Bürger-Universität wird fortgesetzt

Frankfurt (pm). Die Goethe-Uni setzt im Sommersemester die erfolgreiche Bürger-Universität fort. Das »Herz« der populärwissenschaftlich orientierten Veranstaltungsreihe bildet dabei die interdisziplinäre Reihe »Vorsorgen für die Welt von morgen: Positionen zur Nachhaltigkeit« in Kooperation mit dem Frankfurter Zoo.

Frankfurt (pm). Die Goethe-Uni setzt im Sommersemester die erfolgreiche Bürger-Universität fort. Das »Herz« der populärwissenschaftlich orientierten Veranstaltungsreihe bildet dabei die interdisziplinäre Reihe »Vorsorgen für die Welt von morgen: Positionen zur Nachhaltigkeit« in Kooperation mit dem Frankfurter Zoo.

»Die Bürger-Universität stellt für die Hochschule ein wichtiges und wertvolles Mittel dar, ihre stärkere Öffnung zur Stadtgesellschaft voranzutreiben. In jedem Semester suchen wir erneut nach Themen für unsere Hauptreihen, die einen aktuellen Bezug zum Alltagsleben haben und von unseren Wissenschaftlern beleuchtet und hinterfragt werden können. Dass es in diesem Sommer ganz wesentlich um den verantwortungsvollen Umgang mit dem System Erde geht, freut mich dabei als Naturwissenschaftler besonders«, sagte Universitäts-Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, der die Reihe am Dienstagabend gemeinsam mit dem stellvertretenden Zoodirektor Rudolf Wicker eröffnete.

»Im Sinne der Vernetzung von Stadt und Region war es uns wichtig, bei der Durchführung der einzelnen Veranstaltungen auch wieder die Kooperation mit anderen Institutionen zu suchen«, ergänzte Uni-Pressereferent Stephan Hübner. So habe man neben dem Zoo auch die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, das Umweltamt der Stadt, die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, das Institut für sozial-ökologische Forschung und das Biodiversität- und Klima-Forschungszentrum als Partner für die Nachhaltigkeitsreihe gewinnen können.

»Es erfüllt mich mit Freude zu beobachten, wie sich Stadt und Universität auf diese Weise immer mehr miteinander verzahnen«, so die Schirmherrin der Bürger-Universität, Oberbürgermeisterin Petra Roth, in ihrem Grußwort zum aktuellen Semester.

Erneut werden die Veranstaltungen in einem eigenen Programmheft zusammengefasst, das an zahlreichen Stellen kostenlos ausliegt und auch über die Universität bezogen werden kann. »Neben den Vorlesungen zur Nachhaltigkeit sind in ihm noch viele weitere Veranstaltungen zusammengefasst, die bei den Bürgern aus Stadt und Region auf Interesse stoßen dürften«, erklärt Hübner.

Als Beispiele nennt er die Stiftungsgastdozentur für Poetik mit dem hessischen Literaturpreisträger Navid Kermani, die Reihe »Grenzüberschreitungen: Zur Faszination mittelalterlicher Literatur« des Instituts für Deutsche Literatur und ihre Didaktik sowie die Ringvorlesung »Der Geist der Kulturen und die Eine Welt« der Universität des 3. Lebensalters. Erstmals finden sich in der Broschüre auch die Konzerte der Universitätsmusik, die englischsprachigen Theateraufführungen der Chaincourt Theatre Company und die Veranstaltungen des Botanischen Gartens.

Bei solch einem vielfältigen und reichhaltigen Angebot - das Programmheft listet 104 Einzelveranstaltungen bis September auf - hoffen die Veranstalter, dass auch die 3. Bürger-Universität ein Erfolg wird. Zumal auch dieses Mal fast alle Veranstaltungen wieder kostenlos zugänglich sein werden.

»Nach mir die Sintflut« - das war gestern

»Nach mir die Sintflut« - So zynisch diese Wendung schon immer gewesen sein mag, hat sie angesichts der Debatten um eine drohende globale Klimaerwärmung und deren ökologischen sowie ökonomischen Folgen einen nachgerade fatalistischen Beiklang erhalten. Längst ist ins allgemeine Bewusstsein gerückt, dass »Vorsorgen für die Welt von morgen« nicht allein eine Frage individuellen Engagements und der Haltung Einzelner ist, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden muss. »Aber was bedeutet das genau? Welches sind die vordringlichen Fragen und Probleme, denen sich eine Politik der Nachhaltigkeit in Denken und Handeln stellen muss?«, fragt die Kunstpädagogin Prof. Verena Kuni, die die Reihe initiierte. Wie sehen entsprechende Ansätze für konkrete Handlungsfelder wie etwa Umwelt- und Artenschutz, Wirtschaft und Sozialwesen aus? Welche Perspektiven wurden und werden hierzu aktuell entwickelt? Die Reihe der Bürger-Universität will sich diesen und weiteren Fragen widmen.

In Vorträgen, Dialogen und einem Podium zu ausgewählten Schwerpunkt-Themen geben die beteiligten Referenten aus verschiedenen Fächern Einblick in ihre aktuelle Forschung, präsentieren Best practice-Beispiele aus Theorie und Praxis und stellen ihre »Positionen zur Nachhaltigkeit« zur Diskussion. In diesem Sinne: »Nach mir die Sintflut« - das war gestern. Heute steht »Vorsorgen für die Welt von Morgen« auf dem Programm.

Die nächsten Vortrags-Termine

20. April: Prof. Christian-Dietrich Schönwiese und Dr. Ulrich Kuch: »Klimawandel und Gesundheit«

27. April: Prof. Birgit Blättel-Mink: »Nachhaltigkeit und Konsum. Ein Widerspruch?«

4. Mai: Diana Hummel: »So viele Menschen - Bevölkerungsdynamik und nachhaltige Entwicklung«

18. Mai: Prof. Petra Döll und Prof. Berthold Meyer: »Wasser weltweit - Krisen und Konflikte?!«

1. Juni: Prof. Norbert Auner: »Von Sand und Sonne zu Strom und Energie«

Die Vorträge finden jeweils um 19.30 Uhr im Zoo-Gesellschaftshaus statt. Eine Programmbroschüre kann unter Telefon 0 69/798-2 24 72 angefordert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare