26. Januar 2018, 18:41 Uhr

Moderne Häuser für Wehren

26. Januar 2018, 18:41 Uhr

Die Gemeinde hält an der dezentralen Struktur der Freiwilligen Feuerwehren fest. Das wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung deutlich. Bei der Diskussion um die Sanierung der Gerätehäuser in Ranstadt und Ober-Mockstadt sprach sich Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel für den eingeschlagenen Weg aus. Die Gemeindevertreter folgten ihr einstimmig: Die Planung und Umsetzung von Sanierungen an beiden Häusern beraten die Parlamentarier in Kürze in zwei Ausschüssen (Haupt- und Finanzausschuss sowie Bauausschuss).

Die Bürgermeisterin berichtete, dass beide Gerätehäuser 1966 gebaut wurden und nur 1989 (Ranstadt) und 1991 (Ober-Mockstadt) überholt und umgebaut wurden. Inzwischen habe sich ein Sanierungsstau ergeben, was nicht nur die sanitären Anlagen betreffe. Es gibt keine Duschen, und die Umkleidespinde stehen zum Teil in den Fahrzeughallen. Einzurichten seien auch Büros für die Telekommunikation und die Technische Einsatzleitung der Wehrführung, die einhergehen sollen mit Veränderungen in den Außenbereichen und neuen Zuwegen für die Einsatzkräfte. In Ranstadt müsse zudem beachtet werden, dass der Gesetzgeber eine Notstromversorgung für Evakuierungsräume fordere, was im angrenzenden Bürgerhaus erfolgen könne. In Ober-Mockstadt müsse ein Unterrichtsraum geschaffen werden.

Die Bürgermeisterin schlug als Zeitplan vor: Nach der Bestandsaufnahme beider Häuser sollen die Ausschüsse im Februar alle Optionen prüfen. Im März könnten die Vorplanungen in Auftrag gegeben werden, die zwischen Ostern und Anfang Mai präsentiert werden könnten. Daran schließen sich die Alternativprüfungen und die Folgekostenberechnungen der unterschiedlichen Modelle bis etwa Mitte Juni an, um dann über die Planungen zu entscheiden und bis Anfang August entsprechende Förderanträge zu formulieren. Geplant sei die Umsetzung in Ranstadt für 2019 und in Ober-Mockstadt im Jahr 2020.

Künftig werde die Landesregierung nur noch An- und Umbauten an Feuerwehrgerätehäusern finanziell unterstützen. Für 2017 hatte man bereits 50 000 Euro im Haushalt für die Sanierung des Gerätehauses in Ranstadt eingestellt, für 2019 werde man 350 000 Euro vorsehen, was jedoch noch keine endgültig ermittelte Vorabsumme darstelle. In Ober-Mockstadt gehe man von 20 000 Euro für die Vorplanungen und 50 000 Euro als Anschubsumme aus, die aber niemals ausreichen werde, so die Bürgermeisterin.

Sie lobte die Feuerwehrleute, die in großer Zahl der Sitzung beiwohnten. Die »Mannschaft« sei hoch motiviert, denn sie erkenne die Unterstützung seitens der Politik und der Bevölkerung, sagte Reichert-Dietzel. Dennoch sei es oft schwierig, die Arbeit im Ehrenamt mit Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

»Die dezentrale Struktur mit Gerätehäusern in allen Ortsteilen hat sich bei uns bewährt«, schloss sie aus den Berichten der Wehrführer in den aktuellen Jahreshauptversammlungen. Das zeige sich deutlich bei der Qualifikation der Wehrleute – und bei gleich zwei Einsätzen in Bobenhausen in der Silvesternacht.

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