Ausstellung zu Grün in innerstädtischen Freiräumen

Frankfurt (aho). Der »Vertikale Garten« des Franzosen Patrick Blanc wird das spektakulärste Exponat der Ausstellung »Stadt-Grün - Europäische Landschaftsarchitektur für das 21. Jahrhundert« sein, die das Deutsche Architekturmuseum (DAM) und der Palmengarten seit Donnerstag in Kooperation präsentieren. In der Galerie am Palmenhaus geht es in 27 realisierten Beispielen um die Rückeroberung urbaner öffentlicher Großstadtflächen für die Natur. Wobei der Naturbegriff, wie die Kuratorin Annette Becker einräumte, sehr weit gefasst ist.

Frankfurt (aho). Der »Vertikale Garten« des Franzosen Patrick Blanc wird das spektakulärste Exponat der Ausstellung »Stadt-Grün - Europäische Landschaftsarchitektur für das 21. Jahrhundert« sein, die das Deutsche Architekturmuseum (DAM) und der Palmengarten seit Donnerstag in Kooperation präsentieren. In der Galerie am Palmenhaus geht es in 27 realisierten Beispielen um die Rückeroberung urbaner öffentlicher Großstadtflächen für die Natur. Wobei der Naturbegriff, wie die Kuratorin Annette Becker einräumte, sehr weit gefasst ist.

Zu sehen sind Dokumentationen von Projekten aus Atelier Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Italien, Belgien und Deutschland - und natürlich auch aus Frankfurt. Alle präsentierten Projekte haben gemeinsam, dass sie innerstädtische Freiräume hauptsächlich mit Grünpflanzen gestalten. Der Maßstab reicht dabei vom urbanen Privatgarten bis zu Großprojekten wie der Revitalisierung von Flussuferbereichen oder Grün-Masterplanungen für ganze Metropolen.

Man habe versucht, ein gemeinsames Thema zu finden, erklärte Peter Cachola Schmal, der leitende Direktor des DAM, das noch bis Oktober umgebaut wird, und daher nach neuen Ausstellungsräumen suchte. Man habe bei der Gestaltung von »Stadt-Grün« aber voneinander gelernt, sagten er und die Kulturreferentin des Palmengartens, Karin Wittstock. Denn neben die ausführlich erklärenden Tafeln über die einzelnen Stadt-Projekte hat der Palmengarten die jeweils charakteristischsten Pflanzen der jeweiligen Begrünung gestellt, und die abstrakteren Beschreibungen und Fotos den Betrachtern somit noch etwas näher gebracht.

Urbanes Grün könne im Idealfall das Stadtklima verbessern helfen, so die Kuratorin Annette Becker, die in einem Rundgang auf die Eigenheiten und Ideen der verschiedenen Projekte hinwies. Sei es, dass Industriebrachen oder ehemalige Straßenbahn-Trassen neu bepflanzt werden oder dass ein ehemaliger Park zum Friedhöfen umgewidmet wird. Vom privaten Gartenbau bis zu Blancs vertikalen Gärten in Paris und Madrid zeigt die Ausstellung eine breite Palette urbaner Begrünung. Amsterdam, Berlin Bordeaux, Lyon, Madrid, Paris, Rom und Zürich sind nur einige der Stationen, die auch die privaten Betrachter inspirieren sollen.

Zu den städtischen Aufgaben einer solchen Projekten zählte Becker die Bereitstellung eines entsprechenden Raumes. In Frankfurt kann man das in der 1992 begonnenen Mainufer-Promenade und auf dem ehemaligen Hubschrauber-Flugplatz bei Bonames beobachten.

Den Besuchern soll in dem Rundgang durch die Galerie ein fundierter Überblick über führende Positionen der Landschaftsarchitektur in Europa gegeben werden - zu ihren Positionen, ihren Materialien wie ihren Technologien. Zugleich verstehe sich die Ausstellung als ein engagiertes Plädoyer für eine Wertschätzung und eine bewusste Planung und Gestaltung von Grün- und Freiräumen, so Schmal.

Ein zwei mal drei Meter großer Prototyp des vertikalen Gartens ist in der Ausstellung zu sehen. Ein solcher soll als Frankfurter Projekt entstehen und rund 2,5 Millionen Euro kosten.

»Wir hoffen, dass wir mit den ersten vier bis fünfhundert Metern bald beginnen können«, sagte Karin Wittstock vom Palmengarten. Dies könne ein »echtes Highlight« für Frankfurt werden, erhofft sie sich. Bei der Finanzierung hoffe man auf Sponsoren.

»Stadt-Grün« dürfte auch nach dem Umbau des Architekturmuseums nicht das letzte Projekt dieser beiden Häuser sein. Sowohl Schmal als auch Wittstock sprachen sich für weitere gemeinsame Projekte aus. Bis zum 22. August wird die spannende und - schon durch die Pflanzen - wechselvolle Ausstellung in der Galerie am Palmenhaus immer zu den Öffnungszeiten des Palmengartens zu sehen sein.

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