14. August 2018, 21:16 Uhr

Kritik an »willkürlichen Grenzen«

14. August 2018, 21:16 Uhr
Beim Besuch der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl fordern die Züchter von der Politik, künftig besonnen zu handeln, wenn die Vogelgrippe wieder auftritt. (Foto: pm)

Am Freitag machte die Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl (SPD) auf ihrer Sommertour zum Thema »Oberhessen-tierisch gut« halt beim Rassegeflügelzuchtverein Nieder-Florstadt. Knapp 30 Menschen waren gekommen, um mit der Landtagsabgeordneten die Gegebenheiten auf der Anlage des Vereins anzuschauen und vor allem ins Gespräch über die Herausforderungen in der Geflügelzucht zu kommen.

Die Anlage des 1927 gegründeten Vereins befindet sich am Ortsrand von Nieder-Florstadt, in direkter Angrenzung an den Florstädter Wald. Dadurch haben es sowohl die Züchter als auch ihre Tiere selbst bei andauernden heißen Temperaturen zumindest vergleichsweise kühl.

Einst ein Nahrungsmittel

»Der Rassegeflügelzuchtverein Nieder-Florstadt gehört zu den traditionsreichsten in der Region. Früher stand überwiegend die Nahrungsmittelzucht im Vordergrund, heute geht es stärker um den Rassenerhalt und um die Liebe und Pflege der Tiere. Insgesamt hat die Geflügelzucht in Oberhessen eine lange Tradition«, sagte die Abgeordnete. Bei ihrer kurzen Ansprache vor den Vereinsmitgliedern und den teilnehmenden Gästen lobte sie vor allem das Engagement der Züchterinnen und Züchter.

Der Vorsitzende des Zuchtvereins, Klaus Pape, wiederum freute sich über den Besuch. Schnell kam ein intensiver Austausch über die Besonderheiten, aber auch die Herausforderungen der Geflügelzucht auf. Insbesondere die Einschnitte durch die auftretende Vogelgrippe hatten die Züchter schwer getroffen. »Die Grenzen, die nach solchen Ereignissen gezogen werden, sind willkürlich«, sagte einer von ihnen. »Da ist die eine Hausnummer noch im Sperrgebiet, der nächste darf bei der Geflügelschau aber schon wieder ausstellen.« Von der Landespolitik erwarten die Züchter im Hinblick auf zukünftig auftretende Fälle von Vogelgrippe ein besonnenes Handeln und ein Konzept, das die Interessen der Geflügelzucht berücksichtigt.

Auch die fünfte Etappe der Sommertour war aus Gnadls Sicht ein voller Erfolg. »Es ist schön zu sehen, wie vielseitig unsere Region ist und wie viele Facetten des tierischen Lebens hier ihr Zuhause haben«, sagte sie. Den nächsten Stopp macht sie am Freitag, 17. August, um 18 Uhr auf dem Hof der Familie Brauner in Dauernheim.

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