Als Pfarrer Jürgen Rump vor 30 Jahren ordinierte und ihm die Pfarrgemeinden Langenhain-Ziegenberg und Ober-Mörlen anvertraut worden waren, ahnte er wohl nicht, dass er auch 30 Jahre später noch Pfarrer in der kleinen Wetterau-Kommune sein würde.

Beim Gemeindefest am vergangenen Sonntag gebührten ihm Lob und Dank. Überhaupt sollte es ein besonders sonniges Fest unterm Kirchturm werden. Dafür gab es neben dem beschaulichen Ort und Hochsommerwetter auch ausgewählte Gaumenfreuden und exquisiten Ohrenschmaus für die Gäste. Die Gustav-Adolf-Kirche war zum Bersten gefüllt, als Pfarrer Rump seine Predigt unter den Leitsatz stellte: »Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit«. In Christus zähle der Glaube, der »durch die Liebe tätig wird«, ermutigte Rump die Gläubigen. »Es geht nicht, dass wir weinen, wenn wir beim Fußball gegen Mexiko verlieren, und wegschauen, wenn 1500 Geschöpfe Gottes im Mittelmeer ertrinken.«

Nahrung für die Seelen

Den Rückblick auf drei bewegte Jahrzehnte an der Usa verdichtete der Jubilar auf wenige Sätze, die an die großen Herausforderungen mit Kirchenrenovierungen, Gemeindehausbau oder dem Guss einer neuen Glocke einhergingen. Die verbleibenden eineinhalb Jahre bis zu seinem Ruhestand wolle er gerne nutzen, um mit der Gemeinde »Nahrung für die Seelen« zu finden.

»Man kennt sich«, sei wohl die zentrale Botschaft dieses freudvollen Tages, stellte Rump unter Beifall fest. Der Kirchenvorstand überraschte seinen Pfarrer mit Gedichten, Geschenken und einem Danklied der Gemeinde, und Mörlens katholischer Pfarrer Ryszard Strojek dankte für die brüderliche ökumenische Zusammenarbeit, bevor beim Sektempfang alle miteinander ins Gespräch kamen.

Hervorragende Akustik

Entspannte Stunden im Schatten der Bäume und Pavillons verbrachten die Gäste bei Kaffee und Kuchen, die Jüngsten bastelten schimmernde Discokugeln und bunte Schmetterlinge, und zu vorgerückter Stunde fanden auch die Grillspezialitäten dankbare Abnehmer. Zuvor hatte das A-cappella-Konzert des Bad Nauheimer Ensembles »Vocalicious« noch einmal alle in das Kirchlein mit seiner hervorragenden Akustik gelockt. »Die Resonanz hier ist wunderbar«, freuten sich die Sängerinnen und brillierten mit obertonreichen Harmonien zwischen mittelalterlichem Wechselgesang, Gospel, lyrischem Pop und Swingklassikern. Hauchzart grub sich »Ubi Caritas« unter die Haut und innig schmiegte sich der »Sound of Silence« in die Seelen. »Bring me little water, Sylvie« lebte auch von der Bodypercussion und spätestens, als »Bei Mir Bistu Shein« nahtlos in »Hit The Road Jack« übergegangen war, hielt es niemanden mehr auf seinem Platz. Mit Standing Ovations dankte die Festgemeinde.

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