22. Oktober 2018, 19:36 Uhr

Hoffen auf grüne Smileys

22. Oktober 2018, 19:36 Uhr
Alles im grünen Bereich (v. l.): Als Sebastian Szelies, Jürgen Pfannkuchen, Adrian Roskoni und Michael Reitz das Messgerät installieren, lächelt der Smiley. (Foto: udo)

Die Gemeinde setzt von jetzt an zwei mobile Geschwindigkeitsmessgeräte mit Leuchtanzeige ein. Diese Geräte messen vor allem an Ortseingängen und Durchgangsstraßen, aber auch an stark frequentierten Seitenstraßen, die Geschwindigkeit herankommender Fahrzeuge mit Radar und zeigen sie auf einer Tafel an. Damit wird dem Verkehrsteilnehmer mitgeteilt, ob er schneller als die erlaubten Tempo 30 oder 50 unterwegs ist.

Bürgermeister Adrian Roskoni und der Gemeindevertreterchef Jürgen Pfannkuchen setzten am Montagvormittag zusammen mit den Bauhofmitarbeitern Sebastian Szelies und Michael Reitz die Geräte am Nieder-Wöllstädter Ortseingang Richtung Ilbenstadt und in Ober-Wöllstadts Gießener Straße in Betrieb. Die meisten Verkehrsteilnehmer bremsten hinter der Kurve am Nieder-Wöllstädter Friedhof deutlich ab, als sie die vier Verantwortlichen und das Messgerät sahen. Trotzdem wurde kurz vor der Bushaltestelle noch eine Spitzengeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern erreicht. Roskoni und Pfannkuchen betonten, die Smiley-Funktion der Anzeige in Rot und Grün sei wichtig, denn sie erzeuge Aufmerksamkeit. Sie bringe Emotionen ins Spiel, bestätige richtiges Verhalten und lehne falsches ab.

Pfannkuchen lobt Verwaltung

Für jeden Ortsteil sei ein Messgerät vorhanden. Vorteil: Die Gemeinde erhält mit ihnen wichtige Informationen über den Verkehr in beiden Richtungen, denn sie zeichnen die ermittelten Werte auf. Die Geräte ermittelten Durchschnittswerte und ermöglichten der Kommune die Arbeit mit seriösen Daten, fern vom subjektiven Empfinden, sagte Roskoni. Beim Bearbeiten der Daten und bei der Weitergabe an die Verkehrsbehörden fielen Extremwerte nicht ins Gewicht. Statistisch ausgewertet werde die Geschwindigkeit von 85 Prozent der (im mittleren Bereich liegenden) Verkehrsteilnehmer.

Roskoni und Pfannkuchen zeigten sich beim Ortstermin erfreut davon, dass in der Gemeindevertreterversammlung Ende September alle Fraktionen dem Antrag zur Anschaffung der Geräte folgten. »Wir reden vom 24. September 2018, nicht von einem früheren Jahr«, betonten beide. Die Verwaltung habe schnell gearbeitet.

Pfannkuchen rekapituliert: Nachdem sich Bürger über Autos, die durch den Ort rasen, beschwert hatten, habe die CDU am 5. August den Antrag zur Anschaffung eines Messgeräts gestellt. Der Haupt- und Finanzausschuss habe fünf Wochen später über den Antrag gesprochen, ihn erweitert und einstimmig die sofortige Anschaffung empfohlen. Elf Tage darauf habe das Parlament kurz beraten, der Bürgermeister die Umsetzung versprochen und es sei einstimmig abgestimmt worden. Der Vorsitzende der Gemeindevertreterversammlung sieht in diesem Ablauf ein »schönes Beispiel« und fasst zusammen: »Wenn alle mitspielen, können wir etwas im Sinne der Bürger bewegen.« Im Ausschuss, der »Werkstatt des Parlaments«, seien »die Eisen erhitzt, geschmiedet und richtig geformt« worden.

Für jeden Ortsteil ist in Wöllstadt jetzt ein Messgerät vorhanden. Beide Geräte haben zusammen etwa 4400 Euro gekostet und sollen nicht nur an den Durchgangsstraßen, sondern auch in anderen kritischen Bereichen eingesetzt werden: etwa an den Schulen und an den Kindergärten.

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