26. Juli 2018, 11:00 Uhr

"Schandfleck"

Telekom reagiert beim "Schandfleck"

Der "Schandfleck von Rosbach" auf dem Telekom-Gelände sorgte für Wut und Unverständnis. Nun hat die Telekom reagiert. Gefahren für Kinder lauern aber immer noch.
26. Juli 2018, 11:00 Uhr
Der Schutt auf dem Grundstück der Telekom sieht nicht nur hässlich aus, auf dem ungesicherten Gelände verletzen sich auch Kinder. Nach Aufforderung der Stadt Rosbach hat wurde nun reagiert. (Foto: sky)

Eine Schönheit war das Telekom-Gebäude an der Ecke Nieder-Rosbacher-Straße/Konrad-Adenauer-Straße eigentlich schon lange nicht mehr. Aber das ist auch nicht seine Aufgabe, vielmehr soll die hochmoderne Technik im Inneren des Hauses die Rosbacher Bevölkerung mit schnellem Internet versorgen – und das geht auch ohne eine feine Außenfassade. Aber ist nur das wichtig, was drinnen steckt?

 

Kritik nach Ausbau

Nicht alle Bürger teilen diese Meinung, denn das Haus bzw. seine Außenanlagen sind zur Gefahr für Schulkinder und andere Passanten geworden, und wird wegen seiner Optik mittlerweile immer häufiger als »Schandfleck von Rosbach« bezeichnet. Jetzt hat die Telekom wenigstens teilweise reagiert.

 Nach dem Ausbau des Breitbandkabel-Netzes im Stadtgebiet vor einigen Monaten mehrte sich die Kritik: Der aus den Straßen und Bürgersteigen herausgebaggerte Schotter und Sand wurde einfach auf einen Haufen gefahren und blieb unbeachtet dort liegen. Genau wie manch anderes Material, das scheinbar wahllos herumlag und anschließend von Unkraut überwuchert wurde. »Die Verantwortlichkeit für das Grundstück und dessen Zustand liegt beim Eigentümer, der Telekom«, ließ Bürgermeister Thomas Alber auf Anfrage wissen. Man könne nur appellieren, was man auch getan habe. Eine Handhabe gebe es aber nicht.

 

Ungesichertes Gelände

Seit das Telefonhäuschen an der Ecke entfernt wurde, ohne die dadurch entstandene Lücke im Zaun zu schließen, und auch die großen Tore nicht mehr geschlossen werden, sind Eltern alarmiert: Das Telekom-Gebäude befindet sich genau auf dem Schulweg, der den Kindern im Schulwegplan vorgegeben wird. »Was passiert, wenn die Kinder auf dem Nachhauseweg einen kleinen Abstecher auf das ungesicherte Gelände machen, und sich dabei verletzen?«, fragt eine Mutter.

Wer nämlich den Zebrastreifen an der Nieder-Rosbacher Straße überquert, braucht nur ein paar Schritte, um das Gelände ungehindert zu erkunden.

 

Kind verletzt sich

Mittlerweile hat die Telekom immerhin den Unrat beiseitegeschafft, das Loch im Zaun ist jedoch noch nicht geschlossen (Foto: sky)
Mittlerweile hat die Telekom immerhin den Unrat beiseitegeschafft, das Loch im Zaun ist je...

Ein Bürger, dessen Frau auf einen Rollator angewiesen ist, hat andere Probleme: »Wenn die mal mit einem Rasentrimmer das Unkraut rund ums Haus entfernen, ziehen sie mit ihren Geräten oft die Drähte aus dem Maschendrahtzaun heraus, und die hängen dann quer über den Bürgersteig.« Alber bestätigt, dass es diesbezüglich auch schon weitere Beschwerden gegeben hat. Jüngst sei eine Meldung beim Ordnungsamt eingegangen, dass sich ein Kind an den herausragenden Drähten verletzt habe.

Es war nicht das erste verletzte Kind. Alber: »Der Bauhof hat daraufhin umgehend den Zustand im Rahmen der Gefahrenabwehr beseitigt.« Und das alles, obwohl es eigentlich Aufgabe des Grundstücksbesitzers gewesen wäre. Zeitgleich habe das Bauamt in Abstimmung mit dem Ordnungsamt Kontakt zur Telekom aufgenommen und diese aufgefordert, den öffentlichen Verkehrsraum freizuhalten, sagt Alber.

Das zeigte offenbar Wirkung. Binnen weniger Tage rückten Gartenpfleger und Lkw an, um Unkraut und Schutt zu beseitigen. Das Loch im Zaun ist allerdings immer noch da.

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