11. September 2018, 20:08 Uhr

Geschichte erlebbar machen

11. September 2018, 20:08 Uhr
Über die neue Info-Tafel freuen sich (v. l.) Altbürgermeister Detlef Brechtel, in dessen Amtszeit die ersten Planungen fielen, Margot Mehring, Joachim Beuck, Dr. Karsten Brunk und Ute Veit vom RGHV sowie Bürgermeister Thomas Alber. (Foto: lh)

»Es ist geschafft!«, rief Dr. Karsten Brunk, Vorsitzender des Rodheimer Geschichts- und Heimatvereins (RGHV), zufrieden einer großen Zahl Interessierter zu. Zehn Jahre nach der ersten Idee, am Kirchturm im Ortszentrum von Rodheim einen Teil von dessen Geschichte erlebbar zu machen, wurde am bundesweiten »Tag des offenen Denkmals« eine Informationstafel zu den Grabungen am Fuße des historischen Gebäudes enthüllt.

Es war der letzte Schritt in einer langen Reihe von Aktivitäten. Auf der von Brunk enthüllten Tafel werden die am Kirchturm rekonstruierten Mauerverläufe und die Lage der beiden letzten ehemaligen Kirchenschiffe auf dem jetzigen Kita-Gelände erläutert.

Langwieriger Prozess

Bei strahlendem Sonnenschein gab Brunk einen Überblick über die jüngste Entwicklung: 2008 war der RGHV auf Initiative der Kita Regenbogen in die Feierlichkeiten zu deren 50. Jubiläum einbezogen worden. Dieser »Muster-Kindergarten«, der auf ehemals sakralem Boden erbaut worden war, war im September 1958 seiner Bestimmung übergeben worden.

Im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeiten 2008 war der Gedanke aufgekommen, die bei einer 1985/86 durchgeführten wissenschaftlichen Grabung noch nicht ergrabenen Bereiche am Kirchturm näher zu erforschen, die Mauerverläufe der beiden letzten Kirchenbauten im Gelände sichtbar zu machen, und eine Info-Tafel aufzustellen.

Die Durchsetzung dauerte bis zum Jahr 2014, dann war es endlich so weit: Die Bagger rückten an und erledigten die gröbsten Arbeiten. Die »Feinarbeiten« mit Schaufel, Pickel und Pinsel mussten per Hand vorgenommen werden, durch Mitglieder des RGHV. Samstag für Samstag wurden die Grundmauern der »Großen Kirche« freigelegt und die der »Alten Kirche« angeschnitten.

Nach Einmessung durch die Kreisarchäologie entschloss man sich aber letztlich nach vielen Überlegungen, das Erdreich zur Sicherung der Bausubstanz wieder zu verfüllen und den Verlauf der Grundmauern durch verschiedene Bodenbeläge im Gelände kenntlich zu machen.

Mit Unterstützung der Stadt Rosbach, der Kita Regenbogen, den Bürgermeistern Detlef Brechtel (bis 2013) und Thomas Alber, der Denkmalpflege, des Kreisarchäologen und nicht zuletzt der Mainova als großzügigem Sponsor, sei die Umsetzung des Vorhabens möglich geworden, heißt es vonseiten des RGHV. »Hier gilt es, vielfach ›Danke‹ zu sagen«, erklärte der Vorsitzende.

Dank ging auch an die beiden ortsansässigen Baufirmen Temiz und Dimov, die die Bagger- und Pflasterarbeiten durchgeführt hatten, und an Nana Cunz von Redhome Design, die am Layout der Informationstafel maßgeblich beteiligt war.

Gestärkt durch Kaffee und Kuchen begab sich im Anschluss an die Enthüllung der Informationstafel eine stattliche Anzahl der Teilnehmer auf einen etwa zweistündigen Ortsrundgang mit Dr. Karsten Brunk und Joachim Beuck, Schriftführer des RGHV.

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