22. August 2018, 20:16 Uhr

Mehr Busse sollen her

Die Busanbindung in Reichelsheim sowie Blofeld und der Busverkehr zur Singbergschule in Wölfersheim soll besser werden. Für einen entsprechenden Antrag der CDU haben sich die Stadtverordneten einstimmig ausgesprochen.
22. August 2018, 20:16 Uhr
Viel los beim Einsteigen in den Schulbus: Das gebe es auch in Beienheim, kritisiert die CDU. Dort sammeln sich die Schulkinder, um in die Singbergschule nach Wölfersheim zu fahren. Manche blieben morgens sogar stehen. Ein größerer Bus soll her. (Symbolfoto: nic)

Dr. Erich Sehrt beantragte für die CDU, dass der Magistrat mit der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) Kontakt aufnehmen solle, um Blofeld versuchsweise in die Linie FB-01 einzubinden sowie die Anbindung der Kernstadt durch die Linien FB-57 und eventuell FB-03 an die Singbergschule zu optimieren.

Blofeld solle von Montag bis Freitag mindestens dreimal am Tag testweise über eine Verbindung Echzell – Blofeld – Florstadt und zurück im Rahmen der Linie FB-01 zusätzlich zu der bestehenden Linie FB-03 angefahren werden. Diese Testphase solle möglichst ein Jahr andauern. Durch eine solche Busanbindung könnten die Einwohner von Blofeld die Infrastruktur der Nachbargemeinden nutzen, argumentierte die CDU. Es gebe in dem Stadtteil wenig Potenzial für die Ansiedlung von Geschäften. Außerdem könnten durch eine verbesserte Busanbindung eine größere Auswahl weiterführender Schulen erreicht werden und Jugendliche die Angebote der Jugendhilfe auch in den Nachbargemeinden nutzen.

 

Schulbusse überfüllt

 

Durch die Testphase könnte das Verhältnis von den Kosten des Ausbaus der Busverbindung zum Nutzen für die Bürger bewertet werden. Sehrt regte an, dass die Stadt nach einem halben Jahr einen Zwischenbericht von der VGO bekommt. Über dessen Inhalte sollten sowohl der Magistrat als auch die Stadtverordneten informiert werden.

Die Verbesserung der Busanbindung zur Singbergschule sei notwendig, weil der Bus am Morgen ab 7.36 Uhr im Nachbarstadtteil Beienheim bereits durch Schulkinder überfüllt sei. »Die Kapazitäten sind durch Zustiege in Weckesheim, Beienheim, Melbach und Södel ausgelastet«, erläuterte Sehrt in seiner Begründung. »Es ist daher bereits vorgekommen, dass Kinder wegen Überfüllung des Busses nicht befördert wurden.« Deshalb solle die VGO zu diesen Stoßzeiten mindestens einen Bus mit mehr als den jeweils 40 Steh- und Sitzplätzen des Standardbusses einsetzen. Optimal sei eine bessere Vernetzung der Linie FB-03 mit dem bestehenden Busangebot zur Schule.

 

Gespräche mit Eltern geführt

 

Rainer Schauermann, Fraktionsvorsitzender der SPD, zeigte sich von der präzisen Ausarbeitung des Antrags beeindruckt. Man könne den Eindruck gewinnen, er liege bereits bei der VGO in der Schublade. Schließlich habe die CDU über Parteimitglieder »exzellenten Zugang zu Informationen«.

Holger Hachenburger (CDU) erklärte, »der Antrag ist deshalb so präzise, weil wir seit einem Jahr daran arbeiten«. Durch den Erfolg der Oberstufe in Wölfersheim sei der Bedarf gestiegen. Die CDU habe über dieses Thema intensive Gespräche mit Eltern geführt. In Blofeld hätten Bürger die Anregung an die Fraktion herangetragen.

 

Magistrat soll Einfluss nutzen

 

Carsten Eckhold (Freie Wähler) wollte wissen, welchen Einfluss der Magistrat bei der VGO geltend machen könne. Zumindest mehr als einzelne Bürger, erwiderte Hachenburger. Einen Anspruch auf einen Ausbau des Nahverkehrs habe das Gremium jedoch genauso wenig. Er erinnerte daran, dass vor einigen Jahren eine Abendverbindung wegen der Kosten durch die VGO abgelehnt worden sei. Erst, als man die Anfrage immer wieder an die VGO herangetragen habe, sei diese schließlich aktiv geworden.

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