Bilanz 2017

Von Frühchen bis Senior: Johanniter-Luftrettung über 2700 Mal im Einsatz

Die fünf Helikopter der Johanniter-Luftrettung haben im vergangenen Jahr über 2700 Einsätze absolviert. Weit über die Hälfte davon flogen die beiden Maschinen, die in Hessen stationiert sind.
24. Februar 2018, 19:00 Uhr
Die Helikopter der Johanniter-Luftrettung sind Tag und Nacht im Einsatz. »Christoph Mittelhessen«, mit seiner Basis am Flugplatz in Reichelsheim, hat im vergangenen Jahr 689 Einsätze übernommen. (Foto: pv)

»Christoph Mittelhessen«, mit seiner Basis am Flugplatz in Reichelsheim, übernahm 689 Einsätze. Der Hubschrauber »Christoph Gießen«, den die Johanniter in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg betreiben, hob 987-mal ab und steht sogar nachts bereit – das sei eine Besonderheit in der deutschen Luftrettung, wie die Johanniter mitteilen.

 

Herz-Lungen-Maschinen an Bord

 

Den Großteil der Transporte flogen die Luftretter, um schwer kranke Patienten aus einem lokalen Krankenhaus in Kliniken zu bringen, die das komplette Spektrum moderner Hochleistungsmedizin bieten. »Die Bedeutung dieser Intensivverlegungen zeigt, dass sich unser Konzept bewährt, auf besonders geräumige Helikopter zu setzen, die Platz für komplexe medizinische Geräte bieten. Wir können problemlos Herz-Lungen-Maschinen an Bord nehmen oder infektiöse Patienten fachgerecht isolieren«, erläutert Günther Lohre, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter-Luftrettung. »Auch Frühgeborene im Inkubator fliegen wir zur bestmöglichen Versorgung.«

 

Vergleichbar mit Notarzt-Einsatzfahrzeug

 

Auf solche sogenannten Sekundäreinsätze hat sich die Johanniter-Luftrettung spezialisiert. Benötigen die lokalen Rettungsdienste Unterstützung, starten »Christoph Gießen« und »Christoph Mittelhessen« aber auch zu Primäreinsätzen, bei denen sie die regionalen Rettungsdienste unterstützen. Konkret bedeutet das, die jeweiligen Rettungsleitstellen alarmieren einen Hubschrauber der Johanniter beispielsweise zu einem Unfall oder einem Herzinfarkt, vergleichbar mit einem Notarzt-Einsatzfahrzeug.

Info

Rettung aus der Luft

Die Johanniter-Luftrettung betreibt Intensivtransporthubschrauber in Bochum, Gießen, Reichelsheim und Rostock sowie am Nürburgring. Die Besatzung besteht aus einem Piloten, einem Notarzt und einem »HEMS-TC«, das ist ein Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter, der über eine spezielle Ausbildung für die Luftrettung verfügt. In Bochum, Gießen und Rostock fliegen die Crews rund um die Uhr, in Reichelsheim und am Nürburgring von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Können die Helikopter wegen schlechten Wetters nicht abheben, setzt die Johanniter-Luftrettung auf Flächenflugzeuge. Diese holen auch Patienten aus dem Ausland zurück. (pm)

 

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