19. November 2018, 19:33 Uhr

Mit Freunden für den Frieden

19. November 2018, 19:33 Uhr
Die Delegation aus Friedberg legt in Villiers-sur-Marne einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges nieder. (Foto: pm)

Die Planung für das feierliche Wochenende zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges begann bereits vor zwei Jahren im Rathaus von Villiers-sur-Marne, der französischen Partnerstadt Friedbergs. Das Hauptanliegen von Bürgermeister Jaques-Alain Bénisti war, dass die Veranstaltung mit vielen Akteuren gemeinsam gestaltet werden und der bestehende Frieden sowie Europa im Vordergrund stehen sollten. Daher lud er die Partnerstädte Entroncamento und Friedberg sowie die freundschaftlich verbundene Stadt Bishop’s Stortford zur Teilnahme ein.

Bereits vor diesem Wochenende hatte ein reger Austausch zwischen Akteuren des Wetterau-Museums und des historischen Museums in Villiers-sur-Marne stattgefunden. Die Leihgaben aus dem Wetterau-Museum bereicherten die Ausstellungen des historischen Museums und im Rehabilitationszentrum.

Ein Fort, das sonst nicht geöffnet ist

Bei den Leihgaben handelte es sich um einen Offiziershelm der hessischen Infanterie und einen Helmüberzug, einen Képi M 1884 der französischen Armee, einen deutschen Stahlhelm, einen französischen Adrian-Stahlhelm, ein Postkartenleporello, ein Heft »Offizier-Kriegsgefangenen-Lager Friedberg«, ein Programm für einen französischen Theaterabend im Offiziers-Kriegsgefangenenlager Friedberg und um ein Gedicht mit dem Titel »Le Prisonnier«. Die Friedberger wurden im Rathaus von Villiers-sur-Marne herzlich begrüßt. Der Abend endete mit dem eindrucksvollen Theaterstück »Villiers se souvient«, in dem der Erste Weltkrieg aus der Perspektive einer Frau anhand eines Briefwechsels zwischen einem jungem Paar behandelt wird.

Am Samstag besichtigten die Vertreter von Bishop’s Stortford, Entroncamento und Friedberg das für die Öffentlichkeit eigentlich nicht zugängliche »Fort de Villiers«, das seit seinem Bau 1874 unterschiedlich genutzt wurde. Am Nachmittag schaute sich die internationale Gruppe die Sonderausstellung im Rehabilitationszentrum mit Originalkleidung der damaligen Zeit, die Briefmarkenaustellung 1914-1918 in der Bibliothek und die Ausstellung im historischen Museum an.

Schließlich standen die offizielle Zeremonie am Rathaus, die Parade durch die Innenstadt und die Kranzniederlegungen zum Gedenken an die Gefallenen auf dem Programm. Die Parade endete im Sportzentrum, in dem Schulchöre das Thema musikalisch aufgriffen und beeindruckend vortrugen.

Bürgermeister Bénisti dankte allen Beteiligten für ihr Mitwirken und schloss mit den Worten: »Dieses gemeinsame Gedenken ist ein großer Moment des Zusammenhaltes aller und wird dazu beitragen, dass unsere freundschaftlichen Beziehungen Herausforderungen bewältigen und wir uns auf der Basis der Sicherung unseres wertvollsten Schatzes, des Friedens, einigen können.«

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