22. Juli 2018, 19:47 Uhr

Sieben Prozent Dividende

22. Juli 2018, 19:47 Uhr
Thomas Emich (l.) und Andreas Wagner (r.) ehren die Jubilare (v. l.)Karl Faust (60 Jahre), Josef König, Walter Wagner und Josef Fritz (alle 50 Jahre). (Foto: hau)

Mit Snacks, Sekt und Selters läutete die selbstständige Volksbank Ober-Mörlen am Freitag im Pfarrgarten ihre Generalversammlung ein. Im Bonifatiussaal standen dann Bilanzen, Wahlen, die Abstimmung über die Verwendung des Jahresüberschusses, Ehrungen und ein Blick auf den 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen an. Unisono stimmten die Mitglieder dafür, dass 52 048 Euro aus dem Jahresüberschuss als siebenprozentige Dividende an aktuell 1717 Mitglieder ausgeschüttet werden. Das sind je sieben Euro auf 7420 Anteile. Weitere 150 000 Euro wandern in die Rücklagen. Ebenso einmütig wählte die Versammlung den Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Feuerstein erneut in das Kontrollorgan, seine Ehrenamtszeit war turnusgemäß ausgelaufen. Für 50 Jahre Treue zur Volksbank Ober-Mörlen ehrten die Volksbank-Vorstände Thomas Emich und Andreas Wagner 13 Mitglieder: Klaus Dinges, Kurt Feuerstein, Josef Anton Fritz, Reinhold Geck, Hans König, Josef August König, Josef Meyer, Hans Roth, Werner Schäfer, Rudolf Scheibel, Christa Schlosser, Doris Schmitt und Walter Wagner. Seit 60 Jahren gehören Karlheinz Brauburger und Karl Faust der Volksbank Ober-Mörlen an.

Kritik an Konzentrationsprozess

Im Geschäftsbericht hatte Wagner zuvor einen kritischen Blick auf den rasanten bundesweiten Konzentrationsprozess bei den Genossenschaftsbanken geworfen. In Jahr 2017 war die Zahl um 57 Häuser auf 972 gefallen. »Mittlerweile dürften es unter 900 sein«, sagte Wagner. Konsolidierung nenne man das heute. »Ob allerdings die Konzentration Genossenschaftsbanken stark macht, bezweifle ich.« In Ober-Mörlen werde man sich weiter für die Selbstständigkeit stark machen. Wagner. »Trotz andauernder Niedrigzinsphase und steigender Belastung durch Regulatorik hat sich die Volksbank Ober-Mörlen gut behauptet«.

Positiv entwickelten sich laut Wagner das Geschäftsvolumen und die Ergebniszahlen. Nach den Beschlüssen ihrer Mitglieder verfügt die Volksbank Ober-Mörlen über erneut gestiegene Rücklagen von 8 Millionen Euro. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder wuchsen auf 755 600 Euro. Wagner resümierte: »Die Volksbank Ober-Mörlen besitzt weiterhin eine überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung. Für die nächsten zwei Jahre erwarten wir ein moderates Wachstum.« Der Dank für Vertrauen und gute Zusammenarbeit ging an die Kunden ebenso wie an die Mitarbeiter und den Aufsichtsrat.

Im Zwiegespräch beleuchteten die Vorstände Wagner und Emich die Verdienste des Gründervaters Friedrich Wilhelm Raiffeisen um die genossenschaftliche Bewegung unter dem Motto »Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele«. Ursprünglich als Hilfe zur Selbsthilfe gegen Hunger und Wucherer für notleidende Bauern und später auch für Handwerker und Arbeiter gedacht, standen die von Raiffeisen gegründeten Vereine der Gründung von Genossenschaften Pate. Heute gehöre jeder vierte Deutsche einer Genossenschaft an. Die Fusionswelle führe indes zu Konzernstrukturen und habe mit der Grundidee nicht mehr viel zu tun.

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