23. Juli 2018, 19:23 Uhr

Reaktivierung Horlofftalbahn

Grüne: ein Sieg der Beharrlichkeit

23. Juli 2018, 19:23 Uhr

Der hessische Minister Tarek Al-Wazir empfahl den Anlieger-Kommunen der Horlofftalbahn in der vergangenen Woche, die Pläne zur Reaktivierung wieder aufzunehmen. Zudem sagte er, dass es vom Land finanzielle Unterstützung geben könnte. Bürgermeister Eike See (SPD) kündigte darauf an, das Thema soll nun in den politischen Gremien der Gemeinde Wölfersheim angegangen werden. Nun äußern sich die Wölfersheimer Grünen in einer Pressemitteilung zu der in Aussicht gestellten Reaktivierung.

»Damit erreichen wir unser 15 Jahre lang verfolgtes Ziel«, sagt Dr. Franz Grolig. »Es ist ein Erfolg all derer, die immer daran geglaubt und in ihren Aktivitäten nie nachgelassen haben, allen voran die Akteure der AG Horlofftalbahn.«

Alternative zur DB gewünscht

Groligs Kollege Michael Rückl sagt: »Als ich im März 2003 das erste Mal im Aufsichtsrat der damaligen Wetterauer Verkehrsgesellschaft saß, wurde gegen meine Stimme der Stillegungsbeschluss gefasst. Zusammen mit den Aktiven der AG Horlofftalbahn haben wir uns sogleich ans Projekt Reaktivierung gemacht. Dabei war die fachliche Unterstützung durch die Mitglieder des Fahrgastverbandes ProBahn & Bus entscheidend. Auf ihren Rat geht der rechtzeitige Kauf der Bahnstrecke durch die Kommunen zurück.« Wichtiger Unterstützer sei der damalige Gießener Landtagsabgeordnete und heutige hessische SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel gewesen. »Seiner Intervention ist zu verdanken, dass der Bau des Wölfersheimer Kreisels nicht gegen die Option zur Reaktivierung der Strecke ausgespielt wurde.«

Schließlich, heißt es weiter, haben die beiden Bürgermeister Rainer Wengorsch und Rouven Kötter den Wert der Bahnstrecke für die Entwicklung der Region erkannt und klar auf die Reaktivierung gesetzt.

Bei aller Freude über das grüne Licht für die Reaktivierung lehnten sich die Wölfersheimer Grünen nicht zurück: »Es muss nun für die Reaktivierung ein Vorhabenträger gefunden werden, der ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen ist.« Laut Grünen müsse das nicht unbedingt die DB AG sein, die sich in der Vergangenheit stets als schwieriger und teurer Partner erwiesen habe. »Zudem ist ein gutes Betriebskonzept für den Erfolg der Reaktivierung entscheidend. Schließlich wird zu überlegen sein, ob die Busanbindung Richtung Wohnbach, Obbornhofen, Bellersheim, Utphe am günstigsten ab Wölfersheim oder vom neu zu bauenden Kreuzungsbahnhof in Berstadt aus erfolgen soll.«

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