21. Juni 2018, 17:00 Uhr

Erster Platz

Florian Repp gewinnt Wettbewerb mit NABU-Bank

Die Teilnehmernummer 014FR18 brachte Glück: Florian Repp hat mit einer Bank für den NABU Bingenheim den Wettbewerb »Metallbau setzt Akzente« gewonnen.
21. Juni 2018, 17:00 Uhr
Rund eine Woche hat Florian Repp an der Werkbank gearbeitet, bis seine preisgekrönte Bank für den NABU fertig war. Zeigen will er sie erst bei der Preisverleihung. (Foto: im)

Florian Repp hat den ersten Platz beim Sitzmöbelwettbewerb »Metallbau setzt Akzente« des Fachverbands Metall Hessen gewonnen. Nächste Woche wird der knapp 18-Jährige die Auszeichnung in Gegenwart von Vertretern des Fachverbands, der Kreishandwerkerschaft, der Gemeinde Echzell und des NABU Bingenheim entgegennehmen – im Metallbaubetrieb seiner Familie in Echzell, wo Florian zurzeit im ersten Lehrjahr eine Ausbildung zum Metallbauer absolviert.

Nach dem Realschulabschluss hatte sich der junge Mann für die Praxis entschieden und mit einer dualen Ausbildung in jenem Unternehmen begonnen, das sein Großvater Klaus Repp 1972 in Weckesheim gegründet hatte. Das Tagesgeschäft führt inzwischen hauptsächlich Florians Vater Alexander.

 

Bald fünf Azubis

 

»Vier Azubis haben wir aktuell, im Sommer bekommen wir den fünften hinzu«, kann Alexander Repp vermelden. Das Unternehmen blüht, von Toren und Zäunen über Balkone und Wintergärten, Garagen, Treppen und Geländer, Stahlträger- und Messebau bis hin zum barrierefreien Wohnen, nicht zu vergessen Feuerwehr- und Rettungsleitern reicht die Palette. »Langeweile kommt dabei auf keinen Fall auf«, betont Florian Repp.

Kunstschlosser wie sein Großvater will er jedoch nicht werden. »Ich sehe mich, was das Design angeht, irgendwo zwischen Vater und Großvater angesiedelt«, sagt der junge Mann, der sich vor Ausbildungsbeginn auch in anderen Berufssparten umgesehen hat. »Auch bevor er seinen Meister macht und an eine Übernahme unseres Familienbetriebs denkt, ist es wichtig, dass er sich noch mal den Wind um die Nase wehen lässt und sieht, wie es anderswo zugeht«, stellt Vater Alexander entschieden fest.

 

Ausbilder ist nicht der Vater

 

Er selbst ist nicht der betriebliche Ausbilder seines Sohnes, die beiden arbeiten auch eher selten auf Montage zusammen – dann aber in einem Raum, der sich bis ins Rhein-Main-Gebiet, bis Gießen und Büdingen erstreckt. »Wie ich das alles einmal selbst bewältigen werde, kann ich heute noch nicht sagen«, bemerkt Florian nachdenklich. »Sicher gehe ich meinen ganz eigenen Weg, aber es ist wichtig, dass Vater und Großvater im Hintergrund sind.«

Und wo ist nun das gute Stück, die Sitzbank mit Übereck-Ablage und NABU-Emblem, mit der er den Wettbewerb gewonnen hat? Als Foto hängt sie eingerahmt an der Wand des Besprechungszimmers – in die Zeitung soll sie noch nicht, das bleibt der Urkundenübergabe vorbehalten.

 

Mit Ablage für die Kamera

 

Rund eine Woche Arbeitszeit hat Florian Repp von der Skizze bis zur Verzinkung und Pulverbeschichtung in die Konstruktion aus Stahlblech und heimischem Lärchenholz gesteckt. Er ist als Fotograf und Naturschützer selbst gern im Bingenheimer Ried unterwegs und wollte dort für eine Sitzgelegenheit sorgen, die neben der Möglichkeit zum Verweilen und Beobachten auch eine praktische Ablage für die Kamera, die Brotzeit, ein Buch oder Malutensilien bieten sollte. Perfekt gelungen, wie das Online-Voting zeigt. Nun freut man sich bei Repps auf die Preisverleihung – und danach auf die Platzierung der Bank im Bingenheimer Ried.

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