26. Juli 2018, 20:53 Uhr

Eruptionen in der Eifel

26. Juli 2018, 20:53 Uhr
Die Echzeller Wanderfreunde setzen mit der Fähre auf die Namedyer Werth über, um den höchsten Kaltwassergeysir der Erde zu besichtigen. (Foto: pv)

Das Kloster Maria Laach in der Eifel und Andernach waren Ziele des diesjährigen Tagesausflugs der Echzeller Wanderfreunde. Am vergangenen Samstag fuhren 49 Teilnehmer mit dem Bus zunächst zum Kloster. Die Abtei Maria Laach ist eine hochmittelalterliche Klosteranlage, die an der Südwestseite des Laacher Sees und vier Kilometer nördlich von Mendig in der Eifel liegt. Sie wurde als »Abtei am See«, zwischen 1093 und 1216 als Stiftung Heinrichs II. von Laach und seiner Frau erbaut.

Die sechstürmige Klosterkirche, das Laacher Münster, ist eine gewölbte Pfeilerbasilika mit prachtvollem Westeingang, dem sogenannten Paradies und dem 1859 restaurierten Kreuzgang aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, welche in dieser Art nördlich der Alpen einzigartig sind. Zum Erstaunen brachte die Echzeller die Vielzahl der klostereigenen Betriebe, da sind: Klosterverlag, Klostergärtnerei, Seehotel, Kunstschmiede, Bildhauerei, Keramikmanufaktur, Buchbinderei, Obstgarten, Hofladen, Klosterfischerei und Schreinerei.

Per Schiff auf die Halbinsel

Im Anschluss daran begaben sich die Wanderer zum gemeinsamen Mittagessen in Wassenach am Laacher See. Nach der Stärkung ging die Fahrt weiter nach Andernach, das zu den ältesten Städten Deutschlands gehört. Dort wurde der Geysir Andernach besichtigt, der mit etwa 50 Meter Auswurfshöhe der höchste Kaltwassergeysir der Erde ist.

Er befindet sich auf dem Namedyer Werth, einer Halbinsel im Rhein bei Andernach. Der Geysir ist seit 2006 touristisch erschlossen und eine der Attraktionen im Vulkanpark sowie Teil des nationalen Geoparks Laacher See. Von der Anlagestelle in Andernach aus begaben sich die Wanderfreunde auf ein Schiff, um rechtzeitig zur nächsten Eruption auf die Halbinsel zu gelangen. Nach der Beobachtung des beeindruckenden Naturschauspiels besuchten die Echzeller noch das am Rheinufer errichtete Erlebniszentrum »Geysir Andernach«, in dem die Funktionsweise des Geysirs nachvollziehbar erläutert wird.

Nach der Rückkehr am frühen Abend galt der Dank der Teilnehmer Wanderwart Adolf Hinterland, der die Fahrt bestens organisiert hatte.

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