23. August 2018, 20:31 Uhr

Trotz Alber-Kandidatur

»Stimme RosbachRodheim« wirbt für Christoph Käding

23. August 2018, 20:31 Uhr
C. Käding

Die Nachricht, dass Bürgermeister Thomas Alber (parteilos) nun doch für eine zweite Amtszeit kandidiert (WZ von gestern), hat selbst seine bisherigen Unterstützer überrascht. Bei der »Stimme RosbachRodheim«, die mit SPD und FWG nach der Kommunalwahl die »Alber-Koalition« bildete, ändere das aber nichts an der Empfehlung für die Bürgermeisterwahl am 28. Oktober, betont der »Stimme«-Vorsitzende Dieter Kurth: »Wir unterstützen Christoph Käding, weil er aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner beruflichen Erfahrungen unseren Vorstellungen von einem geeignetem Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Rosbach entspricht.«

Das (nicht per Koalitionsvertrag geschmiedete) Bündnis mit SPD und FWG bestehe weiter, sagt Kurth. »Es hatte aber nie zum Ziel, jede Vorstellung des Bürgermeisters bedingungslos mitzutragen.« Nach Albers Aussage 2017, er stehe für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung, habe sich die »Stimme« nach geeigneten Kandidaten umgeschaut und sich dann im Mai für Käding entschieden. Albers Kehrtwende ändere nichts an der Haltung der »Stimme«: »Wir drehen unser Fähnchen nicht nach dem Wind, sondern stehen zu unseren Entscheidungen«, betont Kurth.

Das der »Stimme« immer wieder angeheftete Etikett »Bürgermeisterpartei« sei dabei durchaus willkommen. Man habe Alber »in vielen Sachfragen zu Mehrheiten verholfen – aus Überzeugung – und werde das dann auch gerne beim neuen Bürgermeister Christoph Käding tun«.

Im WZ-Artikel über Albers Kandidatur hatte es fälschlicherweise geheißen, Käding werde von keiner Partei unterstützt.

Stoff für die Seifenoper

Der Rosbacher FDP-Vorsitzende Jörg Werner, der von Alber im WZ-Gespräch als »Hoffnungsträger« betitelt worden war, will sich derweil nicht vor den Karren spannen lassen. »Herr Alber war bereits von seinem angekündigten Rücktritt vom Rücktritt zurückgetreten. Jetzt widerruft er schon wieder seinen Abgang. Guter Stoff für eine Seifenoper, deren tragischer Held, man darf es nicht vergessen, wohl schon früher ausgeschieden wäre, hätte sich die CDU beizeiten schneller für seine Abwahl ausgesprochen«, schreibt er in einer Pressemitteilung. Die FDP stehe »für solche Winkelzüge« nicht zur Verfügung, sondern für einen Neuanfang. »Und den gibt es nur mit unserem Kandidaten Hans-Otto Jacobi.«

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