24. Juni 2018, 05:55 Uhr

Einstimmig

Grünes Licht für Seniorenzentrum in Ober-Mörlen

Alle 21 Abgeordneten votierten am Donnerstag für die Umsetzung des erst kürzlich vorgelegten Projekts »Seniorenzentrum Ober-Mörlen« der Firmen Immotec und Menetatis.
24. Juni 2018, 05:55 Uhr
Der Wunsch-Standort für das Seniorenzentrum an der verlängerten Dr.-Werner-Stoll-Straße oberhalb der Feuerwehr und unweit der Wintersteinschule. (Foto: hau)

Außerdem steht im Beschluss, dass »die Gemeindevertretung den gewünschten Standort in benötigter Größe im für das Baugebiet Schießhütte II aufzustellenden B-Plan« entsprechend widmen wird.

Dem Votum vorausgegangen waren während der letzten Wochen intensive Beratungen in den Ausschüssen, wo auch die interessierten Investoren ihr Konzept vorstellten. Nach derzeitigem Stand der Dinge geht es um knapp 120 Plätze, davon 60 Pflegeplätze, 15 bis 20 Plätze im betreuten Wohnen, zwölf Plätze in einer ambulant betreuten Wohngruppe sowie 20 Tagepflegeplätze. Hinzu kämen Therapie- und Aufenthaltsräume, Büros, Andachtsraum, Demenzgarten, eigene Wäscherei, eigene Großküche und ein öffentliches Bistro. Das Wunschgrundstück liegt oberhalb der Feuerwehr an der verlängerten Dr.-Werner-Stoll-Straße am Rand des neuen Baugebiets »Schießhütte II«. Man sei lange auf der Suche gewesen, freute sich Holger Reuss (CDU) über die überraschende Wende. »Wir haben den Eindruck, dass wir uns hier mit einem sicheren Investor zusammentun.« Menetatis.wird auch das neue Seniorenheim in Rosbach betreiben.

Auch Achim Glockengießer (SPD) fand die Entwicklung sehr erfreulich. »Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben«, betonte der Abgeordnete, dass eine Einrichtung für Ober-Mörler in Ober-Mörlen entstehen solle. »Wir hoffen, dass der Investor wirkliche Daseinsvorsorge betreibt.«

»Das ist ein guter Tag für Ober-Mörlen«, sagte Grünen-Chef Raimund Frank. Die Sache sei in erstaunlich kurzer Zeit »in trockenen Tüchern«. Bei der Verwirklichung möge man dringend auf das Raumklima im Seniorenzentrum achten. Der Investor habe eine Klimaanlage zwar ausgeschlossen, über Alternativen solle aber dringend gleich von Beginn an nachgedacht werden. »Sehr erfreut« zeigte sich schließlich auch FWG-Abgeordnete Brunhilde Reimann-Luckas über die Aussicht auf eine baldige Lösung. Zwar stimmte das Parlament im Laufe des Abends der Offenlegung des Bebauungsplan-Entwurfs für den ersten Bauabschnitt im neuen Baugebiet Schießhütte II noch nicht zu (und verwies das Thema zur weiteren Beratung zurück in den Ausschuss). Dies soll nach Möglichkeit aber in der ersten Sitzung nach der Sommerpause nachgeholt werden.

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