24. Mai 2018, 10:00 Uhr

Anwohner genervt

Wegen Baustelle: In dieser Straße fahren nun 3500 statt 350 Autos täglich

Seit des etappenweisen Rückbaus der Hanauer Straße in Ober-Wöllstadt beschweren sich die Anwohner des Taunusrings über den Schleichverkehr durch ihre Straße. Eine Besserung ist aber nicht in Sicht.
24. Mai 2018, 10:00 Uhr

Von Udo Dickenberger , 2 Kommentare
Die Baustelle in der Hanauer Straße in Wöllstadt. (Foto: udo)

Seit dem Beginn des etappenweisen Rückbaus der Hanauer Straße beschweren sich die Anwohner des Taunusrings über den Schleichverkehr durch ihre Straße. Die CDU führte eine Ortsbegehung zum Thema durch, zu der wegen der Brisanz der Angelegenheit trotz des Gewitters zahlreiche Einheimische am Alten Rathaus erschienen.

Fazit war, dass es keinen goldenen Weg gebe, im August eine neue Situation zu erwarten sei, da dann der nächste Bauabschnitt in Angriff genommen werde, und letztlich nur neue Kontrollen weiterhelfen könnten.

 

Täglich 3500 Autos statt 350 Autos

Michael Krick, der im Taunusring wohnt, klagt in einem Leserbrief, der gut in die Situation einführt, über die »Opferung unseres Viertels als Pendlerumgehung«. Seit dem Rückbau der Hanauer Straße führen nun täglich 3500 Autos (statt bisher 350) durch das Viertel.
 

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Als vor zwei Jahren in Nieder-Wöllstadt die Ilbenstädter Straße rückgebaut wurde, sei von Anfang an darüber berichtet worden und es habe intensive Kontrollen gegeben. Für die Verhältnisse in Ober-Wöllstadt hingegen interessiere sich niemand. Bürgermeister Adrian Roskoni erläuterte am Rande der Ortsumgehung: »Wir tun, was wir können, und haben deshalb die Busse über einen Wirtschaftsweg geführt.«

Würden auch noch die täglich 70 Busse durch den Taunusring rollen, wäre die Situation weit schwieriger. Der Fraktionsführer Oliver Kröker erläuterte die Situation, die bei einer Vollsperrung immer problematisch sei: »Sobald ein Schlupfloch da ist, wird es genutzt.« Inakzeptabel sei es, eine Wohnstraße für den Durchgangsverkehr zu nutzen. Anwohner erläuterten, der Verkehr durch den Taunusring zur A 5 sei eine Katastrophe: »Wir schlafen immer mit einem Ohr auf der A 5.«

 

Busse fahren über Wirtschaftsweg

Bürgermeister Roskoni ergänzte, in Verkehrsfragen lasse sich keine Lösung finden, die allen gefällt. 70 Busse täglich führen über einen Wirtschaftsweg, um den Taunusring zu entlasten. Er bemühe sich um weitere Kontrollen. Möglicherweise könne der Wöllstädter Anteil am gemeinsamen Ordnungsamtsbezirk mit Rosbach erhöht werden.

 

Kurzfristig sei zwar grundsätzlich die Zusammenarbeit der Kommune mit Privatdienstleistern möglich, doch müsse dann bei Kontrollen ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung anwesend sein. Immerhin könne die Kommune hier Vorgaben machen, während sie gegenüber der Polizei nur Vorschläge unterbreiten könne und dafür Ratschläge bekomme.

Roskoni führte aus, mit zwei Bau-Containern an den Ortseingängen könne die Durchfahrt dichtgemacht werden, aber das sei auch wieder problematisch. Würde der Taunusring geschlossen, so erfolge sofort eine Verlagerung des Problems auf andere Straßen. Letztlich führten nur Kontrollen weiter, denn die Rücksichtslosigkeit sei so groß, dass sogar Barken weggezogen würden. Bei der nächsten Rückbaumaßnahme am Mühlweg, die im August beginne, werde aus technischen Gründen komplett dichtgemacht.

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