07. September 2018, 19:43 Uhr

Literweise Natur von nebenan

07. September 2018, 19:43 Uhr
Viel Arbeit, die aber großen Spaß bereitet: Ein Apfel nach dem anderen landet bei der Aktion mitten in Bad Nauheim in der Presse.

Fleißig haben sich die Kinder der Klasse 3a der Wettertalschule Rödgen an die Arbeit gemacht. Ein Apfel nach dem anderen landete in der Presse, die vor der Stadtmarketing-Geschäftsstelle in den Kolonnaden postiert worden war. Zum Tag der Nachhaltigkeit am Donnerstag wurde dort mitten in der Stadt der naturtrübe Apfelsaft »Streuner« von biozertifizierten Streuobstwiesen aus der Gemarkung Bad Nauheim präsentiert. Und der schmeckte nicht nur den Kindern hervorragend.

Um sich für den Erhalt der Bad Nauheimer Streuobstwiesen einzusetzen, entwickelten die Inhaber der »Roten Pumpe« in Nieder-Mörlen mit Unterstützung der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH und dem U38-Büro für Grafik die Idee für einen neuen Apfelsaft aus der Region. Heraus kam der »Streuner«, abgeleitet von Streuobst. »Ein Projekt, das die Kulturlandschaft, Bäume und Wiesen, den Trinkgenuss und den Umgang der Menschen miteinander in der Region erhalten helfen soll«, erklärte Ulli Schwabe von der »Roten Pumpe«. Die große Vielfalt, die dank der Streuobstwiesen geboten werde, könne so ideal genutzt werden.

Produktion, Verkauf und Verzehr – gerne möchten die Beteiligten das Produkt in der Region etablieren. Geplant ist auch ein »Streuner«-Apfelwein im kommenden Jahr. »Oder auch ein Apfelwein mit Rosenwasser«, sagte Schwabe, der den Apfelsaft nun in der »Roten Pumpe« zum Verkauf anbietet. Gerne solle auch die örtliche Gastronomie mit eingebunden werden.

Die Gestaltung des Logos übernahmen wieder Bernd Hallmann und Sebastian Wenk vom U38-Büro.

Einen Bezug haben die Kinder der Wettertalschule längst entwickelt. Diese zählt zur »Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft« mit dem Schwerpunkt »Starkes Frühstück«. »Das Thema Apfel haben wir gerade im Unterricht erarbeitet«, erläuterte Lehrerin Andrea Burkhardt. Die jungen Experten haben dazu auch eine Kelterei besucht. Als Goldsteinkinder seien der 3a die Streuobstwiesen längst vertraut. Gerne schritten die Kinder zur Tat und halfen bei der Präsentation. Wie auch der örtliche NABU, der den Tag der Nachhaltigkeit mit einem Stand begleitete.

Mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten leben auf einer Streuobstwiese. Trotz vieler toller Eigenschaften sind die Streuobstwiesenbestände stark bedroht. »Gerade im Hinblick auf das zunehmende Insektensterben sind diese schwindenden, naturbelassenen Refugien unabkömmlich«, sagte Bürgermeister Klaus Kreß, der den Saft vor Ort gemeinsam mit Erstem Stadtrat Peter Krank testete – und, wie viele Passanten, lobende Worte fand. In einer neuen Broschüre der Stadt werden Vielfalt und Größenordnungen der Streuobstwiesen in Bad Nauheim und den Stadtteilen näher beschrieben. Erhältlich ist sie im Rathaus, im Grünamt und beim Stadtmarketing.

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