19. Juni 2018, 18:28 Uhr

Fast zu schön, um wahr zu sein

19. Juni 2018, 18:28 Uhr
Seniorengymnastik in den Schlossarkaden mit Entspannungstherapeutin Barbara König-Guba. (Foto: hau)

Im Schatten des AWO-Häuschens rühren fleißige Helfer im großen Suppentopf. Die Tische sind gedeckt, und auch die Besucher lassen nicht lange auf sich warten. »Hmmh, lecker, gerne mit Wurst«, strahlen sie und genießen den ersten Suppensamstag in der Geschichte des rührigen AWO-Ortsvereins. Vor allem ältere Dorfbewohner haben den Weg zum Auftakt der Aktionswoche gefunden, aber auch kommunale Gemeindevertreter, Parlamentschef Gottlieb Burk und Ober-Mörlens designierte Bürgermeisterin Kristina Paulenz.

Das herzliche Willkommen spricht Wolfgang Klingohr im Namen der AWO aus und lenkt die Aufmerksamkeit auf zwei Themen, die den Älteren im Dorf unter den Nägeln brennen: Das kürzlich ins Gespräch gekommene Seniorenzentrum für Ober-Mörlen und der seit Jahren nicht existente Seniorenbeirat. Für den Seniorenbeirat schlugen Klingohr und seine Weggefährten eine Satzungsänderung vor: »Bei einer Direktwahl würden sich sicher auch Freiwillige finden.« Dem zuständigen Gemeindevorstand werde man die Idee unterbreiten, erklärten sich Burk (CDU) und der SPD-Abgeordnete Achim Glockengießer bereit. Einem Seniorenbeirat könne man mit dem Projekt Seniorenzentrum jedenfalls eine interessante Aufgabe mit auf den Weg geben.

»Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein«, war Klingohr zu Beginn auf das neuerdings zur Debatte stehende Seniorenzentrum eingegangen. Jahrelang habe sich niemand gefunden, nun gehe das Thema in Riesenschritten voran. Ob man Angst vor einer Bauruine, vor einer Kostenexplosion oder einer Investoreninsolvenz haben müsse, wollten die Gäste von den Politikern wissen.

Tatsächlich sei man im Januar vom Interesse des Investors selbst überrascht worden, erinnerte Glockengießer daran, dass man im November noch über altersgerechtes Wohnen auf dem Lekkerkerkplatz nachgedacht habe. Der nun ins Auge gefasste, zeitnah zu realisierende Standort oberhalb der Feuerwehr habe sich durch das neue Baugebiet Schießhütte II ergeben. Der interessierte Seniorenzentrums-Investor Immotec führe zwecks Grunderwerb bereits Gespräche mit der Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEG), die das neue Baugebiet erschließe.

Besagter Investor habe einen guten Ruf als Familienunternehmen, das sich auf kleinere Wohneinheiten in kleineren Ortschaften spezialisiert habe, derzeit baue er in Lich und Rosbach. Man werde darauf achten, dass ein Angebot für Ober-Mörler in Ober-Mörlen entstehe. Aus heutiger Sicht könne das Seniorenzentrum, wenn alles glatt laufe, bereits in zwei Jahren stehen, vermutete Glockengießer. Sofern sich das Parlament pro Seniorenzentrum entscheide (Donnerstag, 21. Juni, 20 Uhr, Rittersaal), werde in einer Bürgerversammlung später genauer informiert, stellte Burk in Aussicht.

In Bewegung bleiben

Am Montagnachmittag frönten die AWO-Gäste – bevor es an die Kuchentafel in den Schlosshof-Arkaden ging – der Gymnastikstunde mit der Friedberger Diplom-Pädagogin und Entspannungstherapeutin Barbara König-Guba. Im Stehen und Sitzen brachten sie zur Musik Kreislauf und Gelenke in Schwung, bis der Rosarote Panther sang »Wer hat an der Uhr gedreht?« Mit König-Gubas Abschiedslied war noch lange nicht Schluss. Unter den gemeinsam gesungenen Liedern waren die »Hohen Tannen« der Renner.

Zeit blieb auch für Karten- und Brettspiele und für Hinweise der AWO-Helfer auf Unterstützungsmöglichkeiten im Alter und die regelmäßigen Sprechzeiten im AWO-Lädchen. Nur die Gymnastikstunde an den Senioren-Fitnessgeräten im Schlosspark mussten um eine Woche auf Montagnachmittag, 25. Juni, verlegt werden, sie werden im Laufe dieser Woche installiert.

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