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Corona: Aktuelle Fallzahlen aus Hessen – Kita-Notbetreuung ausgebaut

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  • Melanie Gottschalk
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In Hessen sind 246 Menschen an den Folgen von Corona gestorben. Alleinerziehende können ihre Kinder jetzt in die Kita-Notbetreuung bringen. Der News-Ticker.

  • Corona-Pandemie* in Hessen: Zahl der Infizierten steigt auf 7.228 – 246 Menschen an Covid-19 gestorben
  • Corona-Krise in Hessen: Die Entwicklungen vom April
  • Das Land Hessen schafft in Zuge der Corona-Krise das Sitzenbleiben in Schulen ab

+++ 14.20 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich weiter in Hessen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die tagesaktuellen Zahlen der Infektionen veröffentlicht. Demnach sind am Montag (20.04.2020, Stand 14 Uhr) 7.228 Menschen in Hessen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 81 Fälle mehr als am Sonntag (19.04.2020).

Die Zahl der bestätigten Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg in den letzten 24 Stunden um 15 Fälle auf 246.

  • Landkreis Bergstraße - Infizierte: 288, Todesfälle 2
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg - Infizierte: 335, Todesfälle 11
  • Landkreis Fulda - Infizierte 291, Todesfälle 8
  • Landkreis Gießen - Infizierte 197, Todesfälle 2
  • Landkreis Groß-Gerau - Infizierte 359, Todesfälle 3
  • Landkreis Hersfeld-Rotenburg - Infizierte 194, Todesfälle 20
  • Hochtaunuskreis - Infizierte 222, Todesfälle 4
  • Landkreis Kassel - Infizierte 260, Todesfälle 17
  • Lahn-Dill-Kreis - Infizierte 318, Todesfälle 11
  • Landkreis Limburg-Weilburg - Infizierte 235, Todesfälle 2
  • Main-Kinzig-Kreis - Infizierte 479, Todesfälle 18
  • Main-Taunus-Kreis - Infizierte 218, Todesfälle 4
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf - Infizierte 179, Todesfälle 1
  • Odenwaldkreis - Infizierte 252, Todesfälle 36
  • Landkreis Offenbach - Infizierte 397, Todesfälle 17
  • Rheingau-Taunus-Kreis - Infizierte 187, Todesfälle 3
  • Schwalm-Eder-Kreis 422, Todesfälle 23
  • Vogelsbergkreis - Infizierte 110, Todesfälle 5
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg - Infizierte 137, Todesfälle 3
  • Werra-Meißner-Kreis - Infizierte 122, Todesfälle 7
  • Wetteraukreis - Infizierte 243, Todesfälle 7
  • Stadt Darmstadt - Infizierte 159, Todesfälle 4
  • Stadt Frankfurt am Main - Infizierte 1079, Todesfälle 20
  • Stadt Kassel - Infizierte 194, Todesfälle 5
  • Stadt Offenbach – Infizierte 70, Todesfälle 4
  • Stadt Wiesbaden – Infizierte 281, Todesfälle 9
  • Corona in Hessen: Notbetreuung für Alleinerziehende

    +++13.25 Uhr: Ab dem heutigen Montag (20.04.2020) haben in Hessen auch berufstätige Alleinerziehende Anspruch auf die Kita-Notbetreuung. Damit sollen alleinerziehende Eltern, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammenleben, in der Corona-Krise entlastet werden. 

    Der Beruf spiele dabei keine Rolle mehr. „Voraussetzung ist, dass sie berufstätig sind oder gerade eine Aus- oder Fortbildung machen", sagte die Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber in einer Videobotschaft. 

    Corona: Universitäten in Hessen starten in ein außergewöhnliches Sommersemester

    +++ 11:52 Uhr: Am Montag (20.04.2020) starten die hessischen Universitäten in ein ganz besonderes Semester. Wegen der Corona-Krise soll das Sommersemester 2020 komplett präsenzlos und digital ablaufen. Mindestens bis Anfang Juni „wird bei uns die Lehre komplett virtuell ablaufen“, sagte beispielsweise die Präsidentin der Frankfurter Goethe-Universität, Birgitta Wolff. 

    Auch unter anderem die Technische Universität (TU) in Darmstadt, die Justus-Liebig-Universität in Gießen, die Philipps-Universität in Marburg oder die Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden gaben den zunächst ausschließlichen Umstieg auf digitale Lehre bekannt. Das kommende Semester wird wohl für alle ein Ausnahme-Semester. Besonders auch, weil das pulsierende Leben auf dem Campus, Ersti-Partys und Lerngruppen genauso zum Studieren gehören, wie die Vorlesungen und Seminare. Nur nicht in diesem Semester.

    Der Präsident der Gießener Universität, Joybrato Mukherjee, informierte Studierende und Mitarbeiter auch per Videobotschaft: „Wir haben es diesmal nicht nur mit einem universitären Notstand zu tun. Wir befinden uns in einem gesamtgesellschaftlichen Ausnahmezustand.“

    Corona in Hessen: Heizungsbauer Viessmann stellt Beatmungsgeräte her

    Update vom Montag, 20.04.2020, 11.39 Uhr: Der Heizungsbauer Viessmann hat einen Teil seiner Produktion umgestellt, um in der Corona-Krise dringend benötigte Beatmungsgeräte herzustellen. Innerhalb weniger Tage sei eine Produktionslinie für Gas-Wandgeräte am Unternehmenssitz im nordhessischen Allendorf (Eder) zur Herstellung der intensivmedizinischen Geräte umgebaut worden, teilte Viessmann am Montag mit. Nach der noch nicht erfolgten Sonderzulassung des auch mobil einsetzbaren Geräts sei eine Produktion von 600 Stück pro Tag möglich.

    Corona in Hessen: Der Hessische Industrie- und Handelskammertag begrüßt die Möglichkeit auch größere Geschäfte zu öffnen

    +++ 21.23 Uhr: Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) zeigt sich erfreut über die Lockerung der Corona-Maßnahmen in Hessen. Die Landesregierung von Hessen hatte am Wochenende entschieden, die Öffnung von größeren Geschäften ab Montag (20.04.2020) zu erlauben, wenn diese einen Teil ihrer Fläche abtrennen und so die Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter reduzieren.

    „Die schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen sind ein ermutigendes Zeichen für Hessens Wirtschaft“, sagt HIHK-Geschäftsführer Robert Lippmann. „Ausschlaggebend für die Freigaben muss die Einhaltung der bestehenden Hygiene- und Abstandsregelungen sein, nicht die Geschäftsgröße.“

    Kritik an der Entscheidung zur Ladenöffnung trotz Corona äußert derweil die Gewerkschaft Verdi. Bernhard Schiederig, Fachbereichsleiter Handel von Verdi in Hessen, spricht von einer Regelung „durch die Hintertür“: „Ganz besonders spannend dürfte es werden, wer die Einhaltung der Hygienevorgaben gerade in Einkaufszentren kontrollieren wird. Denn dort dürfen jetzt alle Geschäfte öffnen, und auf den ‚Wandelgängen‘ tummeln sich dann massenhaft die Kund*innen“, sagt Schiederig.

    Coronavirus in Hessen: Zahl der Infizierten steigt weiter stark an – Mehr als 200 Tote

    +++ 15.28 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich weiter in Hessen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die tagesaktuellen Zahlen der Infektionen veröffentlicht. Demnach sind am Sonntag (19.04.2020, Stand 11.30 Uhr) 7147 Menschen in Hessen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 164 Fälle mehr als am Vortag (Samstag, 18.04.2020).

    Die Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg auf 231. Das ist ein Anstieg von 17 innerhalb von 24 Stunden.

  • Landkreis Bergstraße - Infizierte: 288, Todesfälle 2
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg - Infizierte: 336, Todesfälle 11
  • Landkreis Fulda - Infizierte 290, Todesfälle 8
  • Landkreis Gießen - Infizierte 198, Todesfälle 2
  • Landkreis Groß-Gerau - Infizierte 358, Todesfälle 3
  • Landkreis Hersfeld-Rotenburg - Infizierte 192, Todesfälle 19
  • Landkreis Hochtaunuskreis - Infizierte 222, Todesfälle 4
  • Landkreis Kassel - Infizierte 257, Todesfälle 13
  • Landkreis Lahn-Dill-Kreis - Infizierte 318, Todesfälle 10
  • Landkreis Limburg-Weilburg - Infizierte 234, Todesfälle 2
  • Landkreis Main-Kinzig-Kreis - Infizierte 478, Todesfälle 16
  • Landkreis Main-Taunus-Kreis - Infizierte 218, Todesfälle 4
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf - Infizierte 179, Todesfälle 1
  • Landkreis Odenwaldkreis - Infizierte 244, Todesfälle 36
  • Landkreis Offenbach - Infizierte 395, Todesfälle 15
  • Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis - Infizierte 187, Todesfälle 3
  • Landkreis Schwalm-Eder-Kreis 422, Todesfälle 23
  • Landkreis Vogelsbergkreis - Infizierte 109, Todesfälle 4
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg - Infizierte 131, Todesfälle 2
  • Landkreis Werra-Meißner-Kreis - Infizierte 122, Todesfälle 5
  • Landkreis Wetteraukreis - Infizierte 241, Todesfälle 7
  • Stadt Darmstadt - Infizierte 137, Todesfälle 3
  • Stadt Frankfurt am Main - Infizierte 1052, Todesfälle 20
  • Stadt Kassel - Infizierte 193, Todesfälle 5
  • Stadt Offenbach – Infizierte 69, Todesfälle 4
  • Stadt Wiesbaden - Infizierte 277, Todesfälle 9
  • Die Stadt Frankfurt als einzige Stadt in Hessen über 1000 Corona-Infizierte zu vermelden. 269 Menschen befinden sich derzeit zur Behandlung im Krankenhaus. Die Meisten an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorbenen Menschen gibt es immer noch im Odenwaldkreis, dort starben bisher 36 Personen.

    Coronavirus in Hessen: Aus Angst vor Corona nicht zum Arzt – Spätfolgen können gravierend sein

    Update vom Sonntag, 19.04.2020, 14.22 Uhr: Das Coronavirus versetzt viele Menschen in Hessen in Angst. So sehr, dass einige lieber auf den Arztbesuch verzichten aus Angst, sich anstecken zu können. Das ist jedoch gefährlich, warnt Claudia Fremder vom Vorstand der Stiftung des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes. Vor allem für Krebs-, Schlaganfall- und Herzpatienten oder psychisch Kranke können die Spätfolgen gravierend ausfallen.

    „Es ist ganz wichtig zu wissen: Es ist Platz in den Krankenhäusern und es ist das Personal da“, betont Claudia Fremder. Besonders unterstreicht sie außerdem, dass gerade psychische Erkrankungen gerne bagatellisiert würden. Aber auch Menschen mit psychischen Krankheiten sollen während der Corona-Pandemie weiter ärztliche Hilfe aufsuchen, denn „die können unbehandelt genauso zu Invalidisierung führen“.

    Corona-Krise: Hessen schafft in Schulen das Sitzenbleiben ab

    +++ 18.06 Uhr: Dass die Corona-Krise tatsächlich auch sein Gutes haben kann, erfahren nun einige Schüler in Hessen. Denn: Das Land Hessen schafft das Sitzenbleiben ab - zumindest für ein Jahr. Aufgrund der langen Schulpause durch die Corona-Pandemie seien Leistungsbewertungen nur eingeschränkt möglich, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). 

    Eine Ausnahme gibt es jedoch. Wer vor des Lockdowns auf der Kippe stand, darf freiwillig sitzen bleiben. Auf diese Möglichkeit würden Eltern in Beratungsgesprächen hingewiesen.

    Schon seit dem 16. März findet kein Unterricht mehr statt. Zwar öffnen die Schulen ab dem 27. April wieder schrittweise. Dennoch dürfte es noch eine lange Zeit Einschränkungen geben. Zunächst werden nur Abschlussjahrgänge sowie die Klassen 4 und 12 starten, die Klassengröße soll auf 15 Personen reduziert werden.

    Corona in Hessen: Aktuelle Fallzahlen - Frankfurt ist besonders schwer betroffen

    +++ 15.10 Uhr: Auch in ganz Hessen ist die Zahl der Corona-Infizierten gestiegen. Wie das Sozialministerium am Samstag in Wiesbaden mitteilte (Stand: 14 Uhr), sind mittlerweile 6.983 Fälle nachgewiesen - das sind 160 Patienten mehr als am Vortag. 

    Zudem stiegen auch die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 verursachten Todesfälle in Hessen um sieben auf 214. Frankfurt ist als größte Stadt in Hessen bisher am stärksten von Corona-Infektionen betroffen. Nach Angaben des Sozialministeriums ist hier bei derzeit 1.022 Menschen eine Infektion nachgewiesen worden. 

    Corona in Hessen: Studenten sollen Soforthilfe erhalten - und müssen nichts zurückzahlen 

    Update vom Samstag, 18.04.2020, 13.28 Uhr: Um durch die Corona-Krise in Not geratene Studenten zu unterstützen, hat das Land Hessen gemeinsam mit den fünf hessischen Studierendenwerken schnelle Hilfe angekündigt. So stünden kurzfristig 250.000 Euro für die Nothilfefonds der Studierendenwerke bereit, teilte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) am Samstag in Wiesbaden mit. 

    Der Grund liegt auf der Hand. Viele Studenten haben ihren Lebensunterhalt bisher ganz oder teilweise über eine Nebentätigkeit finanziert. Die Mittel stammten aus dem mit dem Haushalt 2020 erhöhten Landeszuschuss an die Werke. Nun sollen die Betroffenen einen einmaligen Zuschuss von maximal 200 Euro bekommen. Und: Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. 

    „In der aktuellen Krise fallen viele typische Jobs für Studierende weg, etwa das Kellnern in Cafés und Bars“, erklärte Dorn die Maßnahme. Weil es noch keine bundesweite Lösung für solche Notlagen gebe wie jetzt in der Corona-Krise, sollten jetzt schnelle Hilfen den Studentinnen und Studenten etwas Zeit geben, sich anderweitig um Finanzierungsquellen zu bemühen. Für die Auszahlung der Soforthilfe sorgen die hessischen Studierendenwerke

    Corona in Hessen: Schulprüfungen verschoben – Viele Patienten bei Frankfurt in Beatmung 

    +++ 18.09 Uhr: Gute Nachrichten für Hessens Schüler und Schülerinnen an Haupt- und Realschulen. Dort werden wegen des Coronavirus die Abschlussprüfungen verschoben. Nach Angaben des Kultusministeriums waren die Prüfungen zwei Wochen früher geplant gewesen.

    Jetzt sollen sie in Hessen zwischen dem 25. und 29. Mai stattfinden. Ursprünglich lagen die Termine für die Abschlussprüfungen zwischen dem 14. und 19. Mai. Der Unterricht an Schulen in Hessen soll ab dem 27. April schrittweise wieder aufgenommen werden. Zuerst sollen die Abschlussjahrgänge und die vierten Klassen der Grundschulen wieder in den Unterricht.

    Corona in Hessen: Hohe Zahl beatmungspflichtiger Patienten in Frankfurt und Offenbach

    +++ 17.51 Uhr: Wegen einer hohen Zahl von beatmeten Patienten im Raum Frankfurt-Offenbach erhöht das Land Hessen dort die Kapazitäten für die Versorgung von Covid-19-Patienten. „Dies unterstreicht, dass es keine Entwarnung gibt: Das Virus ist weiterhin vorhanden und es hat jedes Potenzial, Menschen zu infizieren und lebensbedrohlich erkranken zu lassen“, sagte Sozialminister Kai Klose am Freitag in Wiesbaden. Aufgrund der hohen Zahl der beatmungspflichtigen Patienten habe das Versorgungsgebiet Frankfurt-Offenbach Stufe 2 des vierstufigen Systems erreicht.

    Der Stufenplan des Landes Hessen sieht vier Stufen vor, die sich an Kriterien wie der Bettenkapazitäten für Beatmungspatienten, orientieren. Bisher befanden sich alle sechs hessischen Versorgungsgebiete in der Stufe 1. Stufe 2 gilt laut Klose unter anderem, wenn 50 Prozent der Gesamtkapazität der Kliniken belegt sind, die aufgrund ihrer Intensiv- und Beatmungsplätze als „Level-I-Häuser“ gelten. Mit dem Ausrufen der Stufe 2 müssen im Versorgungsgebiet zusätzliche Intensiv- und Beatmungskapazitäten aufgebaut werden. Außerdem werde die Verlegung von Patienten in andere Versorgungsgebiete geplant.

    Corona in Hessen: Demo in Gießen darf stattfinden - unter Auflagen

    +++ 17.03 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie haben in Gießen mehrere Menschen unter Auflagen demonstriert. Die Polizei zählte am Freitagnachmittag (17.04.2020) zwischen 40 und 50 Teilnehmer bei der Kundgebung unter dem Motto „Gesundheit stärken statt Grundrechte schwächen - Schutz vor Viren, nicht vor Menschen“. Die Teilnehmer hielten sich dabei an die Auflagen, wie eine Polizeisprecherin berichtete.

    Die Stadt hatte die Demo zunächst mit Blick auf die Corona-Beschränkungen verboten, musste diese Entscheidung nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes aber überprüfen. Die Stadt erlaubte danach die Demo auf dem Rathausvorplatz unter Auflagen - die der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel (VGH) nach einer Klage der Veranstalter am Freitag in mehreren Punkten änderte.

    Die Kommune hatte angeordnet, dass die Kundgebung nur eine Stunde dauern dürfe und die Teilnehmerzahl auf 15 zu begrenzen sei. Außerdem sollten die Demonstranten einen Mindestabstand von 1,5 Metern halten und einen Mundschutz tragen. Der VGH entschied dagegen, dass die Kundgebung vier Stunden dauern und auf dem gesamten Platz abgehalten werden dürfe. Die Richter erlaubten zudem maximal 50 Teilnehmer.

    Corona in Hessen: Drei Infizierte in Flüchtlingsunterkunft

    +++ 16.48 Uhr: In einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Vilbel (Wetteraukreis) sind drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Unterkunft mit ihren insgesamt 77 Bewohnern werde unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt, teilte der Wetteraukreis mit. 

    Die positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen würden in separaten Appartements untergebracht. Die ärztliche Betreuung und die Versorgung mit Lebensmitteln sei gewährleistet, hieß es weiter. 

    Land Hessen greift Vereinen in der Corona-Krise unter die Arme

    +++ 15.34 Uhr: Das Land Hessen will Vereine und Initiativen, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden, mit einem millionenschweren Soforthilfe-Programm in der Corona-Krise unterstützen. Einzelheiten wird Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag (20.04.2020, 15.30 Uhr) bei einer digitalen Pressekonferenz erläutern. 

    „Viele gemeinnützige und auf ehrenamtlichem Engagement aufbauende Vereine und Initiativen sind aufgrund der Corona-Beschränkungen in ihrer Existenz gefährdet", teilte die Staatskanzlei Hessen mit. Das gelte etwa für Sportvereine, Kulturvereine- und initiativen und alle anderen Vereine mit bürgerschaftlichem Engagement in Hessen. Hier wolle das Land helfen.

    Verkürzung der Sommerferien wegen Corona in Hessen kein Thema

    +++ 15.20 Uhr: Eine Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Krise steht in Hessen derzeit nicht auf der Agenda. Das teilte ein Sprecher von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Freitag (17.04.2020) in Wiesbaden mit. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hatte eine Verkürzung der sechswöchigen Ferien ins Gespräch gebracht. 

    „Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen“, sagte Schäuble der „Augsburger Allgemeinen“. Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen, so der CDU-Politiker.

    Alles zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Schulen und Kitas lesen Sie in unserem News-Ticker.

    Zahl der Coronavirus-Infizierten in Hessen steigt um 233

    +++ 14.05 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich weiter in Hessen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die tagesaktuellen Zahlen der Infektionen veröffentlicht. Demnach sind am Freitag (17.04.2020, Stand 14 Uhr) 6823 Menschen in Hessen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 233 Fälle mehr als am Vortag (Donnerstag, 16.04.2020).

    Die Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg auf 207 - ein Anstieg von 15 Fällen im Vergleich zum Donnerstag. 

  • Landkreis Bergstraße - Infizierte: 284, Todesfälle 1
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg - Infizierte: 324, Todesfälle 10
  • Landkreis Fulda - Infizierte 285, Todesfälle 8
  • Landkreis Gießen - Infizierte 189, Todesfälle 1
  • Landkreis Groß-Gerau - Infizierte 336, Todesfälle 3
  • Landkreis Hersfeld-Rotenburg - Infizierte 185, Todesfälle 10
  • Landkreis Hochtaunuskreis - Infizierte 218, Todesfälle 3
  • Landkreis Kassel - Infizierte 235, Todesfälle 13
  • Landkreis Lahn-Dill-Kreis - Infizierte 315, Todesfälle 10
  • Landkreis Limburg-Weilburg - Infizierte 229, Todesfälle 1
  • Landkreis Main-Kinzig-Kreis - Infizierte 432, Todesfälle 15
  • Landkreis Main-Taunus-Kreis - Infizierte 211, Todesfälle 4
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf - Infizierte 176, Todesfälle 1
  • Landkreis Odenwaldkreis - Infizierte 231, Todesfälle 31
  • Landkreis Offenbach - Infizierte 378, Todesfälle 15
  • Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis - Infizierte 184, Todesfälle 3
  • Landkreis Schwalm-Eder-Kreis 405, Todesfälle 22
  • Landkreis Vogelsbergkreis - Infizierte 104, Todesfälle 4
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg - Infizierte 130, Todesfälle 2
  • Landkreis Werra-Meißner-Kreis - Infizierte 114, Todesfälle 5
  • Landkreis Wetteraukreis - Infizierte 215, Todesfälle 6
  • Stadt Darmstadt - Infizierte 131, Todesfälle 2
  • Stadt Frankfurt am Main - Infizierte 999, Todesfälle 20
  • Stadt Kassel - Infizierte 180, Todesfälle 5
  • Stadt Offenbach – Infizierte 62, Todesfälle 4
  • Stadt Wiesbaden - Infizierte 271, Todesfälle 8

  • Corona in Hessen: Erster Todesfall im Kreis Gießen – Handelsverband kritisiert Ladenöffnungen

    +++ 11.25 Uhr: Traurige Nachricht aus dem Landkreis Gießen. Dort ist der erste Todesfall zu verzeichnen, der mit dem Coronavirus in Zusammenhang steht. Das geht laut Angaben der Gießener Allegmeinen Zeitung aus der täglich veröffentlichten Liste des Kreises hervor. 

    Update vom Freitag, 17.04.2020, 11.02 Uhr: Ab Montag sollen in Hessen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter und unabhängig davon auch Autohändler, Fahrradläden und Buchhandlungen wieder öffnen dürfen. Während das die Kunden freuen dürfte, sind nicht alle in Wirtschaft und Industrie damit einverstanden. So kritisierte der Handelsverband Hessen, dass bei der Lockerung nach Verkaufsfläche oder Branche entschieden wird. „Alle Geschäfte sollten ihre Räume wieder öffnen dürfen, in denen die Anzahl der Kunden begrenzt und der Abstand von Personen gewährleistet werden können“, sagte der Präsident des Verbands Jochen Ruths gegenüber der FR*.

    Der Verband begrüße es zwar, dass erste Öffnungen erlaubt sind. Es müsse aber berücksichtigt werden, dass in großflächigen Betrieben Abstände wesentlich leichter eingehalten werden können. „Wir fordern auf dieser Grundlage eine diskriminierungsfreie Wiederöffnung der Geschäfte“, sagte Ruths.

    Corona in Hessen: Behandlungszentren sollen Testzentren ablösen

    +++ 19.09 Uhr: In zwei großen Städten in Hessen soll der öffentliche Personennahverkehr wieder ausgeweitet werden. Statt nach ausgedünnten Fahrplänen fahren Busse .nd Bahnen in Wiesbaden und Frankfurt ab kommenden Montag (20.04.2020) wieder häufiger, nämlich nach Ferienfahrplan.

    Samstag und Sonntag soll in der größten Stadt in HessenFrankfurt - der Sonntagsfahrplan weiterhin gelten. Auch der Nachtverkehr bleibt ausgesetzt. Aber Montag bis Freitag werden die Busse und Bahnen nahezu normal fahren. Lediglich eine Einschränkung von fünf Prozent weniger Fahrten der U- und Straßenbahnen soll es in Frankfurt geben, außerdem sieben Prozent weniger Busfahrten.

    In Wiesbaden fuhren die Busse bislang nach Samstagplan. Ab sofort gelte Wochentags Sonntag der reguläre Ferienplan, auch würden alle verfügbaren Gelenkbusse eingesetzt, teilte Hessens Landeshauptstadt mit. So wolle man der zu erwartenden steingenden Nachfrage aufgrund der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen entgegen kommen.

    Hessen entscheidet über Notbetreuung für Alleinerziehende

    +++17.18 Uhr: Das Land Hessen entscheidet über eine weitere Öffnung der Notbetreuung. Demnach sollen alleinerziehende Eltern grundsätzlich einen Anspruch auf eine Notbetreuung ihrer Kinder in der Corona-Krise haben. Der Beruf spiele dabei keine Rolle mehr, sagte Hessens Ministerpräsident Bouffier am Donnerstag in Wiesbaden. 

    Über die weiteren möglichen Berufstätigen, die ihre Kinder in Kita-Gruppen geben können, werde noch entschieden. Das Ziel sei es weiterhin, diese Kontakte so gering wie möglich zu halten, erklärte der hessische Sozialminister Kai Klose.

    Hessen will ein landesweites Netz mit Corona-Behandlungszentren aufbauen

    +++16.32 Uhr: Hessen will ein landesweites Netz von Covid-19-Behandlungszentren aufbauen. Das teilte Hessens Sozialminister Kai Klose am Donnerstag (16.04.2020) mit. „Dort sollen vor allem die Menschen behandelt werden können, die nur leichte oder milde Symptomatik zeigen, damit sie gar nicht erst in die stationäre Versorgung kommen, die wir für die schweren Fälle freihalten wollen.“

    Nach den Worten von Klose ist die Phase der Corona-Testzentren, die es bislang gab, allmählich vorbei. An ihre Stelle sollten dann die Behandlungszentren treten, von denen es mehr geben solle als die bislang 16 Testzentren. Im Moment werde gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung ausgewählt, wo diese Covid-19-Praxen sein könnten.

    Corona in Hessen: Die aktuellen Fallzahlen

    +++14.47 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich weiter in Hessen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die tagesaktuellen Zahlen der Infektionen veröffentlicht. Demnach sind am Donnerstag (16.04.2020, Stand 14 Uhr) 6590 Menschen in Hessen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 256 Fälle mehr als am Vortag (Mittwoch, 15.04.2020).

    Die Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg auf 192. Ein Anstieg von 18 Fällen im Vergleich zum Mittwoch. 

    • Landkreis Bergstraße - Infizierte: 281, Todesfälle 1
    • Landkreis Darmstadt-Dieburg - Infizierte: 315, Todesfälle 7
    • Landkreis Fulda - Infizierte 282, Todesfälle 81
    • Landkreis Gießen - Infizierte 188, Todesfälle 0
    • Landkreis Groß-Gerau - Infizierte 332, Todesfälle 3
    • Landkreis Hersfeld-Rotenburg - Infizierte 184, Todesfälle 10
    • Landkreis Hochtaunuskreis - Infizierte 217, Todesfälle 3
    • Landkreis Kassel - Infizierte 227, Todesfälle 13
    • Landkreis Lahn-Dill-Kreis - Infizierte 309, Todesfälle 10
    • Landkreis Limburg-Weilburg - Infizierte 225, Todesfälle 1
    • Landkreis Main-Kinzig-Kreis - Infizierte 402, Todesfälle 12
    • Landkreis Main-Taunus-Kreis - Infizierte 204, Todesfälle 4
    • Landkreis Marburg-Biedenkopf - Infizierte 175, Todesfälle 1
    • Landkreis Odenwaldkreis - Infizierte 220, Todesfälle 31
    • Landkreis Offenbach - Infizierte 368, Todesfälle 15
    • Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis - Infizierte 179, Todesfälle 3
    • Landkreis Schwalm-Eder-Kreis 387, Todesfälle 20
    • Landkreis Vogelsbergkreis - Infizierte 102, Todesfälle 4
    • Landkreis Waldeck-Frankenberg - Infizierte 124, Todesfälle 2
    • Landkreis Werra-Meißner-Kreis - Infizierte 106, Todesfälle 3
    • Landkreis Wetteraukreis - Infizierte 214, Todesfälle 6
    • Stadt Darmstadt - Infizierte 123, Todesfälle 1
    • Stadt Frankfurt am Main - Infizierte 935, Todesfälle 19
    • Stadt Kassel - Infizierte 164, Todesfälle 4
    • Stadt Offenbach – Infizierte 59, Todesfälle 3
    • Stadt Wiesbaden - Infizierte 268, Todesfälle 8

    Ein durch den Odenwaldkreis bestätigter Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 wird bisher noch nicht in der Statistik des Sozialministeriums aufgeführt. 

    Corona in Hessen: Weitere Todesfälle im Odenwaldkreis

    +++ 14.20 Uhr: Der Odenwaldkreis meldet wieder einen starken Anstieg der Corona-Infektionen im Kreis. Am Donnerstagmittag (16.04.2020) sind 220 (+16) Infektionen mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 bestätigt. 

    Drei weitere Menschen sind nach angaben des Kreises in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Zwei von ihnen haben im Pflegeheimen gewohnt. Eine der verstorbenen Personen war über 90 Jahre alt, die anderen beiden zwischen 80 und 89. Alle drei hatten Vorerkrankungen.

    Der Odenwaldkreis ist nach wie vor der Landkreis in Hessen, der die meisten Todesfälle verzeichnen musste. Insgesamt 32 (+3) Personen sind hier nach einer Corona-Erkrankung gestorben, 23 von ihnen kommen aus Pflegeheimen.

    Coronavirus: Der Handelsverband Hessen kritisiert die Lockerungen im Einzelhandel

    +++ 11.21 Uhr: Der Einzelhandel in Hessen sieht die angekündigten Bedingungen für eine Wiedereröffnung von Läden in der Corona-Krise kritisch. „Die schrittweise Rückkehr zum Geschäftsbetrieb sollte für den gesamten Einzelhandel und nicht nur für einen Teil davon ermöglicht werden“, sagt Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands in Wiesbaden. 

    Lockerungen der Corona-Verordnung sollten aus Sicht des Handelsverbands einheitlich festgelegt werden und  nicht nach Betriebsgröße, Verkaufsfläche oder Einzelhandelsbranchen differenzieren. Dies verursache Wettbewerbsverzerrungen und Rechtsunsicherheit. 

    Der Hessische Handelsverband hat auch bereits einen 4-Phasen Plan für eine Exit-Strategie der Wirtschaft in Hessen aus den Corona-Beschränkungen erarbeitet. Dieser kann allerdings erst umgesetzt werden, wenn es die Erfordernisse des Infektionsschutzes erlauben. 

    Corona in Hessen: Ohne Schutzkleidung behandelt? Angehörige erhebt schwere Vorwürfe gegen Pflegeheim

    +++ 09.46 Uhr: Corona im Werra-Meißner-Kreis in Hessen: Die Tochter eines Bewohners des Seniorenzentrums Nettling erhebt in der Corona-Krise schwere Vorwürfe gegen die geschäftsführende Heimleitung*: Da werde „schlampig gearbeitet“. Ihr Vater sei ohne Schutzausrüstung behandelt worden. 

    Nachdem der Mann von einer Alltagsbetreuerin besucht worden war, bei der später die Infizierung mit Covid-19 festgestellt worden sei, wurde auch bei dem 87-Jährigen das Coronavirus nachgewiesen. Die Leitung des Heims weist die Vorwürfe zurück.

    Kitas in Hessen bleiben wegen der Coronavirus-Pandemie weiter geschlossen

    +++ 07.06 Uhr: Die Kitas in Hessen werden wegen der Coronavirus-Pandemie noch eine ganze Zeit geschlossen bleiben müssen, kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier an. Es sei aber geplant, die Notbetreuung weiter auszubauen. 

    Bislang gilt dieses Angebot für Kita-Kinder sowie Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, wenn ihre Eltern bestimmten Berufsgruppen angehören. Das sind unter anderem Polizisten, Altenpfleger oder Richter. 

    Zuletzt war in Hessen die Notbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern aus dem Gesundheitswesen in der Corona-Krise schon zusätzlich ausgeweitet worden. Für diese Kinder ist auch an Wochenenden und Feiertagen ein Angebot vorhanden.

    Corona in Hessen: Geschäfte im Einzelhandel sollen wieder öffnen

    Update vom Donnerstag, 16.04.2020, 06.25 Uhr: Für den Einzelhandel in Hessen sind Lockerungen der Corona-Regeln angekündigt. Die Landesregierung will dazu in den kommenden Tagen Details nennen. Unklar ist zum Beispiel, an welchem Tag genau Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter wieder öffnen dürfen. 

    Über die aktuelle Lage im Gesundheitswesen in Hessen will Sozialminister Kai Klose (Grüne) an diesem Donnerstag ab 14 Uhr informieren. Gemeinsam mit der Professorin Sandra Ciesek vom Universitätsklinikum Frankfurt wird der Minister eine digitale Pressekonferenz geben. Die Medizinerin ist Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie.

    Corona in Hessen: Stadt führt Mundschutzpflicht ein

    +++ 20.18 Uhr: Erst vor Kurzem hat sich das Land Hessen mit der Bundesregierung geeinigt, wie es in der Corona-Krise weitergehen soll. Und schon reagieren die Städte auf die Empfehlungen: Hanau hat nun die Mundschutzpflicht* eingeführt.

    „Die dringende Empfehlung der Bundes- und Landesregierung, sich mit einem Mund-Nasen-Schutz verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll in der Öffentlichkeit zu verhalten, haben wir dahingehend erweitert, dass ab Montag in Hanau jeder, der ein Ladengeschäft betritt, eine solche Behelfs- oder Alltagsmaske tragen muss“, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

    Die Regelung gilt nicht nur für Geschäfte, auch im öffentlichen Personenverkehr muss Mundschutz getragen werden.

    Coronavirus in Hessen: Friseure dürfen öffnen

    +++ 18.22 Uhr: Friseure in Hessen sollen in der Corona-Krise am 4. Mai wieder öffnen dürfen.

    +++ 18.17 Uhr: Bouffier empfiehlt, an allen Orten, an denen Menschen eng aufeinandertreffen, Schutzmasken zu tragen. In Schulbussen könne das besonders sinnvoll sein.

    Corona in Hessen: Kontaktverbot ausgeweitet – einige Regeln gelockert

    +++ 18.09 Uhr: Schulen in Hessen sollen ab dem 27. April für Abschlussklassen wieder öffnen. Die Grundschulen werden jedoch die letzten Schulen sein, die öffnen dürfen. Die Notbetreuung in den Kitas soll im Zuge der Corona-Krise ausgeweitet werden.

    +++ 18.06 Uhr: Viele Einzelhändler können bald wieder ihre Pforten aufmachen: Geschäfte, die eine Fläche von weniger als 800 Quadratmetern haben, dürfen ab Montag (20.04.2020) wieder öffnen. Händler und Kunden müssen darauf achten, dass Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln eingehalten werden.

    Unabhängig von der Größe dürfen öffnen: Buchhandlungen, Fahrradhändler, Kfz-Werkstätten und Autohäuser.

    +++ 18.05 Uhr: Die Kontaktverbote in Hessen werden im Zuge der Corona-Krise bis zum 3. Mai verlängert. Das sagte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwochnachmittag (15.04.2020) auf einer Pressekonferenz. Man müsse aufpassen, die Maßnahmen nicht zu schnell zu lockern. „Die Gefahr ist nach wie vor da“, fügte er hinzu.

    Corona in Hessen: Die aktuellen Fallzahlen

    Update vom Mittwoch, 15.04.2020, 14 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich weiter in Hessen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die tagesaktuellen Zahlen der Infektionen veröffentlicht. Demnach sind am Mittwoch (15.04.2020, Stand 14 Uhr) 6334 Menschen in Hessen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 155 Fälle mehr als am Vortag (Dienstag, 14.04.2020).

    Die Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg auf 174. Ein Anstieg von 27 im Vergleich zum Dienstag (15.04.2020). Das ist der größte Anstieg seit Beginn der Epidemie in Hessen.

    • Landkreis Bergstraße - Infizierte: 270, Todesfälle 1
    • Landkreis Darmstadt-Dieburg - Infizierte: 307, Todesfälle 6
    • Landkreis Fulda - Infizierte 276, Todesfälle 6
    • Landkreis Gießen - Infizierte 187, Todesfälle 0
    • Landkreis Groß-Gerau - Infizierte 305, Todesfälle 3
    • Landkreis Hersfeld-Rotenburg - Infizierte 176, Todesfälle 10
    • Landkreis Hochtaunuskreis - Infizierte 214, Todesfälle 3
    • Landkreis Kassel - Infizierte 214, Todesfälle 8
    • Landkreis Lahn-Dill-Kreis - Infizierte 307, Todesfälle 10
    • Landkreis Limburg-Weilburg - Infizierte 221, Todesfälle 1
    • Landkreis Main-Kinzig-Kreis - Infizierte 377, Todesfälle 10
    • Landkreis Main-Taunus-Kreis - Infizierte 194, Todesfälle 4
    • Landkreis Marburg-Biedenkopf - Infizierte 165, Todesfälle 1
    • Landkreis Odenwaldkreis - Infizierte 204, Todesfälle 29
    • Landkreis Offenbach - Infizierte 357, Todesfälle 15
    • Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis - Infizierte 179, Todesfälle 3
    • Landkreis Schwalm-Eder-Kreis 358, Todesfälle 19
    • Landkreis Vogelsbergkreis - Infizierte 102, Todesfälle 4
    • Landkreis Waldeck-Frankenberg - Infizierte 113, Todesfälle 2
    • Landkreis Werra-Meißner-Kreis - Infizierte 100, Todesfälle 3
    • Landkreis Wetteraukreis - Infizierte 211, Todesfälle 5
    • Stadt Darmstadt - Infizierte 119, Todesfälle 1
    • Stadt Frankfurt am Main - Infizierte 914, Todesfälle 17
    • Stadt Kassel - Infizierte 149, Todesfälle 3
    • Stadt Offenbach – Infizierte 58, Todesfälle 2
    • Stadt Wiesbaden - Infizierte 257, Todesfälle 8

    Die Stadt Frankfurt hat weiterhin die meisten Corona-Infizierten, im Vergleich zu den Zahlen von Dienstag (14.04.2020) kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen in der Mainmetropole. Die These: Ostern hat die Bestätigung einiger Fälle verzögert, die nun gebündelt in die Statistik einfließen. 52 Neuinfektionen kamen dazu. Hinzu kommen vier weitere Menschen, die in Frankfurt an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sind. 

    Corona in Hessen: Wird das Kontaktverbot gelockert?

    Das Coronavirus hat Hessen weiterhin fest im Griff. 6.334 Menschen (Stand 15.04.2020) sind mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 infiziert, 174 Infizierte starben bisher an oder mit der Lungenkrankheit Covid 19. Das öffentliche Leben in Hessen ist deshalb weitestgehend zum Erliegen gekommen. Bereits vor einem Monat schlossen die Schulen und Kitas, seit rund 3,5 Wochen gilt in Hessen das Kontaktverbot* sowie weitere Maßnahmen, die zur Eindämmung von Corona beitragen sollen. All diese Regelungen gelten vorerst bis zum 19.04.2020. 

    Wie es danach weitergeht, entscheidet sich am Mittwoch, 15.04.2020. Bundeskanzlerin Angela Merkel will in Abstimmung mit den Ministerpräsidenten – darunter auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) – entscheiden, ob und wenn ja, wann es zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen und des Kontaktverbots kommen kann. Auch die Öffnung der Schulen und Kitas in Deutschland wird ein Thema sein. 

    Hessens Ministerpräsident stellt Lockerungen der Corona-Maßnahmen und des Kontaktverbots in Aussicht

    Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hält Lockerungen der Corona-Maßnahmen und des Kontaktverbots für möglich. Es könne zwar nicht „frühlingshaft“ alles wieder geöffnet werden, aber er sehe die Möglichkeit für Lockerungen im Einzelhandel. 

    Derzeit sind in Hessen neben Schulen und Kitas auch Restaurants, Geschäfte, Kinos, Theater und andere Einrichtungen geschlossen, die nicht zur Versorgung im täglichen Leben notwendig sind. 

    Corona in Hessen: Bei Missachtung des Kontaktverbots drohen hohe Strafen

    Viele Menschen in Hessen dürften auch auf eine Lockerung des Kontaktverbots hoffen. Denn derzeit sind Ansammlungen von mehr als zwei Menschen verboten – ausgenommen Angehörige, die im eigenen Haushalt wohnen. Das hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit seinen Amtskollegen bereits vor rund 3,5 Wochen beschlossen. 

    Die Polizei Frankfurt berichtet, dass sich die meisten Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt an das Kontaktverbot halten und so mithelfen, die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen. Das gilt auch für die vergangenen Osterfeiertage, an der die Polizei ebenfalls nur wenige Verstöße registrierte. Ähnliches Feedback kam auch von der Polizei in Kassel, Gießen, Fulda und Offenbach.

    Hält man sich allerdings nicht an das Kontaktverbot, winken saftige Bußgelder. Das Land Hessen hat auf Anordnung von Ministerpräsident Volker Bouffier einen Bußgeldkatalog ausgearbeitet, der die Strafen für Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen festlegt. 

    Corona-Krise in Hessen: Aldi Süd eröffnet besondere Filiale in Frankfurter Uniklinik

    Die strikten Corona-Maßnahmen und das Kontaktverbot in Hessen – die Volker Bouffier bereits vor rund 3,5 Wochen beschlossen hat – sind dazu gedacht, die Pandemie zu verlangsamen, um das Gesundheitssystem in Deutschland nicht zu überlasten. Trotzdem arbeiten Ärzte und Pfleger in vielen Krankenhäusern am Limit. Um nach einer langen Schicht nicht auch noch in den hessischen Supermärkten vor leeren Regalen zu stehen, hat sich Aldi Süd etwas besonderes einfallen lassen. 

    In Hessen gelten derzeit, wie in ganz Deutschland, strikte Corona-Maßnahmen und ein Kontaktverbot.

    In einer stillgelegten Cafeteria im Universitäts-Klinikum Frankfurt hat der Discounter eine Filiale nur für Mitarbeiter der Uniklinik eingerichtet. Dort kann zwischen 7 und 15 Uhr eingekauft werden, man muss sich allerdings als Mitarbeiter der Uniklinik ausweisen. Auf der rund 500 Quadratmeter großen Einkaufsfläche werden 900 Produkte angeboten. 

    Corona in Hessen: Wo gibt es Informationen?

    Das Coronavirus Sars-CoV-2 und die damit verbundene Lungenkrankheit Covid-19 verbreiten sich rasend schnell auf der ganzen Welt. Wir geben einen Überblick zu Symptomen, Inkubationszeit und Schutzmaßnahmen*. 

    Offizielle Informationen, die die Corona-Pandemie in Hessen und der ganzen Welt betreffen, sowie aktuelle Zahlen zur Pandemie stehen auf der Seite des Robert-Koch-Instituts zur Verfügung.

    *fnp.dehna.de und fr.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

    1 In einer vorherigen Version des Artikel haben wir fälschlicherweise von 15 Toten im Landkreis Fulda gesprochen (Stand Donnerstag, 16.04.2020, 14 Uhr) gesprochen. Das war nicht korrekt. Wir bitten dies zu entschuldigen. 

    Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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