28. August 2018, 20:01 Uhr

Wer zahlt den Straßenumbau?

28. August 2018, 20:01 Uhr

Wer zahlt den Umbau der Kreisstraße 181 zwischen Wölfersheim und Echzell, wenn das geplante Rewe-Logistikzentrum realisiert wird? Auf keinen Fall der Kreis, fordern die Grünen und stellen einen Antrag für die nächste Kreistagssitzung am Mittwoch, 5. September.

Die sogenannte Römerstraße zwischen Wölfersheim und Echzell ist eine Kreisstraße. »Im Zusammenhang mit dem geplanten Rewe-Logistikzentrum in Berstadt kommt der K 181 eine bedeutende Rolle zu: Dessen gesamte Erschließung soll über sie erfolgen«, schreibt Michael Rückl im Namen der Grünen-Fraktion im Kreistag.

Die verkehrliche Anbindung des aktuell als Vorrangfläche für die Landwirtschaft ausgewiesenen Gebiets sei nicht einfach. Der Bereich zwischen dem Autobahnanschluss Wölfersheim, der B 455 und der K 181 müsse für die Zufahrt zum Logistikzentrum umgebaut werden »und dürfte sein heutiges Gesicht radikal verändern«, vermuten die Grünen. Sie fordern: Der Kreis soll sich nicht an den Kosten für Baumaßnahmen beteiligen, die im Zusammenhang mit der Optimierung der Logistik eines Privatunternehmens anfielen.

»Wir sind bekanntermaßen Gegner des Vorhabens«, sagt Fraktionsvorsitzender Rückl. Die Befürworter des Logistikzentrums hätten die nötigen Beschlüsse ohne ausreichende Diskussionen herbeigeführt. Das werde nun im Planungsprozess deutlich. »Wichtige Themen wie die Abwasserentsorgung oder die Verkehrsanbindung sind bis heute ungeklärt.« Es wäre naiv, die Klärung dieser Fragen den Fachleuten zu überlassen. »Besser ist es, sich einzuschalten und Fragen zu stellen. Das tun wir mit unserem Antrag.«

Thomas Zebunke, in der Fraktion für die Kreisentwicklung zuständig, sagt zu den Hintergründen: »Die K 181 fällt in die Zuständigkeit des Kreises, er ist Baulastträger. Wir wollen vom Kreisausschuss wissen, was passiert, wenn die nördlichen 200 Meter der Straße zwischen Wölfersheim und Echzell Erschließungsstraße für ein Logistikgebiet werden. Kann die Straße bzw. das Teilstück im Eigentum des Kreises bleiben, oder muss sie umgewidmet werden? Wie wird die Verkehrssicherheit gewährleistet?« Rewe selbst rechne mit knapp 3500 Fahrzeugbewegungen pro Tag im Jahr 2025, davon etwa 1500 schwere Lkw. Das Areal sei ausschließlich per Linksabbiegen erreichbar. »Es sind erhebliche Umbauten nötig, um die massive Zunahme des Verkehrs sicher abzuwickeln.«

Weil das Vorhaben auf Entscheidungen von Rewe und der Gemeinde Wölfersheim zurückgehe, »ist es für uns folgerichtig, dass sich der Kreis an den Kosten eines erforderlichen Umbaus der K 181 nicht beteiligt«, betont Rückl. Das gelte auch für Folgekosten. Verbleibe das Teilstück in der Verantwortung des Kreises, sei sicherzustellen, dass der Nutznießer diese Kosten mittrage.

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