03. August 2018, 20:31 Uhr

»Loewe« senkt den Verbrauch

03. August 2018, 20:31 Uhr
Für die gigantischen Großwickelrohre braucht es dank eines Forschungsprojektes künftig weniger Material. Geschäftsführerin Heike Frank (l.) und Tina Blau erläutern Wissenschaftsminister Boris Rhein die neuen Erkenntnisse. (Foto: pm)

Wissenschaftsminister Boris Rhein besuchte im Rahmen seiner Sommerreise die Firma Frank Kunststofftechnik in Wölfersheim: Gemeinsam mit der TU Darmstadt hat das Wetterauer Unternehmen neue Großwickelrohre entwickelt, die weniger Material brauchen und die thermisch besser isolieren. Das Projekt wurde über das hessische Forschungsförderprogramm Loewe (Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) mit rund 310 000 Euro gefördert.

»Energie- und Ressourceneffizienz spielen im produzierenden Gewerbe eine immer wichtigere Rolle«, sagte der Minister in Wölfersheim. »Das Land Hessen unterstützt mit seinem bundesweit einmaligen Förderprogramm nicht nur Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sondern auch Verbundprojekte zwischen Unternehmen und Wissenschaft, wie sie im Fall der Firma Frank und der TU Darmstadt vorliegen«, sagte Rhein. Von diesem Modell würden beide Seiten profitieren: Die Wirtschaft habekonkrete Anliegen, für die sie Lösungen suche. Die Forschung entwickele im praxisnahen Umfeld ihre Ideen und setze sie direkt um, sagte der Minister. Mit den entwickelten Rohren könne die Firma Frank ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern.«

20 Prozent weniger Material

Das gemeinsam verwirklichte Projekt trägt den Titel »RiGID – Ressourceneffiziente innovative Großwickelrohre mit thermischer Isolation und hoher Druckfestigkeit«. Hinter dem komplexen Titel steckt ein zentrales Problem der Rohrindustrie, das von Frank an die TU Darmstadt herangetragen wurde: Rohrsysteme mit großen Durchmessern und hohem Innendruck, sogenannte Großwickelrohre, bedingen einen hohen Materialverbrauch. Sie benötigen dicke Wände, damit sie dem Innendruck standhalten können. An der TU Darmstadt wurde nun der Aufbau der Wände durch gedämmte Systeme ersetzt, die bei thermischen Anwendungen erheblich Energie einsparen. Das Ergebnis laut TU: 20 Prozent weniger Materialverbrauch. Das Projekt habe auch Erkenntnisse über das mechanische und thermische Verhalten von Großwickelrohren sowie zur Entwicklung der erforderlichen Versuchstechnik geliefert. Im Zuge des gemeinsamen Projektes zwischen dem Wölfersheimer Unternehmen und den Wissenschaftlern aus Darmstadt wurde das Thema »Großwickelrohre« sogar als neues Forschungsgebiet der Technischen Universität Darmstadt etabliert, wie Rhein hervorhob.

»Bisher wurden im Rahmen des Loewe-Programms seit 2008 insgesamt 277 Vorhaben von 870 Partnern gefördert und rund 729 Millionen wurden bereitgestellt. Bis 2020 stehen über 90 Millionen Euro zur anteiligen Förderung derartiger Verbundprojekte bereit«, sagte der Wissenschaftsminister.

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