28. August 2018, 20:01 Uhr

Erdkeller sehen »wie geleckt« aus

28. August 2018, 20:01 Uhr
Die Kellerstraße in Nieder-Mockstadt erstrahlt in neuem Glanz, nachdem unter anderem Stephan Mickel (l.), Karin Lohmann und Ortsvorsteher Karl-Gerhard Stiebeling das Stützbauwerk für die Erdkeller von Müll und Unrat befreit haben. (Foto: sl)

Einmal mehr hat der Ortsbeirat des Florstädter Stadtteils Nieder-Mockstadt mit einer Reinigungs- und Renovierungsmaßnahme zur Verschönerung des Stadtgebiets beigetragen.

Nach der Sanierung der Grillhütte mit geflicktem Dach und neuem Anstrich, der Neugestaltung der Begrüßungstafeln an den Ortseingängen und zuletzt der provisorischen Abdeckung des Sauerborns in Staden hat sich die Gruppe der Kommunalpolitiker unter Leitung von Ortsvorsteher Karl-Gerhard Stiebeling (CDU) diesmal die Sicherungsbauten der historischen alten Erdkelleranlagen in Nieder-Mockstadt angenommen. Hier sorgt seit über zehn Jahren ein Stützkonstrukt aus Holzbalken dafür, dass der Verfall der Kelleranlagen in Zaum gehalten wird. Nachteil der Konstruktion: In den so entstandenen über 30 Feldern sammeln sich immer wieder Müll und Unrat an.

Einen Container gefüllt

»Schluss mit dem Schandfleck«, beschloss Stiebeling und rief zu einer Säuberungsmaßnahme auf. Mehrere Stunden lang wurden Laub, Dreck, Flaschen, Prospekte und allerhand sonstiger Unrat zusammengekehrt und nach Rücksprache mit Bauhofleiter Jens Johannsen in einem Container entsorgt. »Der war danach auch gut gefüllt«, sprach Stiebeling von einem eher traurigen Erfolg.

Als nächster Arbeitsschritt stand das Rückschneiden eines Efeu-Vorhangs an, der von den Grundstücken nach unten gewachsen war und das Mauerwerk hatte verschwinden lassen. Neben den vielen Kellereingängen kam so auch ein Kaugummiautomat wieder zum Vorschein. Als letzte Maßnahme wurden die sechseckigen hölzernen Blumenkübel abgeschliffen und mit einer neuen Schicht Holzschutzlack versehen.

Bürgermeister Herbert Unger (SPD) lobte das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement. Das Sicherungsbauwerk, im Volksmund auch »Salinen« genannt, stehe bestimmt schon länger als zehn Jahre. »Die Erdkeller sind ausschließlich in Privatbesitz und als komplette Einheit zudem denkmalgeschützt – wir arbeiten nach wie vor an einer Lösung.« Der Rathauschef betonte, die Bauhofmitarbeiter führten hier zwar auch regelmäßig grobe Reinigungsmaßnahmen durch; jetzt sehe der Straßenzug aber »wie geleckt« aus. »Bei fast 40 Quadratkilometern Gesamtfläche über sechs Stadtteile verteilt, kann unser Bauhof nie gleichzeitig alle Ansprüche erfüllen«, sagte Unger. »Mit Menschen wie Gerhard Stiebeling gelingt es uns aber auch in Zeiten von Sparzwängen und Fachkräftemangel, das eigene Wohnumfeld weiterhin so zu gestalten, dass man sich wohlfühlen und auch stolz auf seine Stadt und seinen Stadtteil sein kann.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • Abfall
  • CDU
  • Denkmalschutz
  • Fachkräftemangel
  • Grundstücke
  • Herbert Unger
  • Herbert Unger (Florstadt)
  • Karl Gerhard
  • Kommunalpolitiker
  • SPD
  • Staden
  • Umgangssprache
  • Florstadt-Nieder-Mockstadt
  • Stephan Lutz
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 5 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.