11. September 2018, 20:11 Uhr

Soziales Engagement zeigen

11. September 2018, 20:11 Uhr
Die Schüler zeigen sich bei ihrem Besuch im Karl-Wagner-Haus beeindruckt von den Lebensgeschichten der Bewohner und dem Engagement der Mitarbeiter. (Foto: pm)

Auf der Grundlage einer langjährigen Kooperation haben kürzlich Berufsfachschüler der Abschlussklasse 11BF2b der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) mit ihrem Klassenlehrer Klaus Peppler das Karl-Wagner-Haus in Friedberg besucht. Dieses bietet als soziale Einrichtung stationäre und ambulante Beratung und Hilfe für Menschen, die sich in besonderen sozialen Schwierigkeiten befinden, wie beim Verlust der Wohnung, in Lebenskrisen oder angesichts fehlender sozialer Bindungen.

Nach einer Begrüßung durch die Fachbereichsleiterin Ambulante Hilfen, Verena Weiß, bekamen die Schüler zunächst einen Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche des Karl-Wagner-Hauses. Sie zeigten großes Interesse und Betroffenheit, als der Streetworker des Karl-Wagner-Hauses ihnen beispielhaft Lebensläufe von Menschen vorstellte, deren letzter Rettungsanker die Aufnahme in einer solchen Hilfeeinrichtung war.

Wie schnell man in eine soziale Notlage kommen kann, schilderte ein Bewohner eindrucksvoll. Aufgrund einer schweren seelischen Belastung verlor er zunächst seine Arbeit und schließlich auch seine Wohnung. Zum Abschluss des Besuchs besichtigten die Schüler der JPRS die Räume des Karl-Wagner-Hauses, darunter Wohnheim, Herberge und Holzwerkstatt. Im Rahmen eines aktuellen Projektes von JPRS und Karl-Wagner-Haus fertigen die Berufsfachschüler im Unterricht in der schuleigenen Holzabteilung und Metallwerkstatt Einzelteile für das Modell eines Lokomotive-Transportwagens. Demnächst werden die Schüler zusammen mit Bewohnern des Karl-Wagner-Hauses in der Werkstatt der Sozialeinrichtung die Teile montieren.

Von dem gegenseitigen Kennenlernen und der gemeinsamen Projektarbeit können beide Seiten profitieren: Die Schüler engagieren sich auf sozialer Ebene und entdecken ihre Sensibilität für Menschen in sozialen Notlagen. Die Bewohner des Karl-Wagner-Hauses knüpfen Kontakte und bauen wieder erste soziale Bindungen auf.

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