06. September 2018, 20:37 Uhr

Im Wald des grünen Vulkans

06. September 2018, 20:37 Uhr
Unter fachkundiger Führung geht es durch die Altstadt von Schotten. (Foto: pv)

Zum Abschluss des diesjährigen Schwerpunktthemas »Wald« unternahm der Naturheilverein Bad Nauheim-Bad Vilbel vor Kurzem eine Fahrt zum Erlebnisberg Hoherodskopf und nach Schotten.

Unter kompetenter Führung führte die Strecke für die 20-köpfige Gruppe am Hochmoor vorbei. Weiter ging es durch dichte Laub- und Fichtenwälder, vorbei an Heideflächen und Moosen.

Diese sogenannten Urwälder wurden vor einigen Jahrzehnten aus der intensiven Forstwirtschaft herausgenommen und sich selbst überlassen, um so die ursprüngliche biologische Vielfalt wiederherzustellen.

Weitere Informationen erhielten die Teilnehmer über Waldwirtschaft, touristische Nutzung, die geologischen Besonderheiten sowie zur Kräuter- und Pflanzenheilkunde.

Erstaunen rief auch die Entstehung des »Alten Berges« bei Nieder-Wöllstadt hervor, der aus dem Magma der Vogelsberg-Vulkane, das bis ins Rhein-Main-Gebiet geflossen ist, entstand.

Mit einer Führung durch die Altstadt von Schotten, begleitet von einem sehr gut vorbereiteten Stadtführer, begann der zweite Teil des Ausfluges.

Zunächst überraschte er damit, dass der Ortsname Schotten auf schottische Mönche zurückgeht, die den katholischen Glauben in den Vogelsberg brachten.

Auch über die Verbindung zum Architekten des Bad Nauheimer Sprudelhofes, Wilhelm Jost, wurden die Ausflügler informiert. Dieser hat auch in Schotten gewirkt und war für die Wiederherstellung des historischen Rathauses und seinem typisch oberhessischen Fachwerk mit verantwortlich.

Der Stadtführer zeigte auch, dass viele Gebäude unterschiedliche Fachwerkstile aus verschiedenen Bau- und Anbauperioden aufweisen. An den öffentlichen historischen Gebäuden erklärte er, dass die Baustile von Gotik über Barock bis hin zum Klassizismus und Jugendstil reichen.

Der sehr wertvolle Flügelaltar (Hochaltar) der Liebfrauenkirche aus dem 14. Jahrhundert zählt zu den Hauptwerken der spätgotischen Malerei.

Mit weiteren spannenden Erzählungen über die Schotten und seine Altstadt endete die Stadtführung.

Schon auf der Rückfahrt stand fest, dass beim nächsten Mal noch andere, unbekannte Wege und Stellen Schottens erkundet werden sollen. Auch der Besuch des »Vulkaneums« und die Begehung des Baumwipfelpfades stehen dann auf dem Ausflugsprogramm.

Wieder zu Hause angekommen, bedankten sich alle bei Wally Haertel und Petra Hellmeck für diesen interessanten abwechslungsreichen und informativen Ausflug.

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