08. August 2018, 20:13 Uhr

»Überflüssiges Megaprojekt«

08. August 2018, 20:13 Uhr

Die Debatte über den »Burgweg« kommt in Fahrt. Vergangene Woche hatten die Grünen den Stopp des Planungsverfahrens und stattdessen einen »von Bürgern getragenen, nachhaltigen Dorfentwicklungsprozess« gefordert. Nun legt der Vorsitzende Achim Mosch nach und schlägt Alternativen vor. Der Entwurf für den Bebauungsplan liegt noch bis 27. August aus.

Der Tenor ist klar: Das »Megaprojekt Burgweg« sei überflüssig, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen. Lediglich die Schule und das Feuerwehrgerätehaus seien »Gemeinbedarf« – nur dieser sei laut aktuellem Flächennutzungsplan erlaubt. Für alle auf dem Gelände geplanten Objekte (Supermarkt, Seniorenheim, Ärztehaus) gebe es alternative Plätze auf bereits erschlossenen Flächen innerhalb der beiden Ortsteile.

Ein SB-Markt mit 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche diene nicht nur der Grundversorgung der Rockenberger, sondern ziehe Kaufkraft aus anderen Gemeinden ab. Dies erhöhe die Verkehrs-, Lärm- und Schadstoffbelastung, ist Mosch überzeugt. Mit dem bestehenden Lebensmittelmarkt mit seiner Verkaufsfläche von 1400 Quadratmetern sei Rockenberg bereits gut versorgt. Diesen könnte man ohne neuen Flächenverbrauch modernisieren, so der Vorschlag.

Ein Feuerwehrgerätehaus könnte im Bereich der stillgelegten Kläranlage entstehen. Selbst für den Bauhof wäre dort Platz. Und ob ein Ärztehaus am Burgweg wirklich notwendig ist? Mosch: »Hierzu gibt es sicher eine sinnvolle Alternative.« Wichtig sei vor allem, dass die Apotheke erhalten bleibt.

Statt eines zentralen Seniorendorfs schlagen die Grünen betreute Wohnanlagen auf den bisherigen Feuerwehrstandorten in beiden Ortsteilen vor. Wohnen im Dorfzentrum ermögliche die Teilhabe am öffentlichen Leben viel besser als auf der »grünen Wiese«.

Schulneubau unnötig?

Auch die Grundschule muss aus Sicht der Grünen nicht neu gebaut werden. Eine Erweiterung der bestehenden Grundschule sei durchaus möglich, behauptet Mosch. Zusätzlich zu den vorgesehenen Pavillons wäre etwa an der Grenze zum südlichen Nachbargrundstück ein Neubau auf Stützen denkbar, der dann auch Schatten biete. Auch das Flachdach der Pausenhalle könnte aufgestockt werden, ebenso das Schulgebäude in Oppershofen. In den Außenbereichen könnten kleine Schulgärten oder Hochbeete angelegt werden. Für den Schulsport seien die Wettertalhalle, das Bürgerhaus und die Sportplätze gut zu erreichen.

Eine zukunftsfähige Entwicklung der Gemeinde ist ohne Flächenfraß und mit minimiertem Ressourceneinsatz möglich, so das Fazit der Grünen.

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