt startete am Montag die Evangelische Sankt Katharinengemeinde ihre Aktion "Winterspeisung". Vier Wochen lang öffnet die Kirche an der Hauptwache ihre Tore für arme und obdachlose Menschen, für die es täglich ein warmes Essen, belegte Brote und ein Vesperpaket gibt. Die Gemeinde erwartet rund 250 Gäste pro Tag.

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