04. September 2018, 19:55 Uhr

Zurück in der Heimat

Seine Engagements kann sich der gebürtige Bad Nauheimer längst aussuchen. Rémi Martin hat eine steile Karriere hingelegt, eingeladen wird er als Artist und Künstler zu Auftritten in der ganzen Welt. Jetzt kommt er in die Heimat und zeigt in der Waldorfschule seine eigene Show.
04. September 2018, 19:55 Uhr
Was ein Astronaut in Rémi Martins Show zu suchen hat, zeigt der Bad Nauheimer demnächst in seiner eigenen Show in der Waldorfschule. (Foto: Alexander Brockmann)

Er ist ein großes Talent: Physical Theatre, Acrobatics und Comedy – all das vereint Rémi Martin in einer eigenen Show. In »L.I.A.R.- Life is a Rehearsal« kann sich Rémi Martin künstlerisch frei entfalten. Gleich zweimal präsentiert er jetzt seine neue Show dem Publikum in Bad Nauheim. Am 14. und 15. September, jeweils um 19.30 Uhr in der Waldorfschule Wetterau.

Seine Engagements kann sich der gebürtige Bad Nauheimer mit seinen bekannten »Stagehands« längst aussuchen. Rémi Martin hat eine steile Karriere hingelegt, eingeladen wird er zu Auftritten in der ganzen Welt. »Ich habe das große Glück, das machen zu können, was ich möchte«, beschreibt er selbst seinen beruflichen Werdegang.

Mit großem Erfolg präsentierte er vor einem Jahr im ausverkauften Badehaus 2 seine moderne Show, eine Odyssee ins innere Ich. Nun macht er gleich zweimal Station in der Freien Waldorfschule. Beide Orte, Badehaus 2 und Waldorfschule, haben seinen künstlerischen Werdegang maßgebend beeinflusst.

»Angefangen hat alles im Badehaus 2«, beginnt er zu erzählen. Durch seinen Vater Johannes Lenz, Mitbegründer des Theaters Alte Feuerwache, lernte er die Bühne im Badehaus 2 früh kennen. Hier übernahm er als Kind erste Rollen. »Normalerweise sind in den TaF-Stücken nur Rollen für junge Erwachsene vorgesehen.«

Talent früh erkannt

Doch für den spielbegeisterten Rémi Martin wurden kurzerhand Kinderrollen eingebaut. Gab es mal keine passende Rolle, arbeitete Rémi Martin als Bühnenhelfer oder hinter den Kulissen.

Dass ihr Sohn auf die Bühne gehört, erkannten auch die Eltern schnell. Zaubertricks im Kinderzimmer oder Pantomime-vorstellungen für die Familie, schon früh zeigte sich, wohin der berufliche Weg des Sohnes führen sollte. Weitere künstlerische Erfahrungen sammelte er schließlich als Waldorfschüler beim Variéte Voilà. In der Varieté-AG entdeckte er seine weiteren Leidenschaften für Jonglage und Artistik.

Nach dem Abitur verschlug es in nach Berlin, eine anstrengende Ausbildung in der Staatlichen Artistenschule folgte. »Ein hartes Training, das auch mit vielen Schmerzen verbunden war«, erinnert er sich. Die strenge Disziplin aber lohnte sich; die Artistenschule absolvierte er mit »sehr gut«, erste berufliche Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Europa, Australien oder Neuseeland, seine Engagements kann sich der Künstler seit Jahren selbst aussuchen.

Mehrfach ausgezeichnet hat der gebürtige Bad Nauheimer auch seinen eigenen Stil am »Chinesischen Mast« entwickelt. »Doch irgendwann kam auch die Frage auf, Schauspiel oder Artistik«, erklärt er weiter. Rémi Martin wagte sich an sein erstes eigenes Stück und sammelte neue Erfahrungen. Regie, Produktion, Organisation und Hauptdarsteller, aus seiner ersten Bühnenshow hat sich dabei eine sehr persönliche Lebensgeschichte entwickelt. »Positive und negative Aspekte, bildlich, artistisch und künstlerisch dargestellt.«

Das Stück vermische nicht nur verschiedene Genre, sondern enthalte auch Poesie. Seit zwei Jahren feilt er nach wie vor an den Feinheiten. Für die Show stehe ein festes Grundgerüst, aber sie lebe auch durch Spontanität und intensive Momente. Rémi Martin erinnert dabei an einen kleinen Jungen, der gerne Astronaut sein möchte und symbolisch nach den Sternen greift. »Was möchte ich im Leben? Habe ich Momente verpasst und war ich kritisch genug?«

Das Genre »Physical Theatre« biete da viel Spielraum zur künstlerischen Darstellung. Auch Musik wird eine Rolle spielen. Unterstützt wird der Artist und Comedian von seinem Cast.

Was das erneute Gastspiel in der Heimat angeht, sieht Rémi Martin schon eine gewisse Erwartungshaltung. »Im Badehaus 2 waren im letzten Jahr viele bekannte Gesichter im Publikum«, erinnert er sich. Da habe er nach all seiner Bühnenerfahrung schon ein wenig Aufregung verspürt.

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