23. April 2018, 11:00 Uhr

Erdbeerkönigin

Erste Erdbeeren geerntet

Gambach hat eine neue Erdbeerkönigin. Und schon bald wird es sehr viele Erdbeeren zu ernten geben – auch wenn der kalte März den Beginn der Saison etwas nach hinten verschoben hat.
23. April 2018, 11:00 Uhr
Königin im Amt: Nadine Rasser überzeugt das Erdbeerkomitee und wird neue Erdbeerkönigin. (Fotos: im/dpa)

Das Geheimnis ist gelüftet: Nadine Rasser heißt die neue Gambacher Erdbeerkönigin, die jetzt auf dem Nieder-Weiseler Lindenhof von Vize-Landrätin Stefanie Becker-Bösch inthronisiert und gekrönt wurde. Gemeinsam mit Becker-Bösch, Thomas Kunz, dem Vizepräsidenten des Hessischen Bauernverbandes, den Gastgebern Klaus Volker Reuhl und Maximilian Reuhl sowie dem Vorsitzenden des Gambacher Erdbeerkomitees, Uwe Schmidtberger, eröffnete Nadine Rasser anschließend bei strahlendem Sonnenschein die Erdbeersaison.

Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Vereinen und Landwirtschaft hatten sich eingefunden, um der Amtsübergabe von Katharina Marci, Erdbeerkönigin der Jahre 2016/17, an ihre Nachfolgerin beizuwohnen. Uwe Schmidtberger erläuterte eingehend das Prozedere der Wahl: So muss sich die kandidierende Erdbeerkönigin vor dem Erdbeerkomitee nicht nur als fähig zur Repräsentation und zur freien, selbstbewussten Rede zeigen, sondern auch ihr Wissen um die begehrten roten »Wetterauer Früchtchen« unter Beweise stellen. Nadine Rasser habe sämtliche Anforderungen mit Bravour bewältigt, so Schmidtberger.

Anfängliche Verzögerung

Zuvor hatten sowohl Thomas Kunz als auch Becker-Bösch die Bedeutung des regionalen Anbaus gewürdigt, der zukunftsweisende Innovationen und Kooperationen hervorbrächte, als Arbeitgeber nicht wegzudenken sei und daher in keinem Fall dem Flächenraubbau weichen dürfe. Neue, erfolgreiche Methoden wie der Erdbeeranbau unter Folien bei Klaus Volker Reuhl und Maximilian Reuhl kämen zum einen dem Verbraucherwunsch nach frühem, wohlschmeckendem heimischen Obst entgegen und reduzierten zum anderen den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum.

Auch Junior-Bauer Maximilian Reuhl ging auf die Neuerungen am Hof seiner Familie ein, die seit sieben Jahren mit Folientunneln und der Erdbeer-Anpflanzung auf Stellagen arbeitet. Die Saison habe sich nach anfänglicher Verzögerung durch die Märzkälte geradezu phänomenal entwickelt, der Rückstand sei nahezu aufgeholt, am 15. April seien die ersten Erdbeeren von bester Qualität geerntet worden, vier Wochen früher als im Freiland, sagte Reuhl. Bald werde man mehrere hundert Kilo pro Tag, in der Hochsaison fünf bis sieben Tonnen ernten können, was sich auch reduzierend auf den Preis auswirken werde. Als bahnbrechend habe sich die Kooperation seiner eigenen Familie mit den Nachbarlandwirten Zimmer, Winter und Reitz erwiesen, die es ermöglichten, die Folientunnel mit der Abwärme aus ihren Biogasanlagen zu beheizen. Inzwischen denke man über gemeinsame Vermarktungskonzepte nach.

Weniger Pflanzenschutzmittel

Auch der Einsatz natürlicher Nützlinge wie Schlupfwespen und Raubmilben gegen die Erdbeer-Schädlinge Blattläuse, Spinnmilbe und Thrispe bewähre sich trotz allem damit verbundenen Aufwand zunehmend und reduziere den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln drastisch. Abschließend dankte Maximilian Reuhl seiner Mutter Erika Reuhl mit einem Blumenstrauß für allen Einsatz in der so plötzlich und rasant beginnenden diesjährigen Saison und bei der Vorbereitung der laufenden Veranstaltung.

Nach Gratulationen an die frischgekürte Erdbeerkönigin Nadine Rasser durch ihre drei Vorgängerinnen sowie die hessische Milchkönigin Sarah Knaust wandte sich die Gesellschaft dem Imbiss mit hausgemachtem Erdbeer-Secco und Wurstspezialitäten vom Hof der Familie Winter zu.

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