11. September 2018, 20:17 Uhr

Gespräche über die Zukunft

11. September 2018, 20:17 Uhr
Weihbischof Dr. Udo Bentz kam während seiner Visitation auch mit Jugendlichen aus der Pfarrgruppe ins Gespräch. (Foto: pm)

Dr. Udo Bentz, Weihbischof und Generalvikar des Bistums Mainz, war kürzlich zu einer Visitation in der Pfarrgruppe Ockstadt/Rosbach zu Besuch. Dort wollte man von ihm mehr über die Zukunft der Pfarrgemeinden erfahren. Im Gespräch mit dem Seelsorgerat informierte der Weihbischof über die Pläne des Bistums.

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt, so Bentz, werde Bischof Peter Kohlgraf seine Strategie vorstellen, die den Weg der katholischen Gemeinden ins Jahr 2030 vorzeichnen. Es sei kein Geheimnis, dass es vor Ort zu Veränderungen kommen werde, sowohl organisatorisch als auch in der Seelsorge: Größere kirchliche Verbände mit Priestern, Diakonen, Pastoralreferenten und andern Beauftragten seien geplant. Die Reform böte die Chance auf Synergien in Verwaltung und Organisation, jedoch berge sie auch die Gefahr, dass die Präsenz der Kirche vor Ort verloren geht.

Das genau dürfe jedoch in keinem Fall passieren, erklärte Bentz. Deshalb wolle das Bistum im Gegenzug die Rolle von Ehrenamtlichen aufwerten. Laien sollen Gemeindekatechese und Liturgie umfassender als bisher mitgestalten. Hierzu gäbe es bereits Weiterbildungsangebote.

An der neuen Strategie führe aus den bekannten Gründen – Priestermangel, Kirchenaustritte – kein Weg vorbei, so der Generalvikar. Positiv betrachtet schaffe die anstehende Reform für Gemeindemitglieder, die sich einbringen wollen, neue Freiräume. Denn zukünftig solle vieles von den Gläubigen vor Ort entschieden werden können.

Vor dem Gespräch mit den erwachsenen Gemeindemitgliedern hatte der Weihbischof bereits die Kindertagesstätte St. Jakobus Ockstadt besucht. Er erklärte den Kindern, was ein Bischof ist und welche Aufgaben er hat. Im Flur wurde anschließend ein kleiner Gottesdienst gefeiert.

Im Gespräch mit der Leiterin der Kindertagesstätte Mechthild Kipp ging es um das Angebot an pädagogisch kindgerechter Erziehung und um die Einrichtung einer weiteren Kleinkindgruppe.

Nach weiteren Gesprächen mit Pfarrer Bernd Weckwerth, Gemeindereferentin Juliane Glaum und Pfarrsekretärin Gertraud Margraf folgte das Treffen mit dem Seelsorgerat, bevor um 19 Uhr das Pontifikalamt in der St. Jakobuskirche begann.

Engagement gewürdigt

In seiner Predigt verglich der Weihbischof die Pfarrgemeinde mit einem Gottesacker. So wie ein Acker bestellt werden muss, damit er Früchte bringt, ist es auch in einer Pfarrgemeinde. Dazu sei das Engagement unterschiedlicher Menschen nötig, aber auch Gott, denn er sorge dafür, dass überhaupt etwas wachse und gedeihe. Wie zu feierlichen Gottesdiensten üblich, sang die Schola unter der Leitung des Organisten Rainer Bingel.

Zum Abschluss der Visitation gab es ein Treffen im Jugendheim, in dem der Weihbischof jenen Gemeindemitgliedern begegnete, die sich auf verschiedene Weise in der Pfarrgemeinde engagieren.

Die Visitation endete mit einem Versprechen des Weihbischofs: Da der Besuch in der Rosbacher Kirche St. Michael aus Zeitgründen nicht zustande kam, versprach er, dies beim nächsten Besuch in der Wetterau nachzuholen. Sein Fahrer sei schon instruiert.

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