11. Mai 2017, 20:09 Uhr

Für Feldhase und Rebhuhn

11. Mai 2017, 20:09 Uhr
Mithilfe von Landwirt Burkhard Gutmann (r.) und Jagdpächter Horst Kempf wird auf 1000 Metern Graswegen die Grasnarbe entfernt, gemulcht, gefräst und eingesät. (pv)

Den typischen Feldarten Hase, Rebhuhn und Fasan fehlten in der oft ausgeräumten und eintönigen Feldflur Deckungs- und Nahrungsflächen. Gleichzeitig nehme die Öffentlichkeit immer mehr Notiz, sei aufgeschreckt vom »stummen Frühling«, fehlenden Insekten und Blühflächen für Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und andere Bestäuber. Wozu die hessische Staatskanzlei auffordert, haben die Jäger des Reviers Hainchen in diesen Tagen schon umgesetzt: Sie wandelten rund 4000 Quadratmeter Feldwege in neuen, wertvollen Lebensraum für alle Offenlandarten um. Und schafften damit viel blühende Bienenweide.

Was Umweltschutzpreisträger Andreas Mohr in Düdelsheim angeschoben hat, findet in der Gemarkung Himbach derzeit seine Fortsetzung. Jagdpächter Horst Kempf und sein Team richten ihr Augenmerk auf Offenlandarten wie Feldhase und Rebhuhn, die in den großräumigen Feldfluren, bestimmt von Raps, Weizen und Mais, um ihr Überleben kämpfen. Renaturierte Graswege böten neue Strukturen und förderten als Elemente der Biotopvernetzung die Pflanzenvielfalt. Hier greifen die Hainchener Jäger ein. Integriert in die Hegegemeinschaft Büdingen-Süd, führten die Jäger Naturschutzmaßnahmen mit Unterstützung der Gemeinde durch. Von den Landwirten kaum befahrene Graswege wurden mithilfe von Landwirt Burkhard Gutmann (Büdingen) für die Saat vorbereitet und mit »Lebensraum 1« des Wildsaaten-Herstellers Saaten-Zeller eingesät.

Durch einen Heckenschnitt der Gemeinde Limeshain rund um den Goldberg konnten weitere größere Flächen für die Einssaat genutzt werden. Alle Maßnahmen seien allerdings, so Jagdpächter Horst Kempf, mit der Jagdgenossenschaft Himbach, ihrem Vorsitzenden Wilfried Engel und Landwirt Helmut Frank abgestimmt.

Unterstützung fanden die Hainchener Jäger spontan durch Limeshains Bürgermeister Adolf Ludwig und Jürgen Kunkel, Fachabteilung Hauptamt, der einen Förderbetrag für das Saatgut aus Wildkräutern aus Haushaltsmitteln der Gemeinde bereitstellte. Hilfestellung gab es außerdem durch den Naturschutzbeauftragten des Jagdvereins »Hubertus« Büdingen, Klaus Wörner (Limeshain).

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