01. August 2018, 07:30 Uhr

CDU unterstützt

Steffen Maar tritt bei der Bürgermeisterwahl in Rosbach an

Bei der Wöllstädter Bürgermeisterwahl im September 2012 musste er sich Adrian Roskoni geschlagen geben. Nun wagt Steffen Maar den nächsten Versuch in Rosbach.
01. August 2018, 07:30 Uhr
Steffen Maar

Er tritt als Kandidat in Rosbach an – und hat mir der CDU bereits die größte Fraktion auf seiner Seite.

Der parteilose Maar ist in Rosbach aufgewachsen, verheiratet und Vater zweier Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren. »Ich bin von mehreren Seiten angesprochen worden, warum ich als ›alter Rosbacher‹ und Verwaltungsfachmann nicht kandidieren würde«, schreibt der 47-Jährige in einer Pressemittelung. Er habe es sich gut überlegt und die Kandidatur mit seiner Familie besprochen. Nun wird er am 28. Oktober antreten.

Bislang gibt es noch zwei weitere Kandidaten: Christian Thiel und Christoph Käding. Beide treten als Unabhängige an. Die SPD als zweite große Partei in Rosbach hat bereits angekündigt, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen – und auch keine Wahlempfehlung zu geben.

Für die CDU ist Maar dagegen der passende Mann: Wie die Vorsitzenden von Partei und Fraktion, Henrik Schnabel und Jörg Egerter, mitteilen, habe man sich nach Gesprächen mit allen potenziellen Kandidaten für den 47-Jährigen entschieden. Der Union sei vor allem wichtig gewesen, dass »der Kandidat aus Rosbach kommt und über eine erforderliche Verwaltungserfahrung verfügt«. Beides treffe auf Maar zu. Er bringe mit seinem Hochschulstudium und seiner beruflichen Tätigkeit beim Hessischen Landesrechnungshof die besten Voraussetzungen für das Amt mit. Seit über 20 Jahren arbeitet Maar, der neben Öffentlichem Management ursprünglich Forstwirtschaft studiert hat, hier; als Referent für Prüfungen im Bereich des Umweltministeriums.

»Wir würden uns freuen, wenn auch noch weitere Fraktionen Maars Kandidatur unterstützen würden, etwa FWG und SPD«, schreiben Egerter und Schnabel mit Verweis auf dessen Kandidatur in Wöllstadt. Dass die Sozialdemokraten ihre Entscheidung aber noch einmal überdenken, darf eher bezweifelt werden.

Maar selbst hofft auf weitere Unterstützer. Er wolle in den kommenden Wochen weitere Gespräche zu führen – gerne mit allen im Parlament vertretenen Gruppen.

Steffen Maars Wurzeln liegen in der Landwirtschaft. Er wuchs auf dem landwirtschaftlichen Hof seiner Großeltern in Ober-Rosbach auf. Schweineställe ausmisten, Kühe melken und die Hühner versorgen. »Das hat mir immer großen Spaß gemacht«, sagte Maar 2012 im Gespräch mit der WZ. Heute wohnt er mit seiner Frau Katrin und den Söhnen – Julius war im Wöllstädter Wahlkampf auf die Welt gekommen – in Ockstadt. Seine Heimatstadt habe er nie aus dem Blick verloren. »Meine Mutter und mein Bruder wohnen dort und meine beiden Jungs sind regelmäßig bei der Oma in Rosbach.«

Die politische Entwicklung der Stadt in den vergangenen Jahren habe er mit Sorge beobachtet, sagt Maar. Aus seiner Sicht besteht die wichtigste Aufgabe des künftigen Bürgermeisters darin, die Kommunikation zu verbessern – sowohl zwischen Parlament und Verwaltung als auch zwischen den politischen Kräften.

Ackerflächen erhalten

Rosbach und Rodheim würden durch ihre Lage zum Rhein-Main-Gebiet weiter wachsen, glaubt Maar. »Man sollte diesen Standortvorteil nicht verschenken, sondern das Wachstum klug steuern und den Charakter der Ortsteile erhalten.« Die Bürgerbeteiligung und die Förderung des Ehrenamts und der Vereine seien ihm ebenfalls wichtig – etwa, um bei den Bürgern vorhandenes Know-how zu nutzen oder neu zugezogenen Familien die Integration zu erleichtern.

Maar spricht sich für die Belebung der historischen Ortskerne, den Ausbau des Radwegenetzes, die Verbesserung der ÖPNV-Anbindung und den Erhalt des Rodheimer Schwimmbads aus. Als Naturmensch – Maar ist großer Dackel-Liebhaber – liege ihm besonders der Erhalt der Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten in den Gemarkungen am Herzen. Wertvolle Ackerflächen dürften nicht bebaut werden, da sie als Erholungsgebiete nötig seien. (Foto: pv)

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