31. Juli 2018, 21:02 Uhr

»Mehr als nur Breitbandausbau«

31. Juli 2018, 21:02 Uhr
Thorsten Schäfer-Gümbel warnt davor, die Augen vor dem Wandel bei der Digitalisierung zu verschließen (Foto: pv)

Vergangene Woche stellte Thorsten Schäfer-Gümbel, stellvertretender Bundesvorsitzender, Landesvorsitzender der SPD und Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl, auf Einladung der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl sein neues Buch zum Thema Digitalisierung im Kulturbahnhof in Stockheim vor.

Die Lesung des SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 28. Oktober wurde umrahmt von den beiden Musikern Jens Breidenstein und Johannes Noack anlässlich der Veranstaltungsreihe »Mittendrin und ganz nah dran«.

Den gut 70 Gästen brachte Schäfer-Gümbel näher, welche Möglichkeiten und notwendige Maßnahmen er und die SPD in Zukunft angehen werden, um die Digitalisierung innerhalb der Gesellschaft positiv voranzutreiben. Dabei stellte er nicht nur sein Buch »Die sozialdigitale Revolution« vor, er stand im Anschluss daran den Zuhörern auch Rede und Antwort.

Themen des alltäglichen Lebens

In seinen einführenden Worten machte er deutlich, dass es sich beim Thema Digitalisierung nicht um abstrakte Themen handelt, sondern um jene, die das alltägliche Leben betreffen. »Digitalisierung ist mehr als nur Breitbandausbau und Netzsicherheit«, sagte Schäfer-Gümbel zu Beginn. Er veranschaulichte dies, indem er die Zuhörer durch eine Vielzahl von Politikfeldern führte, in denen Digitalisierung neue Fragen und Problemstellungen aufwirft oder wo die Digitalisierung zur Lösung von Problemen beitragen kann. »Wir müssen wieder in einen Gestaltungsmodus kommen. Der Wandel ist so schnell, dass eines nicht passieren darf: Dass wir die Augen verschließen«, sagte Schäfer-Gümbel.

So berichtete der SPD-Landesvorsitzende unter anderem, dass nicht mehr der Frankfurter Flughafen den höchsten Energieverbrauch in Frankfurt aufweise, sondern die vielen Rechenzentren an einem der größten Internetknoten der Welt. Unter dem Stichwort »Digitalisierung in der Arbeitswelt« machte Schäfer-Gümbel deutlich, dass mittlerweile auch viele Handwerksberufe nicht mehr ohne digitale Technologien auskommen. »An dieser Stelle kommt dann auch das Thema Bildung ins Spiel«, sagte Schäfer-Gümbel und diskutierte Fähigkeiten, die Schüler mit in eine digitale Arbeitswelt bringen müssen – angefangen von der Medienkompetenz bis hin zum Programmieren.

Kind oder älteres Ehepaar?

Besonders nachdenklich stimmten die Ausführungen Schäfer-Gümbels zu ethischen Fragen, die die Digitalisierung aufwirft. Wie soll sich zum Beispiel ein autonom fahrendes Auto verhalten, wenn es, um einen Unfall zu verhindern, ausweichen muss und entweder ein Kind oder ein älteres Ehepaar durch das Ausweichmanöver verletzt oder gar getötet würde?

In der an die Lesung anschließenden Frage- und Diskussionsrunde kamen insbesondere Fragen auf, die sich mit dem autonomen Fahren befassten oder die Verbindung von Digitalisierung und Umweltbewusstsein kritisch betrachteten. Zum Abschluss signierte Schäfer-Gümbel Bücher, die an einem Büchertisch der Hellerschen Buchhandlung aus Büdingen erworben werden konnten.

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