04. Juli 2018, 20:32 Uhr

Ventile für fast alle Autos

04. Juli 2018, 20:32 Uhr
Lars Dohme (r.) erklärt Oswin Veith (l.), wie ein Hohlventil produziert wird. (Foto: pv)

In jedem zweiten Fahrzeug weltweit stecken Produkte von Mahle, zum Beispiel Hohlventile, die in hocheffiziente Ottomotoren verbaut werden. Das erfuhr Bundestagsabgeordneter Oswin Veith (CDU) bei einem Besuch der Mahle Ventiltrieb GmbH in Wölfersheim, die derzeit jährlich mehr als 30 Millionen Ventile herstellt. Veith staunte, wie viele Arbeitsschritte notwendig sind und wie viel Hightech zum Einsatz kommt, um ein Hohlventil herzustellen.

Empfangen wurde Veith von Werksleiter Lars Dohme, Dr. Andreas Pfeifer von der Produktentwicklung und Hannes Christoph Bächle, Büroleiter Außenbeziehungen. Sie erzählten, dass das 1920 von den Brüdern Mahle gegründete Unternehmen, das seit 1964 der Mahle-Stiftung in Stuttgart gehört, einer der 20 größten Automobilzulieferer der Welt ist. Er beschäftigt weltweit rund 78 000 Mitarbeiter an rund 170 Produktionsstandorten und in 16 Forschungs- und Entwicklungszentren. In Wölfersheim sind es 450 Mitarbeiter, darunter 25 Auszubildende.

Als Entwickler und Hersteller von Systemen und Komponenten für den Verbrennungsmotor und dessen Peripherie gehört Mahle zu den drei größten Systemanbietern von Kolben, Zylindern und Ventilsteuerungen. Zu den Kunden gehören viele namhafte Autohersteller. In Wölfersheim werden Voll- und Hohlventile jeder Spezifikation hergestellt sowie Herstellungsprozesse entwickelt und industrialisiert, die auch an anderen Standorten zum Einsatz kommen.

Ziel des Unternehmens sei, die Produktivität weiter zu steigern sowie die Herstellungsprozesse noch weiter zu automatisieren und mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik zu verzahnen. So wolle Mahle seine globale Marktführerschaft im bestehenden Geschäft stärken, parallel aber auch Lösungen für die Mobilität der Zukunft entwickeln. Zu den neuen Geschäftsfeldern gehören elektrische Antriebe, Leistungselektronik und Start-up-Projekte.

Gegen Fahrverbot für Diesel

Obwohl es einen Trend zu Elektrofahrzeugen gebe, den das Unternehmen voll unterstütze, geht man bei Mahle davon aus, dass auch in zehn Jahren noch 70 bis 80 Prozent der Antriebe Verbrennungsmotoren sein werden. Der Dieselmotor habe eine Zukunft, da das Abgasproblem technisch gelöst sei. Es brauche jedoch Zeit, diese Motoren auf den Markt zu bringen.

»Die Automobilindustrie ist eine Schlüsselindustrie, an der sehr viele Arbeitsplätze hängen. Die maßlos übertriebene Kampagne gegen Dieselfahrzeuge schadet allen Beteiligten«, sagte Veith. Er plädiere dafür, der Automobilindustrie Anreize zu geben, die Entwicklung umweltfreundlicher Verbrennungsmotoren weiter voranzutreiben.

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