Automobilverband VDA zieht nach Berlin

Frankfurt (lhe). Die Autolobby rückt näher an die Politik: Der Verband der Automobilindustrie (VDA) wird in den nächsten zwölf Monaten nach 60 Jahren seine Geschäftsstelle von Frankfurt nach Berlin verlegen.

Frankfurt (lhe). Die Autolobby rückt näher an die Politik: Der Verband der Automobilindustrie (VDA) wird in den nächsten zwölf Monaten nach 60 Jahren seine Geschäftsstelle von Frankfurt nach Berlin verlegen. Das kündigte VDA-Präsident Matthias Wissmann beim Neujahrsempfang des Verbandes in Berlin an. Auch das Büro in Oberursel soll aufgelöst werden. Betroffen sind insgesamt etwa 80 Mitarbeiter, wie VDA-Sprecher Andreas Kraus sagte.

"Unser Ziel ist, möglichst viele dieser Mitarbeiter mit nach Berlin zu nehmen, dazu laufen derzeit Gespräche mit dem Betriebsrat", sagte Kraus. "Wir streben an, binnen zwölf Monaten in Berlin komplett arbeitsfähig zu sein." Der Verband verspricht sich davon eine größere Nähe zur Politik. Schon als der frühere CDU-Bundesverkehrsminister Wissmann am 1. Juni 2007 das Amt des VDA-Präsidenten übernommen hatte, war spekuliert worden, dass der Verband, dessen juristischer Sitz schon seit 1999 Berlin ist, ganz in die Hauptstadt umziehen wird.

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA), die alle zwei Jahre in Frankfurt ausgerichtet wird und in diesem September wieder stattfindet, wird nach VDA-Angaben in der Mainmetropole bleiben. Mit der Messegesellschaft der Stadt gebe es langfristige Verträge.

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