Coronakrise in Frankfurt 

Coronavirus-Pandemie: Frankfurter Psychologen richten Krisentelefon ein

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Corona-Pandemie: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Frankfurt steigt weiter. Ein Hamsterkauf in der Stadt führte zu einer Ohrfeige. 

  • Frankfurt am Main wird wegen des Coronavirus zunehmend zur Geisterstadt, wie ein Video zeigt
  • Eine Frau ohrfeigte eine DM-Verkäuferin, weil diese ihr kein Klopapier verkaufen wollte
  • Das Uniklinikum Frankfurt (KGU) rüstet auf und richtet eine eigene Klinik für Corona-Patienten ein

Update von Sonntag, 29.03.2020, 09.46 Uhr: Die Coronakrise verstärkt nach den Worten des Frankfurter Psychologen Ulrich Stangier psychische Störungen. Die Ambulanz des Zentrums für Psychotherapie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main stelle fest, dass die Nachrichten über das Coronavirus und die sozialen Einschränkungen Depressionen und Ängste bei Patienten verschärften, sagte der Leiter des Zentrums. 

Das Zentrum für Psychotherapie bietet daher ab Montag für das Rhein-Main-Gebiet Beratung und therapeutische Kurzinterventionen über ein Corona-Krisentelefon an. Betroffene können ab Montag, 30. März, unter der Telefonnummer 069/798-46666 mit Therapeutinnen und Therapeuten über ihre Ängste und Möglichkeiten zur Überwindung von Belastungen reden. Zeiten: Montag bis Freitag jeweils 15 bis 21 Uhr; Samstag und Sonntag jeweils 16 bis 20 Uhr; speziell für Eltern und Jugendliche: Montag bis Freitag jeweils 9 bis 14 Uhr, Samstag 16 bis 20 Uhr.

Coronakrise in Frankfurt: Studenten helfen freiwillig

+++ 14.57 Uhr: Freiwillige Hilfe in der Corona-Krise. Hunderte Medizinstudierende aus Frankfurt haben sich als Krisenhelfer gemeldet, um die Coronavirus -Pandemie mitzubekämpfen. Bereits 1180 Studierende haben sich nach Angaben der Hochschule bereits eingetragen. 

„Manche von ihnen verfügen auch über Ausbildungen etwa in der Pflege oder im Rettungsdienst. Mit diesen Erfahrungen können sie in unterschiedlichen Bereichen des Universitätsklinikums wertvolle Unterstützung leisten“, berichtete der Initiator Prof. Robert Sader gegenüber der dpa. Auf die Art und Weise sammeln die Studierenden aus Frankfurt wertvolle Praxiserfahrung und leisten einen wichtigen Beitrag in der Corona-Krise.

+++ 10.45 Uhr: Am Flughafen Frankfurt sind am Freitagnachmittag rund 2,8 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken sind für Hessen angekommen. Das bestätigte das hessische Sozialministerium am späten Freitagabend (27.03.2020). Zuvor hatten die Logistikdienstleister DB Schenker und Lufthansa Cargo eine entsprechende Lieferung mitgeteilt. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) nahmen demnach insgesamt rund 12,7 Tonnen medizinisches Material in Empfang.

Coronakrise in Frankfurt: Studenten wollen helfen

Update von Samstag, 28.03.2020, 08.24 Uhr: Hunderte Medizinstudenten der Frankfurter Goethe-Universität wollen bei der Bewältigung der Corona-Krise mithelfen. Bis zum Wochenende haben sich nach Angaben der Hochschule 1180 Studierende freiwillig als Krisenhelfer gemeldet. 

Der Fachbereich Medizin der Goethe-Universität und das Universitätsklinikum hatten vor rund einer Woche das neue Wahlfach „Covid-19“ ins Leben gerufen. Daraus ergebe sich eine Win-Win-Situation, teilte die Hochschule mit: Die Studierenden „sammeln wertvolle Praxiserfahrungen im Medizinstudium und helfen gleichzeitig, die Krankenversorgung des Universitätsklinikums zu unterstützen“. 

Um teilzunehmen, müssen sich Studierende im Online-Portal „Krisenhelfer gesucht“ registrieren. Das Universitätsklinikum meldet seinen aktuellen Bedarf dem Studiendekanat, das dann die Studierenden einteilt. 

Wo die Studentinnen und Studenten genau mithelfen können, hängt von deren Vorwissen und Qualifikationen ab. „Manche von ihnen verfügen auch über Ausbildungen etwa in der Pflege oder im Rettungsdienst. Mit diesen Erfahrungen können sie in unterschiedlichen Bereichen des Universitätsklinikums wertvolle Unterstützung leisten“, erklärte Initiator Prof. Robert Sader.

Coronavirus in Frankfurt: Frau schlägt Verkäuferin wegen Klopapier

+++ 20.39 Uhr: Während Coronavirus das öffentliche Leben bestimmt, sind auch in Frankfurt viele Menschen auf Hilfe angewiesen. Deswegen haben wir die Aktion #frankfurthältzusammen gestartet und suchen ab sofort Corona-Helfer für Frankfurt und Umgebung. Machen Sie mit!

+++ 17.01 Uhr: Wegen des Coronavirus kommt es in Frankfurt vermehrt zu sogenannten „Hamsterkäufen“. Weil eine Frau Angst hatte, kein Klopapier zu bekommen, hat sie vor einer DM-Drogerie in Frankfurt einer Verkäuferin eine Ohrfeige verpasst. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet.

+++ 12.59 Uhr: In der Corona-Krise gibt es deutlich weniger Fahrgäste in Frankfurt. Bahnen und Busse fahren daher von Montag an im Sonntagstakt* - so etwas führt andernorts zu Gedränge.

Update von Freitag, 27.03.2020, 12.04 Uhr: Am Frankfurter Flughafen landen und starten weiterhin Flieger - trotz Coronakrise. Viele Menschen, die dort arbeiten, können nicht im Homeoffice arbeiten. Ein Mitarbeiter erhebt nun schwere Vorwürfe und kritisiert den mangelnden Infektionsschutz am Flughafen Frankfurt.

Coronavirus in Frankfurt: Stadt verabschiedet Haushalt

+++ 18.38 Uhr: Die Stadtverordnetenversammlung verabschiedete im „Notparlament“ den Haushaltsentwurf im Doppelpack für 2020 und 2021 und ein Investitionsprogramm bis 2023. Jedoch mit vielen Fragezeichen. Die Stadt Frankfurt rechnet bis Ende 2021 mit mindestens drei Millionen Euro Schulden. Dazu kommen die finanziellen Belastungen durch die Coronakrise, deren Höhe derzeit nicht absehbar sei, hieß es am Donnerstag (26.03.2020) im Römer. 

Die Stadtverordnetenversammlung war wegen des Distanzgebots zur Eindämmung des Virus in reduzierter Form zusammentreten. Entsprechend der Fraktionsstärke durften lediglich 21 Abgeordnete teilnehmen, wie eine Sprecherin des Stadtverordnetenvorstehers erklärte. (mit dpa)

Unterdessen droht in Deutschland der Notstand. Hunderttausende unterstützen eine Petition von Pflegekräften in der Coronakrise.

Coronavirus-Pandemie: Aus Angst kein Klopapier mehr zu bekommen, schlägt eine Frau zu

+++ 18.10 Uhr: Am Mittwochmittag kam es im Stadtteil Höchst in Frankfurt zu einem Zwischenfall in einer Drogerie. Die Polizei Frankfurt berichtete, dass eine Angestellte des Marktes aufgrund von Hygienevorschriften zur Eindämmung des Coronavirus den Einlass in den Markt regelte. Dabei hat sie eine 51-jährige Frau dazu aufgefordert, mit dem Betreten der Drogerie noch einen Moment zu warten. 

Plötzlich verpasste die Kundin der Angestellten eine Backpfeife und stieß sie zurück. Dabei wurde die 26-jährige Mitarbeiterin der Drogerie leicht verletzt. 

Als Grund für ihre heftige Reaktion führte die Dame im Anschluss an, sie habe befürchtet, in der Coronakrise kein Toilettenpapier mehr zu bekommen. Nun leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen sie ein.

Coronakrise: 237 Infizierte in Frankfurt 

+++ 14.40 Uhr: Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Personen in Frankfurt ist auf 237 angestiegen. Das teilte das Hessische Sozialministerium am Donnerstag (26.03.2020) mit. Im Vergleich zum Vortag bedeutet das einen Anstieg um 25 Fälle. Damit bleibt die Stadt Frankfurt weiterhin das am stärksten betroffene Gebiet in Hessen. Dahinter folgen der Kreis Groß-Gerau mit 123 und die Stadt Wiesbaden mit 117 bestätigten Corona-Fällen. 

Corona-Pandemie: „Frankfurt hat den Ernst der Lage erkannt"

Update von Donnerstag, 26.03.2020, 13.30 Uhr: Die Stadtpolizei Frankfurt meldet eine weitestgehende Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten würden sich mittlerweile die Mehrheit der Menschen an die neuen Regeln in Frankfurt halten. „Frankfurt hat den Ernst der Lage erkannt. Nach einigen Tagen scheinen die Menschen verstanden zu haben, dass wir uns in einer Notlage befinden, in der wir zusammenhalten müssen, indem wir nicht zusammen sind", resümierte Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Die Stadtpolizei kontrolliert zurzeit täglich zwischen 600 und 700 Gaststätten, Betriebe und Grünanlagen in Frankfurt. Anfänglich hätte noch etwa bei jeder vierten Kontrolle ein Verstoß angemahnt werden müssen. Aber spätestens seitdem die Bundesregierung am 23. März ein bundesweites Kontaktverbot verhängt hat, sei eine klare Verbesserung im Verhalten der Menschen in Frankfurt festzustellen. 

Die Beamten hoffen jetzt auf den baldigen Erlass eines Bußgeldkataloges für Verstöße gegen Corona-Schutzmaßnahmen. Nur so könnte Verstöße auch konsequent geahndet werde.

Corona-Pandemie: Video zeigt Frankfurt als Geisterstadt

Update von Mittwoch, 25.03.2020, 16.20 Uhr: Ein YouTube-Video zeigt den Einfluss der Corona-Pandemie auf das öffentliche Leben in Frankfurt*. Es zeigt beunruhigende, aber faszinierende Bilder einer Geisterstadt. Das Video „Lockdown“ stammt von Filmemacher Daniel Haussmann. Es geht seit ein paar Tagen auf den Social-Media-Plattformen viral.

Coronavirus in Frankfurt: Uniklinikum richtet eigene Klinik für Corona-Patienten ein

Update von Dienstag, 24.03.2020, 17.01 Uhr: Das Uniklinikum Frankfurt (KGU) richtet eine eigene Klinik für Corona-Patienten ein. In einem separaten Gebäude soll eine organisatorisch eigenständige Klinik betrieben werden, in der Covid-19-Patienten behandelt werden können. 

Die Planungen für die Umstrukturierung seien bereits abgeschlossen, teilt die Uniklinik mit. Die Patienten sollen noch im Laufe dieser Woche entsprechend verlegt werden. Die derzeit in Haus 23 untergebrachten Patienten werden den Angaben zufolge in andere Gebäude verlegt oder entlassen. 

„Es handelt sich um eine in der Geschichte unseres Hauses einmalige Umstrukturierung“, sagte der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, Prof. Jürgen Graf. 

Coronavirus in Frankfurt: Zahl der Infizierten steigt weiter

Update von Dienstag, 24.03.2020, 15.18 Uhr: Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Personen in Frankfurt ist auf 195 angestiegen. Das teilte das Hessische Sozialministerium am Dienstag (24.03.2020) mit. Im Vergleich zum Vortag bedeutet das einen Anstieg um 31 Fälle. Damit ist der Stadtkreis Frankfurt weiterhin der am stärksten betroffene Kreis in Hessen. Dahinter folgen die Landkreise Groß-Gerau und Fulda mit jeweils 103 bestätigten Fällen. 

Stadt Frankfurt verzichtet wegen Coronavirus auf Miete

+++ 20.22 Uhr: Die Stadt Frankfurt setzt in der Neuen Altstadt für die Mehrheit der Betriebe die Mieten aus. Dadurch solle das Gewerbe, die Kultur und die Gastronomie in der Corona-Krise unterstützt werden, teilte die Stadt am Montag (23.03.2020) mit. Die Regelung gilt zunächst für zwei Monate.

Derweil teilte die ABG, die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Frankfurt, mit, dass sie bis auf Weiteres keine Mieterhöhungen vornehmen wird. Außerdem will die ABG im Zeitraum der Corona-Krise auf Zahlungs- und Räumungsklagen verzichten. Mit Mietern, die durch die Corona-Krise mit ihren Mietzahlungen in Rückstand geraten, wird das Unternehmen individuelle Ratenzahlungen vereinbaren. Betroffene Mieter werden gebeten, sich frühzeitig zu melden. 

Unterdessen wurde in Frankfurt-Sachsenhausen versucht, in mehrere Lokale einzubrechen. Dank dem Coronavirus* sind die Einbrecher ohne Beute wieder abgezogen.

Frankfurt dämmt Hamsterkäufe wegen Coronavirus ein

+++ 18.05 Uhr: Polizei und Ordnungsbehörden kontrollieren seit dem Wochenende, ob in Frankfurt die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eingehalten werden. Das erste Fazit fällt positiv aus: Insgesamt hätten die Beamten festgestellt, dass sich der Großteil der Frankfurter Bevölkerung an die Vorgaben hält, teilt die Stadt mit. „Nur vereinzelt stellten die Beamten Zuwiderhandlungen auf Spielplätzen oder in Parkanlagen fest.“ Dies habe man jedoch „kommunikativ“ lösen können. „Die betreffenden Bürgerinnen und Bürger zeigten sich einsichtig“, so die Stadt. 

Coronavirus: Frankfurt verbietet Hamsterkäufe

+++ 16.30 Uhr: Die Stadt Frankfurt geht gegen Hamsterkäufe vor. Laut einer Allgemeinverfügung, die der Magistrat am Montag (23.03.2020) verabschiedete, dürfen in den Frankfurter Geschäften künftig nur noch „haushaltsübliche Mengen“ verkauft werden. Auch soll die Zahl der Menschen, die sich in Geschäften aufhalten dürfen, begrenzt werden - je 20 Quadratmeter darf nur noch ein Kunde in das Geschäft. Zudem darf jeder Kunde in Frankfurt ab sofort nur noch einen Einkaufswagen benutzen.

„Fast alle Frankfurter verhalten sich vorbildlich, haben auch ältere Menschen im Blick, sind respektvoll gegenüber den Supermarkangestellten - doch immer wieder hören wir von Fällen, in denen einige wenige unsolidarisch sind, andere Kunden und teilweise sogar die Angestellten in den Geschäften beschimpfen, wenn diese haushaltsübliche Mengen durchsetzen wollen“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Mit dieser Verfügung wollen wir ganz gezielt die unsägliche Praxis von Hamsterkäufen unterbinden.“

Die neue Regelung gilt vorerst bis Sonntag, 19.04.2020.

Zahl der Coronavirus-Infizierten in Frankfurt steigt

+++ 14.32 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Frankfurt steigt weiter. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration meldete am Montagmittag (23.03.2020) 164 Fälle in der Mainmetropole. Am Sonntag waren es noch 148 Infizierte gewesen. Damit ist der Stadtkreis Frankfurt weiter der am stärksten betroffene Kreis in Hessen. Das ist aber auch in der großen Einwohnerzahl begründet: Bei der Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner) liegt Frankfurt mit 21,6 unter dem Durchschnitt (27,0).

+++ 13.00 Uhr: Die Corona-Krise bringt Verunsicherung und viele Einschränkungen für das öffentliche Leben in Frankfurt. Viele Menschen decken sich deshalb in Hamsterkäufen mit Nudeln und besonders mit Klopapier ein. Einige Onlinehändler versuchen jetzt mit Wucherpreisen unmoralisch Profit aus der Krise zu schlagen.

Ein Händler bietet 72 Rollen des 3-lagigen „premium“-Klopapiers für insgesamt 85,99 Euro an. Das entspricht einem stolzen Preis von rund 1,20 Euro pro Rolle. Im Vergleich dazu kostet eine Rolle Klopapier bei Rewe im Schnitt etwa zwischen 25 und 40 Cent. 

Corona-Pandemie in Frankfurt: Virologin macht Hoffnung bei Coronavirus-Tests

Update von 23.03.2020, 07.54 Uhr: Die Virologin Prof. Sandra Ciesek aus Frankfurt erwartet noch in diesem Monat einfachere und schnellere Tests auf das Coronavirus. „Was die Tests angeht wird sich die Lage bald entspannen“, sagte Ciesek. Verschiedene Firmen hätten schnellere Tests entwickelt, die vielleicht noch im März oder April auf den Markt kämen - zum Beispiel ein System, „mit dem man zum Beispiel in der Notaufnahme in etwa 90 Minuten ein Testergebnis bekommt“. Für die Bewältigung der Krise hält Ciesek ohnehin ein Medikament für die schwer Erkrankten und einen Impfstoff zum Schutz vor Neuinfektionen für wichtiger.

Die 42-Jährige aus Frankfurt ist eine der führenden Forscherinnen für Sars-CoV-2 in Deutschland. In ihrem Labor am Klinikum der Frankfurter Goethe-Universität werden Infizierte getestet, Patienten behandelt und an einem Medikament geforscht. 

Corona-Krise: Kontaktbeschränkung in Frankfurt

+++ 19.40 Uhr: Entgegen der ersten Aussage von Ministerpräsident Volker Bouffier ist es auch Frankfurt, wie in ganz Hessen, erlaubt, dass sich Personen zu zweit in der Öffentlichtkeit aufhalten. Die Hessische Staatskanzlei korrigierte die von Bouffier während einer Pressekonferenz getroffene Aussage.

+++ 18.56 Uhr: Für Frankfurt werden - wie für ganz Hessen - weitgehende Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen verhängt. Wie Ministerpräsident Bouffier am Nachmittag mitteilte, dürfen Frankfurter und Hessen nur noch alleine auf die Straße. So soll eine weitere Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 eingeschränkt werden.

Ausnahmen gelten für Familien, Hausgemeinschaften und Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Wer zusammen lebt, darf sich auch zusammen außerhalb des Hauses bewegen. In einem solchen Fall sei eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 ohnehin kaum zu verhindern, sagte Bouffier. Wer Hilfe braucht, darf mit einer weiteren Person zusammen in die Öffentlichkeit. Ab wann die Auflagen gelten, ist noch nicht klar.

Auch wenn weite Teile der Innenstadt von Frankfurt am Sonntag still lagen, wurde das Mainufer am Nachmittag weiterhin von vielen Menschen für Spaziergänge genutzt. Die Polizei führte bereits Kontrollen durch, um Menschenansammlungen über fünf Personen zu verhindern.

Corona-Pandemie für Menschen mit wenig Geld besonders schwierig

+++ 14.33 Uhr: Für Menschen ohne Geld und Zuhause ist die aktuelle Situation besonders schlimm. Und das aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen fegt die Angst vor einer Infektion die Straßen leer, es gibt deshalb für Bedürftige kaum Möglichkeiten, Flaschen zusammeln oder Geld zu erbetteln. Wenn aber nun eine Ausgangssperre hinzu kommt, wird es für Obdachlosen in Frankfurt besonders schlimm. 

+++ 9.48 Uhr: Während sich die einen im Supermarkt um die letzte Rolle Toilettenpapier balgen, kümmern sich andere um die Menschen, die in diesen Zeit noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben unter das sie aufgrund der Corona-Pandemie flüchten könnten. 

Die Facebook-Initiative "Helferfreunde Frankfurt - Schnelle Hilfe in Notlagen" startet ihre Notversorgung der obdachlosen Menschen in Frankfurt, denn auch die Frankfurter Tafeln leiden unter den Hamsterkäufen. Es kommen immer weniger Spenden für die Bedürftigen zusammen. „Wir haben eine ordentliche Problemlage„, heißt es vonseiten des Vereins für soziale Heimstätten gegenüber fr.de*. Für die sozialen Einrichtungen in der Stadt wird das Einhalten der Hygienestandards eine große Herausforderung. 

Ab 11 Uhr am Sonntag (22.02.2020) verteilen die freiwilligen Helfer Lunchpakete in der ganzen Stadt und verschaffen sich einen Überblick, an welchen Orten in Frankfurt dringend Hilfe benötigt wird. Die Initiative ist auch in den kommenden Tagen und Wochen dringend auf Spenden und Helfer angewiesen. Wer etwas beitragen möchte, kann sich unter helferfreunde-frankfurt@gmx.de anmelden. 

Ausgangssperre aufgrund von Corona-Pandemie in Frankfurt: Herausforderung für soziale Einrichtungen

Update vom Sonntag, 22.3.2020, 06.30 Uhr: Gegen Hamsterkäufe aufgrund der Coronakrise gehen jetzt auch Frankfurter Supermärkte vor. Teils werden die Kunden mit einem Schild am Eingang darauf hingewiesen, dass nur eine Packung Toilettenpapier bzw Küchenrollen einzukaufen erlaubt seien. Auch die Anzahl der Nudelpackungen wurde rationiert. 

+++ 21.3.2020, 19.48 Uhr: Sie ist der Christian Drosten von Frankfurt: Während der Leiter der Virologie der Berliner Charité bundesweit in den Medien ist, arbeitet seine Frankfurter Kollegin Sandra Ciesek lieber im Labor. Auf ihr ruhen große Hoffnungen - nicht nur in Frankfurt.

Ciesek war eine der ersten, die in Deutschland das Virus Sars-CoV-2 analysieren konnte. Die Proben stammten aus dem Rachen der Passagiere, die Anfang Februar von der Luftwaffe aus dem chinesischen Epidemiezentrum Wuhan ausgeflogen wurden. Aus diesen Proben gelang es Cieseks Team Sars-CoV-2 in Zellkulturen anzuzüchten und sie weiter erforschen.

Um ihre Arbeit bei der Suche nach einem Gegenmittel für das Coronavirus zu unterstützen bekam Ciesek gerade 250.000 Euro von der Johanna Quandt Universitäts-Stiftung - bewilligt binnen 24 Stunden, wie die Goethe-Universität berichtete. „Unser Ziel ist es, möglichst zeitnah mit klinischen Studien an Probanden und Patienten zu beginnen“, sagt die 42-jährige Ciesek.

„Niemand auf dieser Welt kann genau sagen, wie sich die Lage weiter entwickelt. Auch der Virologe weiß nicht alles. Aber wir lernen jeden Tag dazu“, sagte sie. „Was das Virus anders macht, ist, dass es neu ist - für unser Immunsystem und für unsere Köpfe.“ Ihr Rat in dieser Zeit: „Hände waschen, Abstand halten, Isolation sind am wichtigsten. Aber Hamsterkäufe bringen uns nicht weiter.“ Ihre größten Hoffnungen ruhen derzeit darauf, dass ein Medikament anschlägt, das bereits auf dem Markt ist – wenn auch für eine andere Krankheit.  

Polizei warnt vor Betrugsmasche mit Coronavirus-Test

Update vom Freitag, 20.03.2020, 19.38 Uhr: Auch Kriminelle wollen vom Coronavirus profitieren. Die Polizei warnt vor einer trickreichen Betrugsmasche im Zusammenhang mit dem Virus. 

Dabei gehen Betrüger von Haus zu Haus und geben sich als Mitarbeiter von Ämtern aus. Sie behaupten, Kontrollen auf Covid-19 durchführen zu wollen. Teilweise sind die Kriminellen mit Schutzkleidung ausgerüstet. 

Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind Betrüger im Schutzanzug* unterwegs.

Frankfurt: Bei Betrug mit Coronavirus-Test Polizei informieren

Ziel der Betrüger ist es, in die Wohnung ihrer Opfer zu gelangen. Dort suchen sie nach Schmuck, Bargeld und Wertgegenständen und versuchen, die zu stehlen.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass es keine unangemeldeten Tests auf das Coronavirus an Haustüren gibt. Insbesondere Senioren sollten vor dieser Masche gewarnt werden. Wenn jemandem falsche Kontrolleure auffallen, sollte sofort die Polizei unter der 110 verständigt werden.

Stadt Frankfurt erlässt Grillverbot wegen Corona

Update vom Freitag, 20.03.2020, 16.31 Uhr: Im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ist das Grillen in Frankfurt an öffentlichen Plätzen ab sofort verboten. Das teilte die Stadt am Freitagnachmittag (20.03.2020) mit. 

Update vom Freitag, 20.03.2020, 15.50  Uhr: Ab Samstagmittag (21.03.2020) bleiben wegen Corona in Frankfurt am Main und ganz Hessen alle Restaurants und Gaststätten geschlossen. Das teilte die Staatskanzlei in Wiesbaden mit. Zudem wurde die Obergrenze für Versammlungen von 100 auf fünf Menschen begrenzt. 

Corona in Frankfurt: Nacht der Museen abgesagt

Update vom Freitag, 20.03.2020, 13.45 Uhr: Die Stadt Frankfurt hat die für den 25.April geplante „Nacht der Museen" auf Grund des Coronavirus abgesagt. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht absehbar, inwieweit die Ausbreitung des Coronavirus bis Ende April eingedämmt werden kann. Wir bedauern die Absage sehr, jedoch steht die Gesundheit aller Beteiligten und unserer Besucherinnen und Besucher an erster Stelle", sagte die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt Ina Hartwig. Die Verlegung der  „Nacht der Museen" auf einen späteren Termin sei möglich, jedoch müsse die Entwicklung der Lage abgewartet werden.

Update vom Freitag, 20.03.2020, 11.18 Uhr: Frankfurt hat die meisten Corona-Infizierten im Bundesland Hessen. Laut Gesundheitsministerium Hessen sind in der Großstadt Frankfurt am Main 95 Menschen (Stand 19.03.2020) positiv auf das Coronavirus getestet* worden, das zur Krankheit Covid-19 führen kann. Insgesamt gibt es in Hessen aktuell 740 Menschen mit Corona. Gestorben an der neuen Erkrankung sind bisher zwei. Hier lesen Sie alle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Hessen

Polizei warnt in Frankfurt vor Betrügern in der Corona-Krise

Update vom Freitag, 20.03.2020, 10.09 Uhr: Die Polizei Frankfurt warnt, dass Betrüger versuchen, sich die Corona-Krise zu Nutzen zu machen. So werden an der Haustüre Corona-Tests angeboten, um in die Wohnungen der Opfer zu gelangen, um Wertgegenstände und Bargeld zu stehlen. 

Corona in Frankfurt: Spieler von Eintracht Frankfurt mit SARS-CoV-2 infiziert

Update vom Freitag, 20.03.2020, 7.15 Uhr: Die Spieler vom Fußball-Bundesliga-Verein Eintracht Frankfurt sind in Quarantäne. Ein Spieler sei am Coronavirus erkrankt, so dass sich nun die komplette Mannschaft und der Betreuerstab in Quarantäne begeben muss. 

Update vom Donnerstag, 19.03.2020, 12.47 Uhr: Der Flughafen Frankfurt wird mehr und mehr zum Parkplatz für abgestellte Flugzeuge. Die Nordwest-Landebahn wird ab Montag, 23.03.2020, gesperrt, um Platz zu machen für Maschinen am Boden. 

Corona in Frankfurt: Der öffentliche Nahverkehr (RMV) ist stark eingeschränkt 

Der RMV hat im Zuge der Corona-Krise* auf den Ferienfahrplan umgestellt. So fahren viele U-, S- und Trambahnen nicht mehr so frequent wie normal. Auch der Nachtverkehr wurde inzwischen eingestellt. Hier lesen Sie alle Entwicklungen im öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt

Hamsterkäufe wegen Corona in Frankfurt: In vielen Supermärkten und Drogerien ist Klopapier ausverkauft

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) hat Stadt und Region Frankfurt fest im Griff. Auch in der Großstadt Frankfurt am Main ist der Ausnahmezustand* wegen der Erkrankung Covid-19 angekommen. Viele Menschen unternehmen Hamsterkäufe in den Supermärkten der Stadt - dabei steht in Zeiten der Epidemie vor allem Klopapier hoch im Kurs. Einlasssperren an Drogeriemärkten sollen den von Medizinern und Virologen empfohlenen Abstand zwischen Kunden gewährleisten. 

Corona in Frankfurt: Restaurants, Geschäfte und Museen sind zu 

Die hohe Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus legt das öffentliche Leben in Frankfurt lahm*. Restaurants haben kürzere Öffnungszeiten, Museen und Geschäften sind bereits von Schließungen betroffen. Auch Spielplätze wurden inzwischen absperrt. 

Corona in Frankfurt: Wenig los am Frankfurt Flughafen 

Massive Auswirkungen hat Corona auf den Flughafen Frankfurt*. Die Lufthansa streicht sein Flugprogramm massiv. Lediglich fünf Prozent der geplanten Flügen finden bis 19. April 2020 statt. Weiter ist geplant die Nordwest-Landebahn zu sperren, um dort abgestellte Lufthansa-Maschinen parken zu können. 

Zwei Corona-Testzentren in Frankfurt: Wo kann ich mich in Frankfurt auf das Coronavirus testen lassen? 

Auf die beiden Corona-Testzentren in Frankfurt gibt es einen großen Ansturm. Viele Frankfurter wollen sich auf die Pandemie Covid-19 testen lassen. 

In Hessen gibt es insgesamt 16 Testzentren, in denen die Kassenärztliche Vereinigung täglich 1200 bis 1500 Corona-Test durchführt. 

Die Center sind lediglich für die Menschen gedacht, die von der Kassenärztlichen Vereinigung dorthin geschickt wurden.

Corona in Frankfurt: Wie kann ich mich testen lassen?  

Bevor man sich auf das SARS-CoV-2 testen lassen kann, muss man zwingend die Kassenärztliche Vereinigung (KV) unter Telefon 116 117 anrufen. Die Verantwortlichen dort entscheiden, ob ein Test sinnvoll ist. Das Ergebnis ist in der Regel nach 24 Stunden da. Die Gesundheitsämter teilen das Ergebnis im Normalfall mit. 

Wann ist ein Test auf Corona in Frankfurt sinnvoll? 

Indes sind die Tests laut Experten nur dann sinnvoll, wenn eine Indikation vorliegt. Wer sich testen lassen kann, entscheidet der Hausarzt, der Ärztliche Bereitschaftsdienst (Telefonnummer 116 117) und die Verantwortlichen der hessischen Corona-Hotline (Telefonnummer 0800 555 4 666). Grundsätzlich sind Tests sinnvoll für Patienten, die Kontakt zu Covid-19-Infizierten hatten oder in einem Corona-Risiko-Gebiet waren. 

Corona in Frankfurt am Main: Die wichtigsten Telefonnummern und Kontaktadressen für den Notfall 

  • Für Informationen zum Coronavirus steht die Hotline des Landes Hessen täglich von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung unter der kostenlosen Rufnummer 0800-555 466 6  
  • Die landesweite Rufnummer gilt auch für die Bürger und Bürgerinnen derStadt Frankfurt am Main. Für die Mainmetropole gibt es keine separate Hotline, um sich über Corona zu informieren. 

Frankfurt am Main ist mit 753.056 Einwohnern die größte Stadt in Hessen und auf Platz 5 der größten Städte in Deutschland. Rund 380.000 Menschen pendeln laut der Bundesagentur für Arbeit täglich zusätzlich in die Großstadt am Main. 

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Auch Promis und Stars haben sich mit dem Virus infiziert. Wer bereits positiv getestet wurde, zeigt unser Ticker.

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Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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