28. Mai 2018, 20:22 Uhr

ISS-Überflug als Höhepunkt

28. Mai 2018, 20:22 Uhr
Der Blick durch das Teleskop begeistert Jung und Alt. (Foto: sax)

Im fünften Jahr passte endlich alles. Rund 500 Besucher, darunter viele Familien, kamen am Samstag zur Sternguckernacht an die Keltenwelt auf dem Glauberg. Im Unterschied zu den Vorjahren trugen ideale Wetterbedingungen diesmal zum Erfolg bei.

Schon bei den ersten vier Auflagen fanden die Sternguckernächte, die die Keltenwelt am Glauberg gemeinsam mit dem Physikalischen Verein Frankfurt organisiert, großen Anklang. Obwohl Sturm, Regen oder Wolken astronomische Beobachtungen erschwerten, kamen seit 2014 regelmäßig zahlreiche Besucher auf den Museumsberg.

Wissenschaft verständlich erklärt

Ein wichtiger Teil dieses Erfolgs ist das attraktive Programm aus Vorträgen und Ausstellungsstücken zu Astronomie und Raumfahrt. Den Mitgliedern des Physikalischen Vereins gelingt es immer wieder, wissenschaftliche Themen so aufzubereiten, dass ein großes Publikum den Vorträgen mit Interesse folgt. So erläuterte Bruno Deiss das Phänomen der Gravitationswellen, die Albert Einstein im Rahmen seiner Relativitätstheorie beschrieben hatte. Martin Stammberger berichtete über den Lebenszyklus und die Geburt von Sternen. Martin Bender beschrieb eine totale Sonnenfinsternis im Sommer 2017 in Tennessee und gab Tipps zur Beobachtung und zum Fotografieren einer Sonnenfinsternis. Durch eine Vielzahl von Teleskopen, welche die Mitglieder des Vereins vor dem Museum und auf der Dachterrasse aufgebaut hatten, beobachteten die Besucher in der Abenddämmerung die Sonne, mit der beginnenden Nacht den Mond und die Planeten, darunter den Jupiter.

Martin Bremers war mit seiner Familie aus Frankfurt auf den Glauberg gekommen. »Ich habe das als Geburtstagsgeschenk bekommen«, sagte er. Bei seinen beiden Söhnen habe es zunächst Bedenken gegeben, weil sie schon einmal in dem Museum waren. Doch neben dem Blick durchs Teleskop sorgte im Museum Sabina Krasliovska dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Der physikalische Verein hat unter anderem elektronische Bauteile mitgebracht, mit denen die Kinder basteln konnten.

Bruchstücke von Meteoriten

Gegenüber des Basteltischs zeigt Volker Heinrich Bruchstücke von Meteoriten. Die 76-jährige Anna Altenburg aus Hainchen hat Mineralien, Fossilien und auch einen Armreif mitgebracht, von dem ihr gesagt wurde, er sei aus Obsidian. Heinrich betrachtete die Fundstücke und bemühte sich, sie zu deuten. Ein Stein ähnelte einem versteinerten Schädel. Ob es sich dabei tatsächlich um ein Fossil handelte oder um eine Laune der Natur, wusste auch er nicht mit Sicherheit zu sagen.

Gegen Ende des Abends wartete noch ein besonderer Höhepunkt auf das Publikum. Um 22.44 Uhr überflog die Internationale Raumstation (ISS) das Museum. Von Norden näherte sich am Himmel langsam ein kleiner Punkt, ähnlich groß wie die Venus, der die Beobachter langsam überflog und in Richtung Büdingen verschwand. »Wie in Zeitlupe«, staunt ein Besucher, wie langsam die Geschwindigkeit der Station von 28 000 Kilometern pro Stunde von der Erde aus betrachtet erscheint.

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