13. August 2018, 16:47 Uhr

Hans Bär im Fernsehen

13. August 2018, 16:47 Uhr
Im Mai ist Hans Bär für zwei Wochen nach Wohnbach gekommen und hat sich seine alte Heimat angeschaut. (Archivfoto: sk)

»Der Jude und sein Dorf« – so hat der Fernsehsender Arte die Reportage genannt, die heute ausgestrahlt wird. »Der Jude« ist Hans Bär, »sein Dorf« ist Wohnbach. Im Mai hat der 96-Jährige seine alte Heimat besucht, die er seit über 80 Jahren nicht mehr gesehen hat. Mit 14 Jahren, 1938, floh der jüdische Junge mit seiner Mutter nach Argentinien. Die Familienmitglieder, die zurück in Wohnbach geblieben waren, wurden von den Nazis ermordet.

Für den Jungen aus Wohnbach begann am anderen Ende der Welt ein neues Leben. Er lernte spanisch, wurde erwachsen, gründete eine Familie. Nach Deutschland kehrte er nie wieder zurück. Doch vergangenes Jahr traf er Nikolai Sexauer, ein gebürtiger Freiburger, der in Argentinien lebt. Sexauer initiierte eine Crowdfunding-Kampagne im Internet. Durch das gesammelte Geld reiste Hans Bär mit seinen zwei Enkelinnen, einem Dolmetscher und Sexauer nach Deutschland. Die Reise, sagten alle Beteiligten hinterher, war schön und traurig zugleich. Für Hans Bär war es das Zurückkehren an den Ort einer glücklichen Kindheit einerseits, und es war andererseits das Zurückkehren in das Land, aus dem er fliehen musste und in dem seine zurückgebliebene Familie ermordet worden ist.

Die Reise sorgte für großes mediales Aufsehen. Auch ein Film-Team des Senders Arte begleitete Hans Bär – von der Haustür in Argentinien an und auf einigen Etappen seiner Reise in die alte Heimat. Nun, Hans Bär ist längst wieder zu Hause, ist der 31-minütige Film fertig und wird heute Abend um 19.40 Uhr auf Arte zu sehen.

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