31. August 2018, 19:46 Uhr

Bürgerversammlung

Großes Interesse an Plänen fürs Seniorenheim

Ein Seniorenzentrum für Ober-Mörlen scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein«, freute sich Parlamentschef Gottlieb Burk am Donnerstagabend in der Usatalhalle.
31. August 2018, 19:46 Uhr
Gemeinde, Wetteraukreis, Planer und Betreiber erläutern das Seniorenzentrumskonzept im neuen Baugebiet Schießhütte II. (Foto: hau)

Zahlreiche Bürger waren seiner Einladung gefolgt, sich über den Planungsstand zu informieren. Betreiber, Investoren, Planer und der Wetteraukreis unterbreiteten weit vorangeschrittene Pläne für 120 Pflege- und Betreuungsplätze in einem Neubau, der im neuen Baugebiet errichtet werden soll. Dafür vorgesehen wird ein 4500 Quadratmeter großes Grundstück an der verlängerten Dr.-Werner-Stoll-Straße oberhalb der Feuerwehr.

Von einer »guten Lösung mit einem starken Partner« sprach Bürgermeister Jörg Wetzstein. Lange Jahre habe man vergeblich nach einem Betreiber gesucht. Den Schub habe letztlich das Neubaugebiet mit entsprechendem Platzangebot und Zeitfenster gegeben. Mathias Neumayer, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der »MENetatis«-Unternehmensgruppe, erläuterte die Details, stellte als Investor die Firma Immotec vor und zeigte sich fest überzeugt: »Wir planen hier in der richtigen Größenordnung und werden ausgelastet sein.« Den Bedarf habe man gründlich recherchiert, betonte Neumayer, »sonst würden wir hier nicht bauen wollen«. Um die Balance aus Menschennähe und Wirtschaftlichkeit zu halten, könne man nicht viel kleiner bauen. »Unser Haus wird ein Seniorenzentrum für Ober-Mörler«, erläuterte der Geschäftsführer, man rechne aber auch mit Zuzügen. »MENetatis«-Mitarbeiterin Sandra Leps beschrieb 73 stationäre Pflegeplätze inklusive Kurzzeitpflege, 18 Tagespflegeplätze und neun Einheiten fürs betreute Wohnen. »Auch Schwerstpflegebedürftige finden hier ihren Platz zum Leben bis zum Schluss.« Hinzu kämen neben Therapie- und Aufenthaltsräumen ein Demenzgarten, Kapelle, Friseur, Fußpflege, Arztpraxis, Großküche und ein öffentliches Café. Geplant seien drei Vollgeschosse und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss.

Demenzgarten auf dem Dach

Alle Pflegezimmer seien Einzelzimmer mit eigener Nasszelle. Der Demenzgarten werde auf der großen Dachterrasse angelegt, »damit auch demenziell Erkrankte alleine im geschützten Raum ins Freie gehen können«. Das Staffelgeschoss biete Platz für betreute Wohnungen mit Wohn-/Essbereich, Küchenzeile, Schlafzimmer, Bad, Abstellraum und Balkon.

Vom Wetteraukreis war Andrea Höpfner gekommen, um über den Pflegestützpunkt als Beratungs- und Prüforgan zu informieren, Angebots- und Bedarfszahlen vorzustellen. Demnach verfügt der Wetteraukreis über derzeit 40 Pflegeeinrichtungen mit 3712 Plätzen. Fünf neue Häuser mit zusammen 466 Plätzen seien geplant, darunter auch das in Ober-Mörlen. Rein rechnerisch habe Ober-Mörlen mit 1271 Einwohnern über 65 Jahren einen Bedarf an 30 Pflegeplätzen, man könne aber auch die Nähe zum Rhein-Main-Gebiet berücksichtigen. Die durchschnittliche private Zuzahlung zur Pflegeversicherung liege in der Region bei monatlich 1561 Euro, rechnete Höpfner vor. Private Betreiber müssten alle Kosten nachweisen, »und wir dürfen prüfen«. Großen Wert lege man auf die Fachkraftquote und auf einen möglichst geringen Anteil externen Personals, erklärte Höpfner und wies auf den eklatanten Fachkräftemangel hin. Den Pflegestützpunkt Wetterau empfahl Höpfner als trägerneutrale Beratungsstelle, nun auch vertreten an der Pfingstweide in Friedberg. (hau/Foto: hau)

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