02. August 2018, 20:13 Uhr

Zwei Leben für den Fußball

02. August 2018, 20:13 Uhr
H. Schmid

»In diesem Jahr wird der Sportehrenpreis des Wetteraukreises geteilt. Helmut Schmid aus Bad Nauheim und Gerhard Sinner aus Kefenrod werden für ihre langjährigen Verdienste um den Fußballsport ausgezeichnet«, teilt Landrat Jan Weckler in einer Pressemitteilung die Entscheidung des Kreisausschusses mit: Dotiert ist der Preis mit 2500 Euro. »Damit werden zwei Männer für ihr Lebenswerk geehrt.«

Helmut Schmid ist schon in den frühen 50er Jahren in die Fußballabteilung des VfL Bad Nauheim eingetreten, um dann mehrere Jahrzehnte als Fußballspieler aktiv zu sein. Seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz gab der mittlerweile 78-Jährige in den Jahren 1971 bis 1992 als Jugendleiter an den Fußballnachwuchs weiter.

Weltmeister beim Abschiedsspiel

Im Verein übernahm er weitere Ämter, und Ende der 70er Jahre war er Mitbegründer des Fußballvereins SV 06, der sich vom Eishockeyhauptverein abspaltete. Auch bei der nicht einfachen Fusion der beiden Stadtfußballvereine SV 06 und SG Ostend zur Spielvereinigung 08 im Jahre 2008 stand er als Vorstandsmitglied mit Rat und Tat zur Seite. »Wenn es um Engagement für den Fußball gegangen ist – Helmut war immer da«, heißt es in Fußballerkreisen.

Auch auf Kreisebene hat sich Schmid engagiert: 1987 wurde er Beisitzer im Kreisfußballausschuss, 1989 Kreiskassenwart und 1991 Vize-Kreisfußballwart. Zudem hatte er das Amt des Ehrenamtsbeauftragten inne und kümmerte sich als Administrator um den Internetauftritt. Helmut Schmids Wirken wurde schon mehrfach ausgezeichnet, so mit der goldenen Ehrenmedaille der Stadt Bad Nauheim und mit Ehrennadeln des Landessportbundes und der Verdienstnadel des Deutschen Fußballbundes.

Gerhard Sinner ist in Fußballerkreisen bekannt »wie ein bunter Hund«. Er lebt für den Fußball – und das über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus. Die Fußballerkarriere des knapp 70-Jährigen begann vor mehr als 50 Jahren bei seinem Heimatverein, dem TV 1908 Kefenrod. Er war von Anfang an einer der Aktivposten und übernahm sehr schnell Verantwortung in der Mannschaft und auch abseits des Rasens bei der Vereinsarbeit.

Fast drei Jahrzehnte lang prägte er das Fußballgeschehen beim TV Kefenrod. 1980 verabschiedete er sich aus seiner aktiven Fußballlaufbahn mit einem Abschiedsspiel, bei dem unter anderem Weltmeister Jürgen Grabowski und mehr als 1000 Zuschauer dabei waren. Im Jahre 1983 übernahm Sinner das Amt des Trainers, das er mit dem Aufstieg in die höchste Kreisliga im Jahre 1986 krönte.

Gerhard Sinner wirkte mehr als 20 Jahre im Kreisfußballausschuss und war von 2002 bis 2017 Ehrenamtsbeauftragter. Sinner hat seine Leidenschaft zum Fußball und zum Engagement innerhalb des Vereins vorgelebt und an seine Kinder und Enkel weitergegeben. Sohn Markus ist erfolgreicher Fußballtrainer und sein Enkel als Schiedsrichter auf dem Rasen unterwegs. Sein Enkel Patrick ist mittlerweile durch die Organisation des »Domino Days« weithin bekannt.

Gerhard Sinner erhielt bereits die Große Verdienstnadel des Hessischen Fußballverbandes, die Ehrennadel in Silber des Hessischen Fußballverbandes und die Ehrenmitgliedschaft in seinem Heimatverein.

»In diesem Jahr werden mit Helmut Schmid und Gerhard Sinner nicht nur Fußballer, sondern vor allem Persönlichkeiten geehrt, die aus ihrem jeweiligen Bezirk nicht wegzudenken sind«, betont Weckler. Die Verleihung des Sportehrenpreises des Wetteraukreises findet am Mittwoch, 21. November, um 19 Uhr im Plenarsaal des Friedberger Kreishauses statt. (Archivfoto: sto)

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