05. September 2018, 19:22 Uhr

Musizieren in der Grundschule

Musikalische Früherziehung hat positive Auswirkungen auf Kinder, das beweisen zahlreiche Studien. Auch an der Jim-Knopf-Grundschule in Wölfersheim können schon die Kleinsten verschiedene Instrumente erlernen. Möglich wird das durch die Arbeit des Fördervereins der Wölfersheimer Schulen.
05. September 2018, 19:22 Uhr
Thomas Gerlach trägt mit seinem Förderverein dazu bei, dass der Gitarrenkurs an der Jim-Knopf-Grundschule stattfinden kann. (Foto: pv)

Musik liegt dem Menschen bereits vor seiner Geburt im Blut: Nachgewiesen reagieren Ungeborene positiv auf Gesang oder Instrumentenspiel der Mutter, sie scheinen zudem sanfte, klassische Melodien aus dem Radio härteren Rocktönen vorzuziehen. Ebenso weisen zahlreiche Studien diverse Effekte musikalischer und tänzerischer Erziehung in Kindergarten und Schule auf das emotionale und soziale Leben der Kinder, aber auch auf Intellekt, Leistungsbereitschaft und die Persönlichkeitsbildung nach.

Verein seit 30 Jahren aktiv

Der Förderverein der Wölfersheimer Singbergsschule sowie der Jim-Knopf-Grundschule räumt der Unterstützung der musikalischen Erziehung von der Grundschule bis zum Abitur dementsprechend seit langem einen hohen Stellenwert in seiner Arbeit ein. 1988, also vor dreißig Jahren zunächst für die Singbergschule gegründet, wurde der Verein ab 2004, dem Eröffnungsjahr der neuen Jim-Knopf-Schule, auch für diese Bildungseinrichtung tätig. »Bildung ist unser wichtigster Rohstoff, denn in den Köpfen der Kinder entsteht unsere Zukunft und die unseres Planeten«, erklärt Thomas Gerlach, Vorsitzender des Fördervereins. Wie er selbst gehören zahlreiche weitere Vorstandsmitglieder zur Gründergeneration des Fördervereins – unter ihnen Erich Leonhardt, Christa Diether, Stefanie Blind, Holger Heßler und Adolf Purper.

»Der Verein unterstützt seine beiden Schulen mit hohen finanziellen Mitteln bei der Anschaffungen von Lern- und Unterrichtsmaterialien und fördert Unterrichts- und Klassenprojekte. Der musikalischen Erziehung kommt dabei besondere Bedeutung zu«, unterstreicht Gerlach. »In der Jim-Knopf-Schule wird die gesamte musikalische Förderung in den Nachmittagskursen Gitarre, Keyboard, Geige, Cello und Percussion von uns finanziert und getragen. Ähnliches gilt für die Singbergschule.«

Aktuell nehmen 63 Kinder diese musikalischen Angebote des Fördervereins in der Jim-Knopf-Schule wahr – 30 Streicher (Violine, Cello); 21 Gitarristen und 12 Kinder an den Percussions. Allein zum neuen Schuljahr lagen 42 Bewerbungen für die Kurse der dritten Klassen vor. »Das sind rund 50 Prozent des gesamten Jahrgangs«, sagt Gerlach

In den vergangenen 30 Jahren konnten mehr als 250 000 Euro an die Wölfersheimer Schulen gespendet werden. Möglich werden diese Summen sowie das beliebte Zusatzprogramm an Theater-, Konzert- und Musicalfahrten unter anderem durch die hohe Zahl der Vereinsmitglieder: Inzwischen begeistern sich mehr als 500 Eltern, ehemalige Schüler und Lehrer sowie ganze Wölfersheimer Unternehmen für die Vereinsarbeit. Bereits ab einem geringen Beitrag von einem Euro pro Monat kann man Mitglied werden, viele Vereinsangehörige spenden jedoch ein Vielfaches, wie der Vorsitzende berichten kann.

»Unabhängig von der Förderung der musikalischen Bildung im Musikunterricht und den Zusatzangeboten wie Flöte und Chorgesang, die der Jim-Knopf-Schule den Titel einer musikalischen Grundschule eingebracht haben, hat die Schulleitung gemeinsam mit dem Förderverein ein umfassendes musikalisches Angebot erarbeitet, dass in zunehmendem Maße von den Eltern in Anspruch genommen wird«, unterstreicht Gerlach.

Alternative zum Privatunterricht

Konkret bedeutet dies: Der Förderverein kauft die Instrumente und leiht sie den Kindern für zwei Jahre. Der Verein finanziert zudem die Instrumentallehrer und stellt zwei ehrenamtliche Mitglieder, die für eine reibungslose Abwicklung sorgen. So kümmert sich etwa Katrin Zinsheimer um finanzielle Angelegenheiten. Die Eltern zahlen 35 Euro pro Monat für das Zusatzangebot – eine günstige Alternative zum Privatunterricht, zudem entfalle der Ortswechsel zu einem anderen Unterrichtsort, erklärt Gerlach.

»Nach Abschluss der Grundschulet wechselt die Mehrheit der Schüler an die Singbergschule, wo alle Kursangebote weitergeführt werden«, betont der Vorsitzende.

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